International

Erfolge für paralympische Schützen und Silbermedaille für Michael Heise mit der Freien Pistole

10.05.2017 11:37

Der Auftakt zum International Shooting Competition (ISCH) in Hannover wurde von den paralympischen Sportschützen bestimmt. Hier konnten die Deutschen einige Erfolge erzielen. Die Ausnahme war die Entscheidung in der olympischen Disziplin Freie Pistole.

Dort sorgte Michael Heise (München) gleich für den ersten DSB-Medaillengewinn. Heise holte mit 230,2 Ringen Silber und musste sich lediglich dem Litauer Voitukevicius Pavelas um gerade drei Zehntel geschlagen geben. Bronze ging an den Inder Deepak Sharma mit 205,0 Ringen. Im Mannschaftswettbewerb war Deutschland beim Sieg von Indien mit 1650 Ringen nicht vertreten.

Die behinderten Pistolenschützen feierten ihren größten Erfolg mit der Sportpistole der Schadensklasse (SH) 1 im Mixed mit ihrem Mannschaftssieg. Frank Heitmeyer, Jürgen Weiß und Andrea Busch trafen 1615 Ringe und lagen damit klar vor Polen und Tschechien mit 1594 und 1575 Ringen. Im Einzel hatte es Heitmeyer ins Finale geschafft und belegte dort mit 14 Treffern Platz fünf. Der Ukrainer Leksil Denjsoiuk siegte mit 29 Hits. Jürgen Weiß und Andrea Busch kamen mit jeweils 528 Ringen auf die Ränge 19 und 20.

Eine weitere Bronzemedaille sicherte sich das deutsche Team in gleicher Besetzung mit der Luftpistole Mixed in der SH1. Mit 946 Ringen landete es hinter Tschechien und Polen mit 992 und 967 Ringen. Im Einzel belegten Heitmeyer, Busch und Weiß beim Sieg von Oleksii Denjsiuk (Ukraine) mit 361 Ringen mit 341, 312 und 293 Ringen die Plätze fünf, 14 und 18.

Mit der Freien Pistole Mixed SH1 hatte es beim Sieg des Serben Rastko Jokic mit 222,0 Ringen kein Deutscher ins Finale geschafft. Jürgen Weiß und Frank Heitmeyer trafen 494 und 493 Ringe und wurden 25. und 26. Den Teamwettbewerb gewann Ungarn mit 1554 Ringen.

Den größten Erfolg der deutschen Paralympischen Gewehrschützen landete Elke Seeliger mit ihrem Bronzegewinn nach 428,5 Ringen mit dem Sportgewehr der SH1. Nur die Slowakin Veronika Vadovicova und die Britin Lorraine Lambert waren mit 459,0 und 440,3 Ringen besser. Manuela Schmermund konnte ihren Wettbewerb nicht beenden und musste nach 55 der 60 Schüsse mit 501 Ringen aufgeben und wurde damit Sechste.

Vadovicova hatte schon den Liegendwettbewerb Mixed der SH1 mit 251,5 Ringen gewonnen. Manuela Schmermund war hier mit 611,9 Ringen als Zwölfte beste Deutsche. Norbert Gau und Elke Seeliger landeten mit 597,8 und 591,3 Ringen auf den Rängen 28 und 35. Als Team belegte das Trio Platz fünf mit 1805,5 Ringen, Großbritannien gewann mit 1842,4 Ringen.

Josef Neumaier war einziger Deutscher mit dem Freien Gewehr der SH1 und kam mit 1110 Ringen auf Platz elf. Den Einzelsieg holte sich der Serbe Laslo Suranji mit 460,5 Ringen, als Mannschaft siegte die Ukraine mit 3394 Ringen. Im Liegendkampf der SH1 kam Norbert Gau als Zwölfter mit 633,6 Ringen nahe ans Finale. Josef Neumaier wurde mit 626,1 Ringen 28. Einzelgold ging mit 256,2 Ringen an Jarkko Mylly (Finnland), Teamgold mit 1906,7 Ringen an die Slowakei.

Zwei Entscheidungen gab es auch in der SH2. Im Luftgewehr-Stehendwettbewerb gewann Wasil Kowalschuk (Ukraine) mit 255,6 Ringen. Bester Deutscher war als 25. Bernd Schott mit 613,5 Ringen. Petra Marcklein-Pass und Simone Gocke-Fox belegten mit 611,3 und 597,0 Ringen die Plätze 28 und 32. Teamgold ging mit 1886,4 Ringen an Italien.

Im Mixed-Liegendkampf gewann der Ukrainer Kowalschuk mit 622,3 Ringen erneut. Bester Deutscher war Leopold Rupp mit 613,1 Ringen als Achter. Tim Focken als Zehnter mit 609,9 Ringen landete knapp dahinter. Bernd Schott und Swen Hahn trafen 605,3 und 604,2 Ringe und wurden 14. und 16. Damit gewann Deutschland in der Besetzung Focken, Schott und Hahn Silber mit 1819,4 Ringen hinter Italien mit 1834,2 Ringen.