Weltcup

Erste Weltcupmedaille in Athen durch Christian Lusch

26.04.2004 00:00

Christian Lusch (Bühl-Eisental/Foto) sorgte für die erste Medaille des DSB beim Weltcup auf der Olympiaschießanlage in Athen. Im Liegendschießen erreichte der 23-jährige Gewehrschütze mit insgesamt 699,8 Ringen den dritten Platz und bekam dafür die Bronzemedaille überreicht.

 

Mit 596 Ringen ging Christian Lusch zunächst als Vorkampfzweiter in das Finale, wo er 103,8 Ringe folgen ließ. Nur drei Zehntelringe vor dem jungen Deutschen lag am Ende Thomas Tamas (USA), der als Vorkampfdritter wie Lusch auf 596 Ringe kam, allerdings im Finale mit 104,1 Ringen etwas besser abschnitt und mit 700,1 Ringen schließlich Zweiter in der Gesamtwertung wurde.
 
Nicht zu schlagen war heute jedoch Guy Starik (Israel), der als Führender mit 597 Ringen den Vorkampf beendete und auch im Finale mit 104,7 eine Klasseleistung bot. Mit 701,7 Ringen war ihm der Sieg nicht zu nehmen. Die weitere Platzierung der deutschen Gewehrschützen: Maik Eckhardt (Dortmund) kam mit 594 Ringen auf den zehnten Rang und Swen Schuller (Berglen) belegte mit 593 Zählern Rang 16.
 
Im Doppeltrap der Damen, der zweiten Entscheidung des heutigen Tages, kam keine deutsche Schützin in das Finale der besten Sechs. Susanne Kiermayer (Kirchberg), die Olympiazweite von Atlanta 1996, erzielte 93 Treffer und wurde Achte. Zur Teilnahme an der Endrunde wären 96 getroffene Scheiben notwendig gewesen. Sonja Scheibl (Itzstedt) kam auf 91 Treffer und wurde mit diesem Resultat auf dem 12. Platz notiert.
 
Einen Doppelsieg gab es für China, denn Lin Wang siegte mit 137 Treffern vor Qingnian Li, die zum Schluss 133 Treffer auf ihrem Konto hatte. Der dritte Rang ging mit 132 Treffer an Pia Hansen (Schweden).
 
Alle drei Herren des Deutschen Schützenbundes haben heute die Elimination in der Freien Pistole erfolgreich passiert. Artur Gevorgjan (Bremen-Bassum/Foto) erzielte 560 Ringe, Abdullah Ustaoglu (Riegel) kam auf 558 Zähler und Frank Seeger (Wolfsburg) lag noch einmal zwei Ringe dahinter und erzielte 556 Ringe. In diesem Wettbewerb fällt die Entscheidung am morgigen Dienstag.
 
DSB-Sportdirektor Heiner Gabelmann mit einem ersten Kommentar zur Olympiaschießanlage, die im Vorfeld der Veranstaltung zu einigen Bedenken seitens der Fertigstellung Anlass gab: „Der Weltcup wurde bisher unter regulären Bedingungen absolviert. Es gibt keine Abstriche, was den Bauzustand der Anlage oder aber die Technik betrifft. Da kann ich zunächst einmal beruhigen. Es gab ein paar kleine Mängel am Rande, so zum Beispiel bei den Helfern, denen vor allem in den Finals noch ein wenig die internationale Routine fehlt, aber das hatte keine Auswirkungen auf die Ergebnisse und wird bis August zu den Olympischen Spielen sicher auch abgestellt sein. Allerdings ist die Anlage witterungsanfällig vor allem gegen Wind, denn der Stand liegt auf einer Anhöhe. Wir hatten aber schlechtes Wetter bisher, es war nass und windig. Sehr Positiv aufgefallen ist dagegen die Organisation der Ausrichter in den Bereichen Unterkunft und Transport, wo es nichts einzuwenden gab und die Freundlichkeit der Menschen hier ist ja bestens bekannt.“
 
Alle Ergebnisse vom vorolympischen Weltcup in Athen finden Sie hier.