Allgemeines

Die Zukunft des Verbandes im Blick

27.11.2012 10:16

Jonny Otten stellte sein persönliches Fazit an den Anfang: „Ich bin begeistert!“ Rundum positiv erlebte der für Mitgliederentwicklung zuständige Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes das „Wochenende der Schützenvereine“, das erstmals am 6. und 7. Oktober bundesweit in etwa 4.449 Vereinen durchgeführt worden war.

 

„Es war eine Freude zu sehen, mit welchem Engagement unsere Mitglieder den Schieß- und Bogensport sowie die vielfältigen weiteren Vereinsaktivitäten in der Öffentlichkeit präsentierten. Ihnen gebührt unser ausdrücklicher Dank“, bilanzierte Otten vor den Mitgliedern des Gesamtvorstandes. Und trotz der durch die deutlich höheren Teilnehmerzahlen gestiegenen Projektkosten forderte Otten im Blick auf den weiteren Fortgang der Aktion „Ziel im Visier – Zukunft Schützenverein“: „Wir dürfen in Sachen Mitgliederentwicklung nicht nachlassen, wir müssen weitermachen. Ich schlage für das nächste Jahr schon jetzt den 5. und 6. Oktober vor.“ Diese Anregung zur Neuauflage des „Wochenendes der Schützenvereine“ im kommenden Jahr fand breite Zustimmung. Die genauen Details zum Aktionswochenende 2013 sind nun Gegenstand weiterer Planungsgespräche mit den zuständigen Landesverbands-Beauftragten sowie der Arbeitsgruppe Mitgliederentwicklung.

Grundsätzlich sei das Ziel erreicht worden, neue Mitglieder für den Schieß- und Bogensport zu begeistern, doch Otten mahnte im Blick auf die Mitgliederstatistik zugleich Realismus an: „Wir werden natürlich auch weiterhin Abmeldungen haben, sei es durch Vereinsaufgaben oder eben auch den demographischen Wandel!“ Auch das zweite große Ziel – eine gesteigerte Medienpräsenz und einen damit verbundenen Imagegewinn – sei ebenfalls erreicht worden: „Wir haben sehr viele Medienberichte verzeichnen können. Die Journalisten haben sehr ausgewogen über den Sport, das umfangreiche soziale Engagement sowie die herausragende Jugendarbeit in unseren Vereinen berichtet.“ Weit über tausend Berichte wurden in Zeitungen veröffentlicht, dazu kamen Radio- und TV-Beiträge. Manche Sender berichteten sogar direkt vor Ort vom „Wochenende der Schützenvereine“.

Der seitens der DSB-Geschäftsstelle verantwortliche Projektkoordinator Robert Garmeister, Leiter Recht und Verbandsentwicklung, stellte den Ablauf der gesamten Kampagne noch einmal vor und kam zu dem Schluss: „Wir können insgesamt von einer sehr positiven Resonanz sprechen, sehen aber ein einigen Stellen – gerade dank der sehr konstruktiven Rückmeldungen aus den Vereinen – bereits Verbesserungspotential, das wir natürlich gerne aufgreifen.“ Als Beispiel nannte er das Anmeldeverfahren zur Teilnahme am „Wochenende der Schützenvereine“, dieses solle im kommenden Jahr noch übersichtlicher gestaltet werden. Im neuen Jahr ist eine Sitzung der Landesverbands-Beauftragten vorgesehen, um gemeinsam eine intensive Auswertung vorzunehmen und erste Schritte für die Neuauflage im kommenden Oktober zu planen. Besonders wies Garmeister darauf hin, dass ziel-im-visier.de auch weiterhin die zentrale Anlaufstelle für alle Vereine zum Thema Mitgliederentwicklung bleiben werde.

Die Zuschussfrage der öffentlichen Hand zur Modernisierung des Bundesleistungszentrums Klarenthal ist nach langwierigen und intensiven Verhandlungen vor allem mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) inzwischen im Sinne des Deutschen Schützenbundes auf einem guten Weg. Das BMI sowie das Hessische Ministerium des Innern und für Sport (HMI) haben eine Förderung in Höhe von je 30 Prozent und 20 Prozent der derzeit mit 12,5 Millionen Euro veranschlagten Gesamtkosten in Aussicht gestellt. Der Deutsche Schützenbund hätte damit ebenfalls die Hälfte der Baukosten zu tragen. Möglich ist darüber hinaus noch eine Anerkennungsbeteiligung der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp wies in diesem Zusammenhang jedoch ausdrücklich darauf hin, dass nun die auf der Grundlage des bereits eingereichten Förderantrags zu erstellenden endgültigen Bescheide der öffentlichen Zuschussgeber abgewartet werden müssen. Ebenso müsse das Projekt nun, da der konkrete Bauumfang fixiert wurde, eine baurechtliche Genehmigung durchlaufen. Eine entsprechende Bauvoranfrage werde noch in diesem Monat formuliert und an die zuständige Baubehörde der Landes-hauptstadt weitergeleitet. Ferner unterstrich Brokamp, dass die zu erwartenden Gesamtkosten des Projekts in Höhe von 12,5 Millionen Euro auf der Grundlage einer fundierten und seitens eines renommierten Architekturbüros erstellten Kostenschätzung gemäß DIN 276-1 sowie der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) auf der Basis der heutigen Marktpreissituation erarbeitet wurden. Der Gesamtvorstand billigte einstimmig die zum Thema vorgelegte Beschlussvorlage und beauftragte damit das Präsidium mit der weiteren Umsetzung des BLZ-Modernisierungsprojekts.

Professor Harald Lange (Foto) stellte die laufende Studie zur „Mehrperspektivischen Evaluation der Bildungsarbeit des Deutschen Schützenbundes unter besonderer Berücksichtigung der Kinder- und Jugendarbeit“ im Verband vor. Diese erarbeitet er gegenwärtig mit einer Forschergruppe des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg im Auftrag des Deutschen Schützenbundes.

Die Studie untersucht die vom Verband geleistete Bildungsarbeit und wird dabei auch in psychologischen Analysen auf den pädagogischen Wert des Schießsports für Jugendliche eingehen. Dabei ist – wie der Wissenschaftler ausdrücklich unterstrich – die gesamte Forschungsarbeit ergebnisoffen angelegt: „Der Deutsche Schützenbund lässt uns freie Hand bei unserer wissenschaftlichen Arbeit, das war auch meine Bedingung, diese Studie durchzuführen.“ „Wir freuen uns natürlich, wenn die Studie unsere bisherigen Bemühungen auf diesem Gebiet bestätigen würde“, entgegnete Vizepräsident Jürgen Kohlheim. „Aber wir sind offen genug, etwa unser Ausbildungssystem im Bereich Jugend den neuen Erkenntnissen der Studie anzupassen.“

Nach einer umfassenden Analyse der Bildungs- und Lehrunterlagen des Deutschen Schützenbundes werden die Würzburger Wissenschaftler in Kürze mit der psychologischen Befragung von schießsporttreibenden Jugendlichen beginnen. Nach wie vor können interessierte Vereine jugendliche Mitglieder zu dieser Analyse anmelden. Die gesamte Befragung wird durch ein gesichertes Online-Verfahren erfolgen. Lange fügte darüber hinaus an, dass in den vergangenen Monaten der Zuschnitt der Studie und die dabei angewandten Methoden auf zahlreichen internationalen Forschungs-Symposien vorgestellt und so auf ihre Tragfähigkeit hin überprüft werden konnte. Sie stieß auf ein durchweg positives Echo innerhalb der Forschungsgemeinschaft.

„Das Filetstück unserer Studie“, so Lange wörtlich, „ist das Messen der Persönlichkeitsmerkmale.“ Dabei geht es um das Selbstkonzept, die Einstellungen sowie das persönliche Verhalten der befragten Jugendlichen – eben auch hinsichtlich des Schießsports. Begleitet wird das Forschungsvorhaben durch eine aktive und mit allen Beteiligten abgestimmte Pressearbeit, nachdem sich innerhalb kürzester Zeit ein so breites wie positives Medieninteresse herauskristallisierte. Erst kürzlich sendete der Westdeutsche Rundfunk einen TV-Beitrag, demnächst haben sich Reporter des Bayerischen Rundfunks am Lehrstuhl in Würzburg angesagt.

Die Studie ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt. Erste Zwischenergebnisse sollen Anfang kommenden Jahres vorliegen. Die Endergebnisse werden, auch das sagte Lange bereits zu, nicht nur in den einschlägigen Wissenschaftsorganen kommuniziert, sondern natürlich auch in allgemeinverständlicher Form in den Verbandsmedien des Deutschen Schützenbundes einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. „Wir freuen uns auf weitere Anmeldungen aus den Vereinen und stehen natürlich bei Rückfragen gerne persönlich zur Verfügung“, so der Würzburger Professor abschließend. Interessenten, die noch am laufenden Forschungsprojekt als Probanden teilnehmen möchten, wenden sich am besten direkt per E-Mail (sportwissenschaft@uni-wuerzburg.de) an das Institut für Sportwissenschaft.

Der Qualifizierungsplan in der Ausbildung war ein weiteres wichtiges Thema, zu dem ein Expertenkreis im Vorfeld umfassende Vorarbeiten geleistet hatte. Dieser Plan des DSB gibt die Inhalte der Schießsportleiterausbildung vor. Da er zugleich die Vorstufe für die DOSB-Trainer-C-Lizenz darstellt, wurden die bislang unterschiedlichen Umsetzungen in den Landesverbänden vereinheitlicht. Die Feinabstimmung hatte der Expertenkreis mit Fachleuten aus den Landesverbänden durchgeführt. Der Gesamtvorstand stimmte dem nun vorliegenden Plan mehrheitlich zu, nachdem auch der DSB-Bildungsausschuss die Vorlage bereits beschlossen hatte.

Als Vorstufen zum sogenannten „Junior Master“ werden künftig in der Ausbildung die Module „Junior Teamer“ und „Junior Partner“ eingeführt. Jugendliche sollen so frühzeitig ehrenamtliche Aufgaben mit Verantwortung in den Vereinen herangeführt werden. Auch diese Vorlage, die durch den Bildungs- und Jugendausschuss vorbereitet worden war, wurde beschlossen.

Vizepräsident Heinz-Helmut Fischer berichtete in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Strukturentwicklung über die durch dieses Gremium in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten Vorschläge zur Aktualisierung der DSB-Satzung sowie der dazu gehörigen innerverbandlichen Gremienstruktur. Ein entsprechender Wunsch zur Analyse der gegenwärtigen Struktursituation war von der Delegiertenversammlung in Travemünde 2009 ausgegangen. Vor allem die Sport- wie auch die Führungsstruktur des Verbandes waren zentrale Themen der Arbeitsgruppe, die ihre Vorschläge unter der fachlichen Expertise der Direktorin der DOSB-Führungs-Akademie, Gabriele Freytag, erarbeitete.

Fischer unterstrich bei der Vorstellung der Arbeitsergebnisse zunächst, dass nicht nur die immer komplexer werdenden Anforderungen an das Verbandsmanagement, sondern gerade auch die vielfältigen sportlichen Herausforderungen zielgerichtete, strukturelle Optimierungen seitens des Deutschen Schützenbundes nach sich ziehen müssten. Daher widmete sich die Arbeitsgruppe der Sport- und der Führungsstruktur des Verbandes gleichermaßen. Zum Thema Sportstruktur kamen die AG-Mitglieder überein, das leistungssportliche Profil des Deutschen Schützenbundes und im Besonderen den Bogensport im Verband weiter zu stärken, denn dieser habe – wie Fischer unterstrich – „einen erheblichen Aufschwung in den vergangenen zehn Jahren erfahren“. So könnte der Namenszusatz „Fachverband für Schieß- und Bogensport“ dies weiter unterstreichen. Zudem war man sich einig, dass „der gesamte Bereich des Spitzensports in Zukunft eine noch viel größere Aufmerksamkeit bedarf“. Als konkrete Empfehlung stellte man den Gesamtvorstandsmitgliedern nun vor, neben einem Vizepräsidenten Spitzensport auch einen Vizepräsidenten Sportorganisation zu etablieren, die gemeinsam mit weiteren Experten die DSB-Bundessportleitung bilden. Darunter soll es zukünftig nicht mehr nur eine, sondern drei Säulen des Sports für den Deutschen Schützenbund geben: Neben einem Bundesausschuss Spitzensport und einem Bundesausschuss Sportschießen formulierte die Arbeitsgruppe auch ein Konzept für einen Bundesausschuss Bogensport, wobei ein Trainerrat und die Technischen Kommissionen Sportschießen und Bogensport diesen Gremien entsprechend zuarbeiten. Eng verbunden mit den strukturellen Änderungen sind auch die ersten eingehenden Analysen und Auswertungen im Nachgang der Olympischen Spiele 2013.

Die genannten Herausforderungen und die hieraus abgeleiteten Lösungsvorschläge finden sich auch im zweiten Arbeitsfeld der AG, dem Bereich Führungsstruktur, wieder. Hier wog man verschiedene Führungsmodelle von Sportverbänden ab und arbeitete an einer zeitgemäßen Gremienstruktur: „Sportverbände stehen immer wieder aufs Neue vor der Aufgabe, den wichtigen Ehrenamtsgedanken mit betriebswirtschaftlichen Ansätzen in Einklang zu bringen. Das sage ich gerade vor dem Hintergrund stetig zunehmender Dokumentations- und Belegpflichten sowie sehr deutlicher Zielvereinbarungen sowie der Verlagerung vieler sportlicher Vorhaben auf Projektmittel“, so Fischer nachdenklich.

Demnach solle die Effektivität der gemeinsamen Gremienarbeit weiter gesteigert und Entscheidungswege kürzer werden. Von besonderer Bedeutung dürfte daher gerade das innerhalb des aus einem Präsidenten und sieben Vizepräsidenten bestehenden Präsidiums angedachte „Ressortprinzip“ sein. Als Ressorts wurden die Bereiche Recht, Finanzen, Spitzensport, Sportorganisation, Bildung und Verbandsentwicklung, Tradition und Brauchtum sowie Jugend abgesteckt. „Hohe Kompetenz und klare Zuständigkeiten“ sehen die AG-Mitglieder übereinstimmend als unerlässliche Kriterien für die Arbeit im Präsidium. Die Delegiertenversammlung könnte demnach ebenfalls eine Änderung erfahren: Stimmrecht sollen die Delegierten sowie die DSB-Ehrenmitglieder erhalten, nicht aber die Präsidiums- und Gesamtvorstandsmitglieder, um die Gremien zukünftig klar voneinander zu differenzieren. Weitere Änderungsvorschläge unterbreitete die AG im Blick auf die Zusammensetzung der Ausschüsse sowie des Gesamtvorstandes. Auch hier gelten möglichst klare Strukturen und – wo immer dies möglich ist – eine direkte Anbindung an einen zuständigen Vizepräsidenten.

Heinz-Helmut Fischer bat die Gesamtvorstandmitglieder, das vorliegende Konzept nun zu prüfen und Rückmeldungen bis Mitte Dezember an den Deutschen Schützenbund zu senden. Gerne entsprach man der Bitte des Niedersachsen Axel Rott, das gesamte Feedback der Landesverbände allen GV-Mitgliedern zugänglich zu machen, um so größtmögliche Transparenz herzustellen, bevor man im Januar zu einer außerordentlichen Gesamtvorstandssitzung zu diesem Themenkomplex zusammen kommen wird. Eine Entscheidung über die Satzungs- und Strukturänderungen könnte im Rahmen der Potsdamer Delegiertenversammlung des Deutschen Schützentages 2013 fallen.

Rechnungsprüfer Hermann Tallau konnte Erfreuliches berichten: "4,4 Millionen Euro an Rücklagen für das BLZ-Projekt weist die DSB-Bilanz aus." Dieses Geld ist gemäß Beschlusslage für die Modernisierung des Bundesleistungszentrums gebunden. Tallau kam so zu seiner sehr positiven Bilanz: „Mit vielen Kostenpositionen wie der Deutschen Meisterschaft oder der Deutschen Schützenzeitung haben wir erfreulicherweise keine Probleme mehr. Das für 2012 geplante Budget wird wie geplant eingehalten werden können.“ Bundesschatzmeister Gerhard Quast bestätigte die Analyse der Rechnungsprüfer und fügte an: „Wir werden aufgrund des Mitgliederrückgangs der letzten Jahre auch 2013 mit Mindereinnahmen zu rechnen haben. Der Deutsche Schützenbund hat – uns das zeigen die Zahlen deutlich – kein Ausgabeproblem, denn es wird nachweislich sparsam, effektiv und kostenbewusst gearbeitet. Aber mittelfristig zeichnet sich ein Einnahmeproblem ab, gerade wenn wir auch in Zukunft in gleichbleibend hoher Qualität für unsere Mitglieder arbeiten wollen.“ Deutlich fügte er an: „Alle Einsparpotenziale sind ausgereizt.“ Vizepräsident Fischer bekräftigte: „Unsere Ausgaben sind seit 2009 konstant geblieben – und das angesichts der allgemeinen Kostensteigerungen.“ Auf Bitten der Landesverbandsvertreter wird das Präsidium eine detaillierte Aufstellung der zukünftig zu erwartenden Einnahme- und Kostensituation des Deutschen Schützenbundes ausarbeiten, so dass diese Fakten auch im Blick auf eine möglicherweise notwendige, maßvolle Beitragserhöhung einfließen können.

Nach der Loslösung einiger Vereine mit insgesamt etwa 8.500 Mitgliedern vom Rheinischen Schützenbund wurde der Antrag der Vereine, als eigenständiger Landesverband „Sportschützenverband Rheinland-Pfalz“ (SSVRP) in den DSB einzutreten, gemäß der DSB-Satzung einstimmig abgelehnt.

Rüdiger Hill aus Sachsen ist neuer Vertreter des Gesamtvorstandes in der Stiftung Deutscher Schützenbund. Die Verträge mit den besonderen Mitgliedern Deutscher Skiverband, Deutscher Behindertensportverband und Deutscher Feldbogenverband wurden verlängert, künftig geschieht dies automatisch um ein Jahr, wenn der Vertrag nicht von einer der Parteien gekündigt wird. Die DM Ordonanzgewehr wird auch in 2013 in Weimar stattfinden, die DM 300 Meter wird wieder der „großen“ DM in München angeschlossen. Peter Lange aus dem Rheinland löst Karl-Heinz Bode als Disziplinverantwortlicher Feldbogen ab.

Rainer Wickidal stellte das Programm des 58. Deutschen Schützentages in Potsdam vor. Der Festakt und die Delegiertentagung sowie der abendliche Bundesschützenball finden in der bekannten Metropolis-Halle in Babelsberg statt, die in direkter Anbindung an die Filmstudios steht und mit ihrem Namen an den gleichnamigen Film von Fritz Lang aus dem Jahr 1926 erinnert.

Die Deutsche SchützenJugend gestaltete ein Plakat gegen sexualisierte Gewalt und beteiligt sich damit an einer umfangreichen Aktion des gesamten organisierten Sports in Deutschland, zu der Deutscher Olympischer Sportbund und Deutsche Sportjugend gleichermaßen aufgerufen hatten. Die Kampagne der Schützenjugend, zu der auch ein grafisch ausgearbeiteter Flyer gehört, will dieses sensible Thema nicht nur problematisieren, sondern konstruktive Lösungsansätze gemäß dem Verbandsmotto „Gemeinsam sind wir stark“ aufzeigen. Auch ein Hinweis auf die Telefonhotline der Opferschutzvereinigung „Weißer Ring“ wird auf dem DSJ-Plakat nicht fehlen.

Damit endete eine arbeits- wie entscheidungsreiche Herbstsitzung des Gesamtvorstandes, die um die Zukunft des Verbandes in allen Bereichen einmal mehr kritisch wie konstruktiv gerungen hat.

Beitrag und Foto: Harald Strier/DSZ