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DSB trauert um Ehrenmitglied Engelhard Judek

30.10.2026 13:33

Engelhard Judek, Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes, ist nach kurzer Krankheit am 26. Oktober 2026 im Alter von 93 Jahren gestorben. Die Nachricht hat tiefe Trauer in uns allen ausgelöst.

Engelhard Judek gilt als einer der Pioniere des Schützenwesens in Brandenburg. Am 8. September 1990 gehörte er in Nadow südlich von Potsdam zu den Gründern des Brandenburgischen Schützenbundes. Die Delegierten des ersten Landesschützentages wählten ihn zum 1. Vizepräsidenten, ein Amt, das Judek bis 2013 bekleidete.

Sein großes Anliegen vor allem in der ersten Hälfte der 1990er Jahre war es, mit Hilfe des neu aufzubauenden Schützenwesens und der Vereine einen nachhaltigen Beitrag zum Zusammenwachsen von Ost und West nach der deutschen Einheit zu leisten. Dazu gehörte maßgeblich die Festigung der engen partnerschaftlichen Beziehungen zum Rheinischen Schützenbund, der Aufbau eines freundschaftlichen Verhältnisses zum Nachbarverband Berlin-Brandenburg und zu den anderen Landesverbänden im Deutschen Schützenbund.

Im Brandenburger Schützenbund selbst hat sich Engelhard Judek besonders um die Förderung der Jugend und des schießsportlichen Nachwuchses verdient gemacht. Sein Augenmerk galt auch der Frauenarbeit, die er durch großen persönlichen Einsatz, beispielsweise durch die alljährliche Stiftung des Brandenburgischen Landesdamenpokals unterstützte.

Dem Gesamtvorstand des Deutschen Schützenbundes gehörte Judek von 1991 bis 2013 an. Hier war er ein gefragter Ratgeber unter anderem in den Bereichen Verbandsentwicklung und Satzungsproblematik. Er vertrat die Interessen der Brandenburger Schützinnen und Schützen mit großem Nachdruck, jedoch ohne den Blick auf das Schützenwesen in seiner Gesamtheit zu verlieren. Auch nach seinem Ausscheiden als Funktionär in der ersten Reihe diente er zuverlässig und einsatzfreudig im Ehrungsausschuss des Deutschen Schützenbundes.

Für sein jahrzehntelanges, großes Engagement ist Engelhard Judek vielfach ausgezeichnet worden. Seit 2004 trug er den Ehrenring des Deutschen Schützenbundes, und beim 58. Deutschen Schützentag in Potsdam wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Engelhard Judek war ein Schützenbruder, der seine enorme Expertise und seinen reichen Erfahrungsschatz uneigennützig und mit unermüdlichem Einsatz in den Dienst unserer gemeinsamen Sache stellte. Wir verlieren in ihm einen verlässlichen Partner und einen treuen Freund.

Der Deutsche Schützenbund wird Engelhard Judek ein ehrendes, dankbares Andenken bewahren.

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