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DFJW: Sport, Völkerverständigung und unvergessliche Erlebnisse in der Normandie

09.08.2026 16:06

Eine erlebnisreiche Woche mit sportlichen Höchstleistungen, gelebter Gemeinschaft und einer besonderen Ehrung für langjähriges Engagement. Der jährliche deutsch-französische Jugendaustausch führte unsere Nachwuchsschützinnen in diesem Jahr nach Frankreich in die Normandie.

Foto: Deutsche SchützenJugend

Wegen der parallel stattfindenden Rangliste, konnten in diesem Jahr auf deutscher Seite leider keine Pistolenschützinnen teilnehmen. Umso geschlossener präsentierten sich die Teilnehmenden in den Disziplinen Gewehr und Flinte, die eine intensive und sportlich erfolgreiche Woche in Frankreich erlebten.

Der Startschuss für die Reise fiel am Sonntag direkt im Anschluss an den Endkampf der Jugendverbandsrunde (JVR) in Suhl. Mit Kleinbussen machte sich die deutsche Delegation auf den Weg in Richtung Westen. Nach einer langen Fahrt erreichten die Nachwuchssportlerinne sowie ihr Betreuerinnen- und Trainerinnenteam schließlich um 3:00 Uhr nachts die Unterkunft in der Normandie.

Trotz der sehr kurzen Nacht ging es am Montag nach dem Frühstück direkt auf die Schießstände. Während die Flintenschützinnen ihre Trainingseinheiten in Saint-Loup-du-Gast absolvierten, reisten die Gewehrschützinnen zum 2024 ganz neu eröffneten Stand nach Argentan. Nach intensiven Einheiten am Vormittag und einem gemeinsamen Mittagessen wurde auch am Nachmittag konzentriert weitergearbeitet. Der Tag klang schließlich nach dem Abendessen mit allen Teilnehmenden in der Unterkunft mit abendlichen Kennenlernspielen aus, die das Eis zwischen den Delegationen schnell brachen.

Der Dienstag schloss im Trainingsablauf nahtlos an den Vortag an. Am Nachmittag wurde es jedoch für die Flintenschützinnen erstmals ernst, als sie in die ersten Wettkampfrunden starteten und auf den Wurfscheibenständen ihr Können unter Beweis stellten. Auch dieser Tag fand seinen Ausklang in geselliger Runde bei abendlichen Gemeinschaftsspielen.

Am Mittwoch stand der traditionelle Gemeinschaftstag auf dem Programm, der in diesem Jahr ganz im Zeichen des kulturellen und naturkundlichen Austausches stand. Der Tag begann mit einer beeindruckenden, rund sieben Kilometer langen Wattwanderung in der Bucht des Mont-Saint-Michel. Neben faszinierenden Einblicken in die Historie dieser UNESCO-Weltkulturerbestätte erhielten die Jugendlichen auch eine praktische und lehrreiche Demonstration zum Phänomen des Treibsands. Im Anschluss blieb den Sportlerinnen Freizeit, um das historische Inseldorf auf eigene Faust zu erkunden.

Nach der Rückkehr und dem Abendessen in der Unterkunft war der Tatendrang jedoch noch nicht gestillt: In der Sporthalle wartete ein vielseitiges Sportangebot, bei dem sich die Jugendlichen in gemischten Teams bei Badminton, Basketball, Fußball, Dart und Cornhole faire Duelle lieferten.

Am Donnerstag traten schließlich auch die Gewehrschützinnen in das Wettkampfgeschehen ein, während die Flintendisziplinen zu ihrem erfolgreichen Abschluss gebracht wurden. Aus deutscher Sicht gab es dabei herausragende Erfolge zu bejubeln:

Maximilian von der Leye Ostmann sicherte sich im Skeet-Finale souverän den Gesamtsieg vor den französischen Mitstreiterinnen Charline Peyrou und Loan Bouyer. Auch in der Disziplin Trap überzeugten die deutschen Nachwuchsschützen in der Qualifikation, in der Leonard Berner vor seinem Teamkollegen Fritz Müller den ersten Platz belegte. Im Finale war es dann wohl die Aufregung, die für die Platzierungen 4. und 5. sorgte, ehe sich Maëlle Roscoet (FR) im Finale über den 1. Platz freuen konnte.

In den Gewehrdisziplinen feierte das deutsche Team ebenfalls hervorragende Platzierungen. Im 10m Luftgewehr-Finale verpasste Liana Müller den Sieg nur hauchdünn um 0,4 Ringe gegenüber der Erstplatzierten Pauline Juste mit 247,8 Ringen und sicherte sich vor Lenja Möller den 2. Platz. Das Podest in der Disziplin Luftpistole wurde nach dem Finale besetzt von Solène Willemin (1.), welche bereits im letzten Jahr gute Platzierungen beim Austausch erreichte, Charlotte Coulon-Noel (2.) und Louis Ehrmann (3.)

Auszeichnung mit der Ehrenmedaille der Deutschen Schützenjugend
Neben den Siegerehrungen für die sportlichen Leistungen stand noch ein ganz besonderer Programmpunkt im Mittelpunkt des Festabends am Donnerstag: Die Würdigung von Brigitte Bellenue. Für ihren langjährigen, unermüdlichen und herausragenden Einsatz um den deutsch-französischen Jugendaustausch auf französischer Seite wurde sie unter großem Applaus beider Delegationen mit der Ehrenmedaille der Deutschen Schützenjugend (DSJ) geehrt.

Im Anschluss an die Zeremonie tauschten die Delegationen traditionelle Präsentkörbe und Erinnerungsgeschenke aus.

Da am folgenden Wochenende der JVR-Endkampf Flinte in Berlin auf dem Terminplan stand, traten die Flintenschützinnen bereits am Freitag direkt nach dem Frühstück die Heimreise an. Die Gewehrschützinnen absolvierten gleichzeitig in Argentan ihre verbleibenden Wettkampfdurchgänge im KK 3x20 und Luftgewehr mixed (DE/FR). Direkt im Anschluss an die letzten Serien fand auf dem Schießstand bereits die Siegerehrung statt.

Im Kleinkaliber 3x20 glänzte hierbei Anabell Dörsam, die sich sowohl in der Qualifikation als auch im Finale souverän den 1. Platz vor Yolann Pomes und Liana Müller sicherte.

Der verbleibende Abend in der Unterkunft wurde in entspannter Atmosphäre zum Kofferpacken und für persönliche Verabschiedungen genutzt.

Am Samstagmorgen trat schließlich nach dem gemeinsamen Frühstück auch die Gewehrdelegation die Rückreise nach Deutschland an.

Danksagung
Ein herzlicher Dank gilt dem französischen Schießsportverband FFTir (Fédération Française de Tir) für die hervorragende Gastfreundschaft und Organisation vor Ort. Die Deutsche SchützenJugend blickt auf eine rundum gelungene und verbindende Woche zurück und freut sich schon jetzt auf ein Wiedersehen beim Austausch 2027 in Deutschland!

Bericht: Aileen Jedtberg, Bundesjugendleiterin nationale und internationale Jugendarbeit 

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