Deutsche Meisterschaften

DM Sommerbiathlon Luftgewehr Sonnenberg: Athleten trotzen dem Wetter auf dem Sonnenberg

21.09.2026 13:39

Vom 18. bis 20. September 2026 verwandelte sich die „Richard-Schulze-Biathlon-Arena“ auf dem Sonnenberg im Harz nahe St. Andreasberg in das Zentrum des nationalen Sommerbiathlons. Bei den Deutschen Meisterschaften mit dem Luftgewehr, die vom SC Buntenbock im Auftrag des Deutschen Schützenbundes (DSB) hervorragend ausgerichtet wurden, kämpften insgesamt 280 Sportlerinnen und Sportler aus 15 Landesverbänden um die begehrten Medaillen.

Foto: Britta Kußmaul / Ein bekanntes Bild: Kerstin Schmidt ganz vorne, verfolgt von Alena Weinmann - so ging das Massenstartrennen über 5 Kilometer bei den Frauen aus.
Foto: Britta Kußmaul / Ein bekanntes Bild: Kerstin Schmidt ganz vorne, verfolgt von Alena Weinmann - so ging das Massenstartrennen über 5 Kilometer bei den Frauen aus.

Besonders stark präsentierte sich der Nachwuchs: Mit stolzen 68 Teilnehmenden (exakt aufgeteilt in 34 Schülerinnen und 34 Schüler) stellten die Schüler die teilnehmerstärkste Wettkampfklasse der gesamten Meisterschaft. Auch im regionalen Vergleich gab es einen klaren Spitzenreiter. Der Niedersächsische Sportschützenverband (NSSV) stellte mit 56 Athletinnen und Athleten das größte Aufgebot.

Drei Tage, drei Disziplinen, drei Wetterlagen
In insgesamt 13 Wettkampfklassen ging es in den Disziplinen Staffel, Sprint und Massenstart um die nationalen Titel. Dabei forderte der Harz den Aktiven wettertechnisch alles ab:

  • Freitag (Staffel): Bei bewölkten 13 Grad starteten die Meisterschaften mit den Team-Wettkämpfen. Während die Schüler-Staffeln eine Strecke von dreimal 500 Metern bewältigen mussten, ging es für die Jugend, Junioren und Erwachsenen auf die Distanz von dreimal 800 Metern.
  • Samstag (Massenstart): Der Samstag zeigte sich von seiner besten Seite. Bei sonnigem Wetter, leichten Wolken und milden 14 Grad herrschten optimale Bedingungen für packende Duelle und fehlerfreie Schießeinlagen auf der anspruchsvollen Strecke. Die Schüler hatten hier 3,2 km, die Jugend 4,0 km und die Erwachsenen 5,0 km zu absolvieren.
  • Sonntag (Sprint): Zum Abschluss zeigte der Herbst im Harz sein ungemütliches Gesicht. Nebel, Nässe und teilweise starker Regen bei kühlen 11 Grad verlangten den Läuferinnen und Läufern auf der Sprintstrecke sowohl läuferisch als auch am Schießstand höchste Konzentration und schießtechnisches Können ab. Von den Schülern waren im Sprint 2,4 km zu absolvieren, während alle anderen Wettkampfklassen 3,0 km zu bewältigen hatten.

Target Sprint-Weltmeister dominieren auch im Sommerbiathlon
Sportlich drückten vor allem die international erfahrenen Target Sprint-Spezialisten den Titelkämpfen ihren Stempel auf und bewiesen ihre Extraklasse am Schießstand und auf der Strecke.

Herausragend präsentierte sich Lukas Bürki (Hubertus Alpenjäger Haibach, BY), der sich sowohl im Sprint als auch im Massenstart souverän durchsetzte und als doppelter Deutscher Meister 2026 die Heimreise antrat. Dem stand Kerstin Schmidt (SV Edelweiß Siegritz, OP) in nichts nach: Auch sie dominierte die Damenkonkurrenz und krönte sich zur Doppelmeisterin im Sprint und Massenstart.

Ein packendes Familienduell lieferten sich die Hofmann-Brüder vom SV Eintracht Frankenhain. Jacob Hofmann sicherte sich den Meistertitel im Sprint und lief im Massenstart auf den starken dritten Platz. Sein Bruder Julius Hofmann drehte im Massenstart den Spieß um, feierte dort den deutschen Meistertitel und wurde Vize-Meister im Sprint. Gemeinsam mit ihrem Vereinskollegen Philip Usbeck machten die Hofmann-Brüder das Wochenende perfekt und holten zudem Gold in der Männer-Staffel nach Frankenhain.

Begeisterung über den Nachwuchs und den Einsatz aller Aktiven
Bundesreferent Ralf Jaep zog ein rundum positives Fazit der Titelkämpfe und fand lobende Worte für die Zukunft des Sports: „Besonders begeistert hat mich das große Starterfeld bei den Schülern. Die Mädchen und Jungen haben hier wirklich beeindruckende Leistungen abgeliefert, die für die Weiterentwicklung des Sommerbiathlons in den kommenden Jahren absolut vielversprechend sind.“

Ein großes Lob ging zudem an das gesamte Teilnehmerfeld sowie die Organisatoren vor Ort. Alle Sportlerinnen und Sportler – ob jung oder alt – zeigten trotz der teilweise extrem widrigen Witterungsbedingungen am verregneten Sonntag, vollen Einsatz und machten die Deutschen Meisterschaften 2026 zu einem echten Fest des Sommerbiathlons.

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