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Deutsches Schützenmuseum wartet auf seine Besucher

11.05.2004 00:00

Die Hämmer sind verstummt, die Bohrmaschinen lärmen nicht mehr. Der Staub hat sich verzogen und gibt den Blick frei auf die Vitrinen, die teilweise schon gefüllt, teilweise noch leer stehen. Das Deutsche Schützenmuseum ist in der ersten Ausbauphase fertig und wartet nun auf seine Besucher. Die ersten prominenten Gäste werden am Freitag um 17.30 Uhr zur feierlichen Eröffnung auf Schloss Callenberg bei Coburg eintreffen.

 

„Wir haben die letzte Runde eingeläutet, jetzt sind es nur noch Kleinigkeiten, die hier gemacht werden müssen. Die Exponate werden wir von heute an bis Donnerstag in die Vitrinen und Auslagen stellen und dann steht alles für den Startschuss bereit,“ so Museumsleiter Stefan Grus vom Deutschen Schützenbund.
 
Zusammen mit vielen Gästen, dem Präsidium und dem Gesamtvorstand des DSB werden der Hausherr und Protektor Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha, DSB-Präsident Josef Ambacher und Coburgs Oberbürgermeister Norbert Kastner das Band zerschneiden, dass den Eintritt in das Deutsche Schützenmuseum für die Öffentlichkeit freigeben wird.
 
Das Deutsche Schützenmuseum will die Geschichte des Schützenwesens von seinen Ursprüngen bis zum modernen Sportschießen der Gegenwart für Mitglieder und Öffentlichkeit lebendig und anschaulich darstellen. „Hier wollen wir zeigen, dass das Schützenwesen mehr zu bieten hat, als Umzüge und Schützenfeste,“ so Grus, der die letzten Arbeiten persönlich überwacht.
 
Präsident Josef Ambacher hatte sich dieses Projekt schon bei seiner Amtsübernahme im Jahre 1994 zueigen gemacht und die Idee konsequent umgesetzt: „Seit über 20 Jahren wurde über die Neuerrichtung des Deutschen Schützenmuseums immer wieder gesprochen, es wurden in den Achtziger Jahren auch schon einmal kleinere Summen in den Gesamtetat des Deutschen Schützenbundes dafür eingestellt, aber erst vor relativ kurzer Zeit haben wir dieses Projekt konkret angefasst, um es zu mehr werden lassen, als zu Planspielen und zu Träumereien. Wir haben Nägel mit Köpfen gemacht, auch gegen einige Widerstände, ich will das gerne hier einräumen.“
 
Das Schützenmuseum wird in mehreren Schritten bis voraussichtlich 2006 fertiggestellt. Der erste Bauabschnitt im Erdgeschoss des Westflügels auf Schloss Callenberg befasst sich in Exponaten und Erläuterungen thematisch mit der Frühzeit des Schützenwesens über das Mittelalter und das 18. Jahrhundert bis zur Gründung des Deutschen Schützenbundes.
 
Das Deutsche Schützenmuseum hat ab dem 16. Mai bis zum 31. Oktober 2004 täglich von 10.00 – 17.00 Uhr seine Pforten geöffnet, vom 1. November 2004 bis zum 7. Januar 2005 lauten die Öffnungszeiten Di.-So. von 14.00 – 17.00 Uhr.
 
Umfassende Informationen zum Deutschen Schützenmuseum finden Sie hier.