Deutsche Meisterschaften
DM Target Sprint Hatten: Spannung, Hitze und ein „kleines Wunder“
Ein langes, packendes und hochemotionales Wettkampfwochenende liegt hinter den Target Sprint Fans. Vom 7. bis 9. August 2026 trafen sich die besten Target Sprinter Deutschlands im niedersächsischen Hatten bei Oldenburg. Im Verbandsgebiet des Nordwestdeutschen Schützenbundes (NWDSB) kämpfte die nationale Elite um die begehrten Meistertitel.

Insgesamt 139 Sportlerinnen und Sportler aus 16 Landesverbänden des DSB machten die Titelkämpfe zu einem echten Fest des Sports. Das Teilnehmerfeld spiegelte die ganze Bandbreite des Target Sprints wider. Vom ambitionierten Neuling, der seine erste DM-Luft schnupperte, bis hin zum international erfahrenen Top-Athleten war alles vertreten.
Erstklassige Bedingungen und tropische Temperaturen
Für die Organisation zeichnete in diesem Jahr der SV Sandkrug als Ausrichter verantwortlich. Das Organisationsteam um Nicky Stötzer und Vereinspräsident Benjamin Stanke leistete hervorragende Arbeit und präsentierte den DM-Teilnehmern eine wettkampftaugliche Anlage unter absolut professionellen Bedingungen.
Auch der Sommer zeigte sich von seiner besten Seite. Für manche Akteure fast schon zu gut. Bei Temperaturen zwischen 24 und 32 Grad verlangte die glühende Hitze den Athleten auf der Laufstrecke und am Schießstand alles ab. Die extremen Bedingungen machten sich bei dem ein oder anderen Athleten in den Leistungs- und Schusszeiten bemerkbar, sorgten aber gleichzeitig für eine dramatische und packende Kulisse. Insgesamt ging es am Wochenende um 13 Meistertitel in den Einzelwettkämpfen. Jeweils fünf weitere Titel wurden in den dynamischen Team-Wettbewerben Single Mixed und Mixed Team vergeben.
Voller Überblick im weltweiten Livestream
Ein besonderes Highlight der diesjährigen Meisterschaft war die mediale Begleitung. Die gesamte Wettkampfanlage war mit stationären Kameras und modernster Drohnentechnik ausgestattet. Dank der professionellen Übertragung im Livestream bei SportEurope.TV mussten die daheimgebliebenen Fans keine Sekunde verpassen und konnten jeden Treffer und jeden Zwischensprint live von der Couch aus mitverfolgen.
Sensation durch Mona Mammen: „Kleine Wunder geschehen“
Sportlich hielt die DM einige Überraschungen bereit. Für die größte Sensation aus Sicht des Gastgebers sorgte Mona Mammen vom SV Sandkrug. Im Finale des hochklassigen Einzelrennens der Juniorinnen setzte sie sich gegen die enorm starke Konkurrenz des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) durch und verwies die Favoritinnen Lisa und
Julia Enderle (SG Schützenlisl II Engelschalking) auf die Plätze. Nach ihrem Triumph zeigte sich die frischgebackene Deutsche Meisterin überwältigt: „Ich bin unglaublich glücklich über meinen Sieg und habe ehrlich gesagt überhaupt nicht damit gerechnet. Mit meinen Konkurrentinnen, vor allem mit Lisa Enderle, war mir bewusst, wie stark unsere Altersklasse ist. Deshalb habe ich mir absichtlich kein Platzierungsziel gesetzt, sondern mir einfach vorgenommen, mein Bestes zu geben. Umso schöner fühlt es sich an, wenn dann plötzlich fast schon kleine Wunder geschehen und sich das gesamte Training der letzten Monate auszahlt. Oft fehlt einem die Motivation oder man fragt sich, wofür man eigentlich so viel Zeit und Energie investiert und dann sind es genau diese Momente, die alles entschädigen.“
Erfolgreichste Teilnehmer waren zwei „Stars“ der Szene: Mehrfach-Weltmeisterin Kerstin Schmidt gewann bei den Damen alle drei möglichen Titel im Einzel, Single Mixed und im Mixed Team. Das Gleiche gelang Lukas Bürki, dem dreifachen Junioren-Weltmeister von 2025.
Begeistertes Fazit der sportlichen Leitung
Auch der Bundesreferent für Target Sprint und Sommerbiathlon, Ralf Jaep, zog ein rundum positives Fazit dieser Titelkämpfe und sparte nicht mit Lob für Sportler und Organisatoren: „Was wir hier in Hatten erlebt haben, war Werbung für den Target Sprint auf absolutem Spitzenniveau. Trotz der extremen Hitze haben die Athletinnen und Athleten bis zur letzten Sekunde alles gegeben und fantastischen Sport geboten. Ein ganz großes Dankeschön geht an den SV Sandkrug. Die Bedingungen vor Ort waren absolut professionell und die innovative TV-Übertragung mit Drohnen hat Maßstäbe für die Zukunft unserer Sportart gesetzt. Diese Meisterschaft hat gezeigt, wie viel Potenzial und Begeisterung im Target Sprint steckt!“
Der Deutsche Schützenbund gratuliert allen frischgebackenen Deutschen Meistern, Medaillengewinnern und Platzierten zu ihren starken Leistungen bei diesen heißen Titelkämpfen. Ein ganz besonderer Dank geht an den SV Sandkrug und seinen zahlreichen hochmotivierten Helfern, ohne deren besonderes Engagement die
professionelle Ausrichtung nicht möglich gewesen wäre.
Die Deutschen Meister im Target Sprint in Hatten
Einzel
Damen I: Kerstin Schmidt (Edelweiß Siegritz)
Damen II: Dorota Wilke (SV Wolfartsweiler)
Damen III: Anita Cruchten (Vorwaldschützen Renholding)
Herren I: Jacob Hofmann (SVE Frankenhain)
Herren II: Peter Hansen (BSV Aplerbeck)
Herren III: Markus Furtner (Vorwaldschützen Renholding)
Herren IV: Stephan Werner (SG Bingen)
Junioren: Lukas Bürki (Hubertus-Alpenjäger Haibach)
Jugend w: Milia Kußmaul (Schützenverein Bondorf 1928)
Jugend m: Zeno Ellinger (Hubertus Stauden)
Schüler w: Ida Cruchten (Vorwaldschützen Renholding)
Schüler m: Emil Sandi (SG Immergrün Aising)
Single Mixed
Erwachsene: Kerstin Schmidt & Daniel Gruber (Bayern 2)
Erwachsene II: Dorota Wilke & Gerd Miller (Württemberg)
Junioren: Hanna Cruchten & Lukas Bürki (Hubertus-Alpenjäger Haibach)
Jugend: Milia Kußmaul & Sami Schellmann (Württemberg)
Schüler: Ida Cruchten & Emil Sandi (Bayern 1)
Mixed Team
Erwachsene: Kerstin Schmidt, Christoph Limmer, Daniel Gruber (Grüne Au Peising)
Erwachsene II: Pamela Weil Hansen, Peter Hansen, Gerd Miller (BSV Aplerbeck I)
Junioren: Lisa Enderle, Lukas Bürki, Moritz Kellner (Bayern 1)
Jugend: Sophie Wink, Beeke Lingner, Julian Grundler (Hessen II)
Schüler: Marie Hamann, Janis Woltjen, Noah Stockmann (Nordwest Schüler Team I)

