Europameisterschaften
EM-Qualifikation Armbrust 30m München: Die EM kann kommen!
Am vergangenen Wochenende trafen sich die besten deutschen Armbrustschützen, um in der Disziplin Armbrust 30m die Teilnehmer für die Anfang August im französischen Châteauroux stattfindende Europameisterschaft zu ermitteln. Es wurden hochklassige Resultate erzielt, trotz drückender Hitze. „Das macht Mut für die EM“, so der Bundesreferent Armbrust, Reiner Lützenkirchen. „Besonders positiv überrascht haben mich die Junioren (U23), aber in allen Klassen werden wir bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden können.“

Angesichts der Temperaturen und des zum Teil recht kräftigen Windes waren die Bedingungen nicht einfach in Garching-Hochbrück. Bei den Herren konnten nicht unerwartet die „Big Three“ am besten hiermit umgehen. Louis Fürst, Marius Klöckers und Simon Eiglsperger, die jüngst als Team Deutschland bei der Armbrust 10m einen neuen deutschen Rekord von 1184 Ringen aufgestellt haben, setzten sich durch und werden die deutschen Farben erneut als Team vertreten. Erster unter Gleichen war Louis Fürst, der in drei famosen Durchgängen insgesamt 1702 Ringe erzielte. Es folgten Marius Klöckers mit 1672 Ringen und Simon Eiglsperger mit 1663 Ringen. Nur knapp geschlagen musste sich der viertplatzierte Benjamin Hügler mit 1656 Ringen.
Bei den Junioren (U23) hat sich die intensive Trainingsarbeit des Frühjahrs ausbezahlt. Die Leistungssprünge im Vergleich zur Sichtung im April waren immens. Dies gilt für alle drei Erstplatzierten. Denkbar knapp vorneweg Elias Stelzl mit 1630 Ringen, gefolgt von Raphael Witt mit ebenfalls 1630 Ringen. Die Drittplatzierte, Lea Sophie Beneke aus Lübeck, kam mit 1604 Ringen über die Ziellinie. Ebenso wie Elias Stelzl wird sie bei der EM einen Doppelstart, 10m und 30m, haben.
Bei den Senioren (über 45 Jahre) war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Schuss. Vor dem Kniend-Anschlag im dritten und letzten Durchgang, also nach bereits 150 Schuss, lagen fünf Schützen nur acht Ringe auseinander. Die Stabilität im Kniend-Schießen würde entscheidend sein, und hier setzte sich Karl-Heinz Blumtritt mit insgesamt 1623 Ringen durch. Zweitplatzierter wurde der mehrfache Welt- und Europameister Gebhard Fürst mit 1620 Ringen. Das letzte Ticket ging an Matthias Wübbe, der mit starken 281 Ringen kniend ausschoss und so auf 1619 Ringe kam.

Nochmals Reiner Lützenkirchen: „Die Witterungsbedingungen bei der EM werden ähnlich sein wie an diesem Wochenende – ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet.“ Er und das gesamte deutsche Team fahren jedenfalls mit großer Vorfreude zu den Wettkämpfen, die auf der Olympiaschießanlage im Süden von Paris ausgetragen werden.
