International

Erfolgreicher Auftakt für Deutschland bei EM in Györ

25.03.2004 00:00

Der Auftakt bei den Europameisterschaften für Druckluftwaffen in Györ (Ungarn) war aus deutscher Sicht äußerst erfolgreich. Drei Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen hieß die positive Bilanz für den Deutschen Schützenbund am ersten Tag. Der Olympiasieger von 1992 in Barcelona, Michael Jakosits (Homburg/Foto Mitte), gewann den nichtolympischen Wettbewerb Laufende Scheibe Mixed. Seine 386 Ringe waren nach Abschluss der Wettkämpfe das beste Ergebnis der gesamten Konkurrenz.

 

Emil Andersson (Foto links) und Niklas Bergström (beide Schweden/Foto rechts) mussten mit 385 Ringen in ein Stechen, eher Andersson seinen Landsmann bezwingen konnte und sich Silber sichern konnte. Manfred Kurzer (Frankfurt/Oder) wurde 17. mit 375 Ringen, Marko Schulze (Neufahrn) belegte mit 371 Ringen Platz 24. Mit 1132 Ringen wurde das DSB-Team Vierter hinter Ungarn (1136), der Ukraine und Tschechien (beide 1135).
 
Der Kommentar von Bundestrainer Reinhard Rüger: "Michael konnte die starke Leistung, die er schon im Trainingslager gezeigt hatte, heute im Wettkampf voll umsetzen. Seine Gleichmäßigkeit in allen Serien brachte schließlich den Erfolg."
 
Der zweite Titel in der Laufenden Scheibe ging heute an das Juniorenteam des Deutschen Schützenbundes in der Besetzung Martin Jahn (Erfurt/Foto links), Nils Poltermann (Kühnhausen/Foto Mitte) und Peter Willert (Elxleben/Foto rechts). Das Trio siegte mit 1118 Ringen vor Russland (1117) und der Ukraine (1105).
 
Im Einzelwettbewerb wurde Martin Jahn Fünfter mit 374 Ringen, Peter Willert, der heute seinen 20. Geburtstag feierte, belegte mit 373 Ringen Rang sieben und Nils Poltermann kam mit 371 Ringen auf den 11. Platz.
 
Die Damen und Juniorinnen waren nicht auf Medaillenplätzen zu finden. Vierter Platz im Mannschaftswettbewerb der Juniorinnen war das beste Resultat, die Damen wurden Fünfte. Im Einzelwettbewerb war Anja Schumann (Torgau) beim Nachwuchs die Bestplatzierte mit ihrem sechsten Platz und 356 Ringen. Anne Weigel (Düren) wurde mit 349 Ringen Zehnte und Christine Dossler (Ansbach) kam mit 343 Ringen auf Platz 13.
 
Silke Johannes (Braunschweig) war mit 369 Ringen beste DSB-Schützin bei den Damen, Daniela Faust (Großenlüder) schaffte 360 Ringe und damit den 12. Platz. Elke Herkt (Suhl) komplettierte das deutsche Trio schließlich mit Platz 19 und 331 Ringen.
 
Gleich im zweiten Wettbewerb der gesamten Veranstaltung gab es Gold für den Deutschen Schützenbund. Die Juniorinnen mit dem Luftgewehr waren in der Besetzung Beate Gauß (Ammerbuch/Foto Mitte), Jessica Kregel (Hemslingen/Foto rechts) und Eva Schmitz (Wesel/Foto links) als Mannschaft das Maß aller Dinge und siegten überzeugend mit insgesamt 1180 Ringen vor Russland mit 1174 Ringen und den Juniorinnen aus Italien, die auf 1172 Ringe kamen.
 
„Wir haben uns alle wahnsinnig gefreut über diesen Sieg. Erwarten konnte man das hervorragende Mannschaftsergebnis sicher nicht, denn mit Jessica Kregel und Eva Schmitz waren zwei Schützinnen am Start, die in ihrer jungen Karriere noch nie an einem vergleichbaren internationalen Wettkampf wie Welt- und Europameisterschaften teilgenommen hatten,“ so Nachwuchs-Bundestrainerin Claudia Kulla nach Bekanntgabe des offiziellen Ergebnisses, das den drei jungen Damen die Gewissheit auf die Goldmedaille brachte.
 
Im Einzelwettkampf gingen Beate Gauß und Jessica Kregel mit jeweils 394 Ringen ins Finale, während Eva Schmitz mit 392 Ringen als Neunte die Endrunde knapp verpasste.
 
Es war ein hochspannendes Finale, in dem die beiden jungen deutschen Schützinnen eine hochklassige Leistung zeigten. Die Russin Anna Melanschenko, die als Führende in diese Endrunde gegangen war, verpatzte den Beginn völlig und fiel schnell zurück. Beate Gauß und Jessica Kregel eröffneten, nach 394 Ringen im Vorkampf, beide mit einer 10.4, während die große Konkurrentin Sabrina Sena (Italien), die mit einem Ring Vorsprung vor den beiden DSB-Vertreterinnen in das Finale gegangen war, eine 10,7 zeigte.
 
Nach dem dritten Schuss war Beate Gauß nur noch 0,3 Ringe hinter der Italienerin zurück, die aber zu Mitte des Finales ihren Vorsprung wieder auf 1,1 Ringe ausbauen konnte, weil Beate Gauß sich im vierten eine 9,9 und im fünften Schuss eine 10,1 erlaubte.
 
Im siebten Durchgang schoss Sena eine 9,5, die große Chance für Beate Gauß, die jedoch mit einer 10,0 die Italienerin nicht entscheidend unter Druck setzen konnte, denn der Abstand betrug weiterhin 0,7 Ringe. Jessica Kregel kam in der Schlussphase wieder an Beate Gauß heran und konnte im vorletzten Schuss mit ihrer Mannschaftskollegin gleichziehen.
 
Sabrina Sena beendete ihr Finale mit einer 10,5 und damit gab es keine Zeweifel an der Siegerin, die auf insgesamt 498,0 Ringe kam. Mit einer 10,7 gegenüber einer 9,9 ließ Jessica Kregel Beate Gauß hinter sich. Das Endresultat: Jessica Kregel 497,2 Ringe und Beate Gauß 496,4 Ringe. Eine glänzende Vorstellung der beiden DSB-Nachwuchsschützinnen und am Ende jubelte die deutsche Delegation – Jessica Kregel und Beate Gauß hatten für den Deutschen Schützenbund Silber und Bronze gewonnen.
 
Die deutsche Junioren-Mannschaft mit der Luftpistole in der Besetzung Martin Dahm (Ettringen/Foto Mitte), Tobias Steinberger (Traunstein/Foto links) und Matthias Laufer (Aalach/Foto rechts) gewann heute morgen die erste Medaille für den Deutschen Schützenbund bei den Europameisterschaften für Druckluftwaffen in Györ (Ungarn). Ihre 1712 Ringe bedeuteten den dritten Platz und damit die Bronzemedaille hinter dem neuen Europameister Serbien und Montenegro (1716 Ringe) sowie Weißrussland (1715 Ringe).
 
Martin Dahm erreichte mit 575 Ringen im Einzelwettbewerb als Vierter nach dem Vorkampf das Finale der besten Acht. Er konnte sich in der Endrunde aber nicht weiter verbessern und beendete seinen Wettkampf nach 95,5 Ringen im Finale schließlich mit 670,5 Ringen auf dem siebten Platz. Neuer Europameister wurde Alexei Gnidschenko (Russland/678,5 Ringe) vor Josef Prochazka (Tschechische Republik/677,1) und Dimitrije Grgic (Serbien und Montenegro/675,2).
 
Im Auftaktwettbewerb dieser Veranstaltung verpasste Tobias Steinberger nur durch die schlechtere letzte Serie diese Endrunde, denn zwei weitere Konkurrenten erzielten ebenfalls 572 Ringe und zogen in das Finale ein, während der Bayer durch seine 93-er Serie zum Ende des Wettkampfs auf den neunten Rang kam. Matthias Laufer belegte mit 565 Ringen Platz 21.
 
In der Luftpistole der Juniorinnen kamen die Schützinnen des DSB nicht in die Nähe von Medaillen. Nina Recker (Wetschen) war nach Abschluss des Wettkampfes mit dem 21. Rang und 369 Ringen die Bestplatzierte in dieser Disziplin. Knapp dahinter Anett Müller (Oberndorf) auf Platz 24 mit 368 Ringen und noch einmal einen Ring weniger hatte Antje Noeske (Neubrandenburg), die mit 367 Ringen auf den 27. Platz kam.
 
Ljubow Jaskewitsch gewann mit insgesamt 478,2 Ringen vor Anastasia Poljakowa (beide Russland), die nur hauchdünn mit 478,1 Ringen das Nachsehen hatte, und Brankica Zaric (Serbien und Montenegro), die für 477,1 Ringe die Bronzemedaille überreicht bekam.
 
In der Mannschaftswertung belegte das DSB-Trio mit 1104 Ringen den achten Platz. Hier siegte Russland (1131 Ringe) vor Serbien und Montenegro (1126 Ringe) und der Tschechischen Republik (1121 Ringe).
 
Alle bisherigen Ergebnisse der EM in Györ finden Sie hier.