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Duale Karriere: Michael Goldbrunner in gehobenen Dienst aufgestiegen

05.03.2021 11:43

Seit kurzem bietet die berufliche Karriereleiter für Spitzensportler in der Bundespolizei eine weitere wichtige Stufe: Acht Athleten sind heute zu Polizeikommissaren ernannt worden und haben damit erfolgreich den Laufbahnwechsel vom mittleren in den gehobenen Polizeivollzugsdienst vollzogen. Unter ihnen ist mit Trap-Schütze Michael Goldbrunner auch ein DSB-Athlet.

Foto: Bundespolizei / Der Moment für Michael Goldbrunner, als er die Ernennungsurkunde zum Polizeikommissar erhält.
Foto: Bundespolizei / Der Moment für Michael Goldbrunner, als er die Ernennungsurkunde zum Polizeikommissar erhält.

„Dass 2020 die Möglichkeit geschaffen wurde, als Sportler den verkürzten Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst bei der Bundespolizeisportschule in Kienbaum zu absolvieren, war für mich ein absoluter Glücksgriff“, sagt Goldbrunner. Mit überdurchschnittlichen Ausbildungsleistungen (Goldbrunner: „Voraussetzung dafür war eine überdurchschnittliche Laufbahnprüfung im mittleren Polizeivollzugsdienst, weitere fachliche Voraussetzungen, sowie die erfolgreiche Teilnahme an einem mündlichen- und schriftlichen Eignungsauswahlverfahren.) hatten sich die Athleten für den verkürzten Praxisaufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst qualifiziert und diesen trotz pandemiebedingter Einschränkungen im Ausbildungsablauf erfolgreich abgeschlossen, was nicht zuletzt auf das hohe Engagement sowohl der Sportler selbst als auch der eingesetzten Fachlehrer zurückzuführen war.

Da viele Spitzensportler den gehobenen Polizeivollzugsdienst anstreben, hat die Bundespolizei mit der im Sommer 2020 in Kraft getretenen Neuregelung des §16a der Bundespolizeilaufbahnverordnung eine verkürzte Aufstiegsmöglichkeit explizit für Spitzensportler geschaffen. „Die verkürzte Aufstieg unterteilt sich in einen dreieinhalbmonatigen theoretischen Teil mit den Ausbildungsfächern Einsatzrecht, öffentliches Dienstrecht, Staats-/Verfassungsrecht, Kriminalistik, Einsatzlehre, Führungslehre und Psychologie. Im Anschluss daran erfolgt ein fünfwöchiges, sowie ein vierwöchiges Praktikum auf entsprechenden Stellen bei einer Bundespolizeiinspektion, auf welcher der Beamte noch nicht eingesetzt war. Abschluss des Aufstiegs ist ein Prüfungsgespräch in den o.g. Fächern“, erläutert Goldbrunner den Weg.

Die Bundespolizei bietet die Möglichkeit, Sport und Beruf unter einen Hut zu bringen, da man nach der sportlichen Kariere vollumfänglich beruflich abgesichert ist und nicht vor dem „Nichts“ steht.

Michael Goldbrunner, frischgebackener Polizeikommissar

Vor kurzem nahmen Goldbrunner, die Olympiasieger Marcus Groß (Kanu-Rennsport) und Christoph Harting (Diskuswurf) sowie fünf weitere Lehrgangskollegen ihre Ernennungsurkunden zu Polizeikommissaren entgegen. Goldbrunner: „Von Vorteil ist die Ernennung zum Polizeikommissar für mich in der Hinsicht, dass sich nun eine neue Vielfalt an Dienstposten auftut, auf die ich mich bewerben kann.“

Foto: Bundespolizei / Acht neue Polizeikommissare aus dem Spitzensport, u.a. Michael Goldbrunner (3. v.r.).
Foto: Bundespolizei / Acht neue Polizeikommissare aus dem Spitzensport, u.a. Michael Goldbrunner (3. v.r.).

Zu Polizeikommissaren ernannt wurden:

  • Charlotte Becker (Radsport),
  • Ines Beischmidt (Judo),
  • Kristin Gierisch,
  • Christoph Harting (beide Leichtathletik),
  • Michael Goldbrunner (Schießen),
  • Marcus Groß,
  • Carola Schmidt,
  • Kostja Stroinski (alle Kanu-Rennsport).

Hintergrundinformation
Seit 1999 werden in der Bundespolizeisportschule Kienbaum im Auftrag des Bundesministeriums des Innern hochtalentierte Nachwuchssportlerinnen und -sportler zu Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten des mittleren Polizeivollzugsdienstes ausgebildet und sportlich gefördert. Die Athletinnen und Athleten erhalten parallel zur professionellen Ausübung ihres Spitzensports eine dauerhaft gesicherte berufliche Perspektive über das sportliche Karriereende hinaus (duale Karriereplanung).

Derzeit werden bis zu 75 Sportlerinnen und Sportler in neun olympischen Sommer- und Ganzjahressportarten betreut: Judo, Kanu-Rennsport, Kanu-Slalom, Leichtathletik, Radsport, Rudern, Bogenschießen, Schießen und Turnen.

(Bundespolizei/EB)