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DSB: Treffen europäischer Schützenverbände in Straßburg

10.03.2026 08:23

Vom 6. bis 8. März fand in Straßburg auf Einladung des französischen Verbandes das mittlerweile traditionelle jährliche Treffen mehrerer europäischer (deutschsprachiger) Schießsportverbände statt. Das Treffen dient seit einigen Jahren als informelle Plattform, um aktuelle Entwicklungen im internationalen Schießsport zu diskutieren und gemeinsame Positionen abzustimmen. Präsident Hans-Heinrich von Schönfels und Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp waren für den DSB dabei.

Foto: DSB / Beim Treffen einiger europäischer Verbände waren DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels und Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp für den DSB dabei.
Foto: DSB / Beim Treffen einiger europäischer Verbände waren DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels und Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp für den DSB dabei.

Ein zentrales Thema waren die neuen ISSF-Regeln für die Gewehrbekleidung und die Zielverfolgung sowie die Frage, wie die nationalen Verbände das angepasste Reglement in ihren jeweiligen Wettkampfsystemen umsetzen. Die neuen Regeln zu „Steifigkeitstoleranzen“ für Jacken und Hosen gelten seit dem 1. Januar 2026 für internationale Wettkämpfe, zudem ist für die Teilnehmer an den Luftgewehr-Finals die Zielverfolgung mittels Scatt-System verpflichtend – dies gilt für den gesamten olympischen Qualifikationszyklus Los Angeles 2028.

Die Olympischen Spiele in den USA waren ein weiterer Schwerpunkt. Dabei begrüßten alle Teilnehmer die Austragungsstätte der Gewehr- und Pistolen-Wettkämpfe im Long Beach Sports Park, der dazu führt, dass sich der Schießsport im Zentrum der Spiele befinde. Auch die Flintenanlage ist aufgrund der Nähe zum olympischen Dorf und zur Innenstadt von Los Angeles gut gewählt, zudem gibt es keine Überschneidungen der Finals mit den Gewehr- und Pistolenfinals.

Darüber hinaus wurden aktuelle Informationen aus dem Weltverband ISSF, der Europäischen Schießsport-Konföderation ESC sowie aus weiteren internationalen Gremien ausgetauscht. Weitere Schwerpunkte waren der aktuelle Stand der Bemühungen um die Anerkennung des Schützenwesens als immaterielles Kulturgut auf europäischer Ebene, die Entwicklungen rund um Waffenrecht und Bleidiskussion innerhalb der EU sowie kommende internationale Veranstaltungen. Dazu zählen insbesondere der Weltcup in München sowie die Junioren-Weltmeisterschaft 2026 in Suhl.

Auch die Entwicklung der Disziplin Target Sprint in den an der Sitzung beteiligten Ländern aus Liechtenstein, der Schweiz, Frankreich und Deutschland – die Vertreter aus Österreich hatten kurzfristig absagen müssen – wurde thematisiert.