Weltmeisterschaften

Es "regnete" Weltekorde bei strahlendem Sonnenschein

17.08.2012 17:21

Im Einzelwettbewerb Tanegashima Replika über 50 Meter stehend mit dem Luntenschlossgewehr gelang Walter Massing (Ginsheim/Foto) die Einstellung des Weltrekords von 100 Ringen. Mit dieser Leistung holte er die Goldmedaille.

Silber, mit nur einem Ring Unterschied, ging an seinen Kollegen aus dem deutschen Team, Thomas Baumhakl (Asslar). Allerdings musste dieses Ergebnis zwischen Baumhakl und dem Schweizer Hans-Peter Rüfenacht wegen gleicher Ringzahl anhand des schlechtesten Schusses ausgewertet werden. Dabei wird die geringere Nähe zur Scheibenmitte betrachtet.

 

Auch mit dem Team holte Walter Massing zusammen mit Peter Käpernick (Waakirchen) und Leonhard Brader (Fischbachau) im Wettbewerb Nagashino, der sich aus dem Einzelwettbewerb Tanegashima Replika ergibt, den Weltmeistertitel und einen neuen Weltrekord mit 295 Ringen. Damit lag das Team 3 Ringe über dem alten Rekord.
Frankreich belegte mit 284 Ringen Platz 2 vor den Niederlanden mit 274 Ringen.

Peter Käpernick belegte in der Einzelwertung Tanegashima Replika Platz 4 mit 98 Ringen vor Leonhard Brader mit 97 Ringen. Frank Börtzler (Rutsweiler) kam auf Rang 6 mit 87 Ringen, der 8. Platz ging an Wolfgang Virsik (Würzburg) mit 96 Ringen. Sigfried Jungwirth (Horgau) kam in der Gesamtwertung mit 94 Ringen an 10. Stelle und schließlich Petra Leonhardt (Dreieich) mit ebenfalls 94 Ringen auf den 12. Platz.

Eine weitere Medaille holte das Team mit Armin Grübl (Niederwinkling), Franz Lotspeich (Söhnstetten) und Frank Waidner (Keltern) im Wurfscheibenwettbewerb Batesville. Mit 139 Treffern sicherte sich die DSB-Mannschaft Silber und übertraf den bisherigen Weltrekord von 137 Treffern.
Weltmeister und neuer Weltrekordhalter wurde am Ende jedoch Großbritannien mit 145 Treffern. Bronze ging an die Spanier mit 128 Treffern.

Im Einzelwettbewerb Lorenzoni Replika stellte Armin Grübl mit 48 Ringen den Weltrekord ein und sicherte sich damit die Goldmedaille vor seinem Teamkollegen Franz Lotspeich, der mit 46 Treffern seinen 2. Platz erst noch in einem Shoot off gegen den Franzosen Guy Vigouroux erkämpfen musste. Frank Waidner belegte mit 45 Treffern Rang 5 in der Gesamtwertung.

Auch im Wettbewerb Hawker, mit Steinschlossflinten geschossen, fiel ein neuer Weltrekord. Mit 127 Treffern, 3 Treffer über dem alten Rekord, stellten Deutschland und Spanien einen neuen Rekord auf. Treffergleich entschied am Ende die längste durchgehende Trefferstrecke über die Platzierungen 1 und 2. Gold ging schlussendlich an Spanien, Deutschland sicherte sich die Silbermedaille. Den dritten Platz auf dem Siegerpodest nahm Großbritannien mit 119 Treffern ein.

Mit dem Perkussionsrevolver über 25 Meter im Wettbewerb Mariette holte Martin Kloke (Hemsbach) Bronze, nachdem auch hier mal wieder die geringste Entfernung zur Scheibenmitte über die endgültige Platzierung unter vier Schützen entscheiden musste. Alle hatten ihren Wettkampf mit 96 Ringen abgeschlossen.
Die Goldmedaille ging an den Schweden Mikael Lundberg mit 98 Ringen, Radim Hladky aus Tschechien gewann mit 97 Ringen Silber.

Im Mannschaftswettbewerb Peterlongo belegte das deutsche Team mit Karl Hamman (Neustadt, 95 Ringe), Jörg Klock (Reinheim, 89 Ringe) und Rita Pamer (Warngau, 95 Ringe) mit 279 Platz 3 Ringen auf dem Siegertreppchen.
Den Titel holte die Slowakei mit 281 Ringen vor Schweden mit ebenfalls 281 Ringen.

Ein weiterer Weltrekord gelang Frank Börtzler (Rutsweiler) im Einzelwettbewerb Maximilian Replika mit dem Steinschlossgewehr über 100 Meter liegend. Er überbot den bisherigen Weltrekord von 96 Ringen um einen Ring und sicherte sich damit die Goldmedaille. Seine Mitstreiter aus dem deutschen Team Walter Massing (Ginsheim) und Thomas Baumhakl (Asslar) zogen mit ihm auf das Siegerpodest. Walter Massing holte mit 95 Ringen Silber, Platz 3 ging mit 94 Ringen an Thomas Baumhakl.

In der Teamwertung wurden die DSB-Schützen Alfred Bailer (Eutingen, 93 Ringe), Günter Kunz (Dreieich, 91 Ringe) und Josef Mayr (Warngau, 90 Ringe) mit insgesamt 274 Ringen Weltmeister im Wettbewerb Lucca. Ihnen folgten die Schweizer mit 267 Ringen und Frankreich mit ebenfalls 267 Ringen.

Auch im Wettbewerb Hizadai Replika mit dem Luntenschlossgewehr über 50 Meter waren die deutschen Schützen erfolgreich. Leonhard Brader (Fischbachau) stellte den Weltrekord über 100 Ringe ein und gewann damit die Goldmedaille. Ihm folgte auf Platz 2 in der Gesamtwertung und mit nur einem Ring Unterschied Walter Massing (Ginsheim). Dritter wurde der Schweizer Hans-Peter Rüfenacht mit 98 Ringen.

Leonhard Brader, Walter Massing und Wolfgang Virsik holten als Team im Wettbewerb Hinawa mit 295 Ringen den Weltmeistertitel. Zweite wurden die Schweizer mit 292 Ringen vor Frankreich mit 285 Ringen.

Mit dem Luntenschlossgewehr über 50 Meter stehend im Wettbewerb Tanegashima Original konnte Günter Kunz (Dreieich) als einziger Deutscher am Start leider keine Medaille für sich verbuchen, er belegte mit 85 Ringen Platz 11.
Die Goldmedaille sicherte sich der Schwede Johan Karlsson mit 96 Ringen. Damit lag er nur einen Ring unter dem Weltrekord. Silber mit 92 Ringen ging an Jon Harper Smith aus Großbritannien, ihm folgte der Schweizer Urs Flury mit 90 Ringen an dritter Stelle.
Im dazugehörenden Mannschaftswettbewerb Nobunaga holte sich das Team aus Großbritannien mit 250 Ringen den Meistertitel. Mit nur einem Ring Unterschied belegten die Schweden Platz 2 vor Spanien mit 248 Ringen.

Der Wurfscheibenwettbewerb Lorenzoni Junioren mit der Perkussionsflinte fand ohne deutsche Beteiligung statt. Haley Cook aus Kanada gewann mit 23 Treffern Gold, sein Teamkollege Michael Ball holte mit 21 Treffern Silber. Der Schwede Jimmie Karlsson wurde mit 12 Treffern Dritter.

Auch Petra Leonhardt (Dreieich) startete heute als einzige Deutsche im Wettbewerb Maximilian Original, der auf 100 Meter liegend mit dem Steinschlossgewehr bestritten wird. Mit 85 Ringen kam sie an 8. Stelle in der Gesamtwertung. Sieger wurde hier der Brite Jon Harper Smith mit 90 Ringen. Nur knapp dahinter sicherte sich Emilio Barquin Villegas aus Spanien die Silbermedaille mit 89 Ringen. Bronze ging an den Tschechen Pavel Balak mit 88 Ringen.
Weltmeister in der Teamwertung, geführt unter dem Namen Wedgnock, wurde Großbritannien mit 259 Ringen, vor Spanien mit 237 Ringen und Italien mit 236 Ringen.
   

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