International

Erste DSB-Medaille bei Europaspielen durch Barbara Engleder

16.06.2015 11:33

Barbara Engleder (Triftern/Foto nach dem Finale mit Bundestrainer Claus-Dieter Roth) hat bei den Europaspielen in Baku (Aserbaidschan) die erste Medaille für den Deutschen Schützenbund gewonnen. Die 32-jährige Sportsoldatin holte mit dem Luftgewehr und 186,0 Ringen im Finale die Bronzemedaille.

Mit 416,1 Ringen war die Weltmeisterin von München 2010 mit dem Sportgewehr als Dritte in die Endrunde gegangen. Es war ein spannender Finalverlauf, in dem Barbara Engleder zunächst den zweiten Rang belegte, dann aber Sarah Hornung (Schweiz) vorbei ziehen lassen musste und sogar nach dem zwölften Schuss auf Rang fünf zurückfiel, wo sie gegen das Ausscheiden kämpfte.

Sie kam jedoch in den Wettkampf zurück, kletterte zunächst auf Position drei, schaffte kurzfristig sogar den Silberrang, um dann doch der Schweizerin das glücklichere Ende zu lassen. „Ich hätte das hier nicht so erwartet", sagte Barbara Engleder nach dem Finale, "diese Europaspiele kommen schon sehr nah an Olympische Spiele heran. Deshalb ist diese Medaille toll, und ich ordne sie gleich unter der Weltmeisterschafts-Medaille von 2010 ein. Es ist einfach phantastisch, hier zu gewinnen.

Auch deshalb, weil das ganz und gar nicht zu erwarten war. Eigentlich sind wir mitten im Kleinkaliber-Training, und wir sind mehr draußen als drinnen. Dass es so phantastisch läuft, ist ein absolut tolles Ding, und ich freue mich riesig darüber.

Ich freue mich auch für das ganze Team, hier mit Bundestrainer Claus Dieter Roth, auch im Verein und bis zu meinem kleinen Sohn, der daheim gut versorgt ist. Wenn es jetzt noch bei der Europameisterschaft (im Juli in Maribor) im Kleinkaliber so gut klappt, dann war das ein richtig, richtig gutes Jahr. Mal sehen, was dann bei Olympia daraus wird.“

Ganz vorne während des gesamten Finales war Andrea Arsovic (Serbien). Die Schützin aus Serbien siegte mit 207,8 Ringen zum Schluss aber nur hauchdünn vor Sarah Hornung, die mit 207,7 Ringen Zweite wurde. Lisa Müller (Weingarten) belegte mit 411,3 Ringen den 24. Platz.

In der ersten Entscheidung des heutigen Tages, Luftgewehr der Herren, konnte sich Michael Janker (Hofstetten) mit 625,9 Ringen als Achter für das Finale qualifizieren. Nach den ersten beiden Serien dort lag er noch im hinteren Mittelfeld. Nach einer 9,3 und einer 10,5 konnte er zwar noch Sergi Kulisch (Ukraine) hinter sich lassen, doch nach einer 9,1 sowie einer 10,3 musste er mit 101,1 Ringen im Finale als Siebter ausscheiden.

Mit 206,6 Ringen holte sich Witali Bubnowitsch (Weißrussland) die erste Goldmedaille dieser Spiele im Sportschießen. Niccolo Campriani (Italien) kam knapp dahinter 206,4 Zählern auf den zweiten Platz vor Sergey Richter (Israel), der mit 185,5 Ringen die Bronzemedaille gewann.

Julian Justus (Homberg/Ohm), der zweite Starter des Deutschen Schützenbundes in diesem Wettbewerb, verpasste nur knapp das Finale und wurde mit 625,0 Ringen auf Platz zehn notiert.

Die amtierende Weltmeisterin von Granada (Spanien) 2014 im Trapschießen, Katrin Quooß (Heiligengrabe/Foto), musste nach Durchgängen von 23, 22 sowie optimalen 25 Treffern in ein Stechen um den Eintritt in das Finale der besten Sechs. Gleich sechs Schützinnen bewarben sich dort um zwei noch freie Startplätze.

Die Norddeutsche schaffte es diesmal nicht bis ganz nach vorne, schied im Stechen aus und belegte den neunten Rang. Jana Beckmann (Magdeburg) kam mit 63 Treffern und Serien von jeweils 21 getroffenen Scheiben auf den 18. Platz.

Fatima Galvez (Spanien) gewann die Goldmedaille durch einen 13:11-Erfolg über Arianna Perilli (San Marino). Die Bronzemedaille ging mit 14:11 an Elena Tkach, die in einem Duell zweier Mannschaftskolleginnen Tatjana Barsuk (beide Russland) bezwang.

Diese Seite wird nach der dritten Entscheidung des heutigen Tages, Trap Damen, am frühen Abend aktualisiert.

Die Ergebnisse der Europaspiele in Baku finden Sie nach Abschluss der Wettbewerbe über diesen Link.

Foto 1 in Originalgröße

Foto 2 in Originalgröße

Foto Engleder: Jörg Stratmann/DOSB
Foto Quooß: DOSB