Bundesliga

Die Spannung bleibt bis in den Januar hinein erhalten

07.12.2015 12:02

Drei Teams haben sicher das Finale erreicht – es ist die bisher einzige definitive Entscheidung in der Bundesliga Luftpistole Gruppe Nord – und das, obwohl nur noch ein Wettkampfwochenende am 9. und 10. Januar aussteht. Der SB Broistedt kann die Zimmer in Rotenburg an der Fulda buchen. Nach erneut zwei 5:0-Siegen gegen die Aufsteiger Hegelsberg-Vellmar und Wathlingen stehen die Niedersachsen weiter einzig ohne Verlustpunkt und mit sechs Zähler Vorsprung auf Platz fünf da.

Die besten Vier kommen zum Finale, sicher dabei sind auch der SV Kriftel und die Braunschweiger SG, weil sie bei vier Punkten Vorsprung zwar noch theoretisch einholbar wären, nicht aber mehr aufgrund der 14 und 12 Einzelpunkte Vorsprung auf den Fünften Berlin. Die beiden Favoriten rangieren einträchtig mit 10:2-Zählern auf den Rängen zwei und drei, und angesichts ihrer Stärke werden sie die Einzelpunkte kaum benötigen. Braunschweig fertigte mit einem einmal mehr überragenden Ukrainer Oleg Omelschuk, der 392 und 391 Ringe erzeilte, Brühl und Bassum mit 5:0 und 4:1 ab. Kriftel gewann mit dem kaum weniger starken Christian Reitz – diesmal kam er auf 391 und 386 Ringe – gegen Wathlingen mit 4:1 und im Derby gegen Gastgeber Dasbach mit 5:0.

Der große Sieger dieses sechsten Wettkampfwochenendes heißt jedoch PSV Olympia Berlin. Der fünfmalige Bundesligameister verbesserte seine Aussichten auf die Finalteilnahme durch den 3:2-Erfolg im direkten Duell mit Hauptkonkurrent Sülfeld entscheidend. Während die Spitzenschützen Wojciech Knapik und Uwe Potteck verloren, zeigte sich Berlin an den hinteren Positionen stark und punktete durch Torsten Dworzak, Florian Schmidt und Junioren-Nationalschützin Josefin Eder entscheidend.

Beide Teams gewannen auch am Nikolaustag ihre Duelle. Berlin hielt ohne Mühe Fahrdorf mit 4:1 auf Distanz, Sülfeld hatte mit Schlusslicht Schießclub 70 Brühl beim 3:2 nur scheinbar Mühe, denn die drei Siegpunkte gingen klar an das Team aus Wolfsburg. Sülfeld und Berlin liegen jetzt nach Punkten mit 12:6 gleichauf, Sülfeld noch in Front dank zweier Einzelpunkte mehr. Doch dieses Duell, in das nur theoretisch der SV Bassum von 1848 als bester Aufsteiger auf Rang sechs noch eingreifen könnte, wird bis zum letzten Schuss spannend bleiben. Das leichtere Programm zum Abschluss scheint Berlin zu haben.

Noch dramatischer geht es im Kampf um den Klassenerhalt zu. Drei Teams machen die zwei Abstiegsplätze unter sich aus. Praktisch keine Chance haben die Brühler mehr, die punktlos mit vier Zählern Rückstand auf Fahrdorf dastehen, auch sieben Einzelpunkte weniger aufweisen und dazu noch gegen Kriftel anzutreten haben.

Doch zwischen Fahrdorf und Wechmar, die ebenfalls vier Punkte, aber nur vier Einzelzähler trennen, kommt es Anfang Januar in Kriftel zum Showdown. Beide Mannschaften verpassten am in den Wettkämpfen acht und neun eine bessere Ausgangsposition. Fahrdorf unterlag Bassum und Berlin mit 2:3 und 1:4, sammelte dabei immerhin drei Einzelpunkte. Wechmar verlor in dramatischen Duellen in Idstein gegen Gastgeber Dasbach und Hegelsberg-Vellmar jeweils mit 2:3. Besonders am zweiten Advent hatten die Thüringer den Sieg vor Augen, beim Gesamtstand von 2:2 brauchte Spitzenmann René Heidmüller eine Zehn, um gegen Thomas Hucke (Foto) ins Stechen zu kommen, doch der ehemalige Junioren-Nationalschütze traf nur die 9,5.
Im nächsten Wettkampf treffen Fahrdorf und Wechmar direkt aufeinander. Gewinnt Fahrdorf, sind alle Abstiegsfragen erledigt. Gewinnt Wechmar, hat es noch alle Chancen, den Klassenerhalt durch einen Abschlusssieg über Schlusslicht Brühl zu sichern, vorausgesetzt, Fahrdorf verlöre direkt zuvor gegen Wathlingen.

Wathlingen war wie Dasbach und Hegelsberg-Vellmar selbst der große Profiteur des Sieges der Nordhessen über Wechmar. Damit ist dieses Trio gerettet. Wathlingen war in Idstein beim 1:4 und 0:5 gegen Kriftel und Broistedt zwei Mal chancenlos, Hegelsberg-Vellmar hatte vor dem so wichtigen Sieg ebenfalls klar mit 0:5 gegen Broistedt verloren. Dasbach hatte am Samstagabend die Voraussetzungen für die eigene Rettung durch das an den drei Einzelpositionen klare 3:2 über Wechmar selbst geschaffen, bevor es gegen Kriftel beim 0:5 chancenlos war.

Eine starke Saison schießt weiter der SV Bassum. Der Aufsteiger bezwang zunächst Fahrdorf mit 3:2, ein höherer Sieg war möglich, doch Sascha Sandmann verlor im Stechen gegen Gagik Sahakian mit 9:10. Ein zweiter Einzelpunkt schien auch beim 1:4 gegen Braunschweig greifbar, doch diesmal unterlag Martin Mohnke im Stechen gegen Marco Angermann-Günzel mit 7:8.