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Finale Armbrustliga 10m: Schwung mitnehmen für die EM
„Der Titel-Hattrick ist uns gelungen!“, freute sich der Teamleiter der SG Zaitzkofen, Christian Kauer. Es war das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Schützen Niedererlbach, die in den Vorkämpfen noch knapp die Nase vorn hatten. Aber im Finale drehte Zaitzkofen den Spieß um. In der Besetzung Elias Stelzl, Manuel Schmied, Jakub Novák, Raphael Witt und Kilian Fichtl setzten sie sich durch gegenüber den Schützen Niedererlbach, dem Bund München und dem SC Neuenkirchen.

Das jetzt am 25. Juli beim Bund München stattgefundene Finale der Armbrustliga war eine gute Gelegenheit, rund 10 Tage vor der EM im französischen Châteauroux nochmals einen „harten“ Wettkampf zu schießen. Zehn der 20 Teilnehmer werden sich auf den Weg nach Frankreich machen, um die jeweiligen Landesfarben zu vertreten. Das Leistungsniveau war entsprechend hoch, 15 Mal wurde die „Schallmauer“ von mindestens 390 Ringen erreicht.
Die SG Zaitzkofen ging mit dem Handicap an den Start, ohne ihre Nummer 1 auskommen zu müssen – Sandra Reimann war kurzfristig krankheitsbedingt ausgefallen. Aber der an die Pole-Position aufgerückte U23-Schütze Elias Stelzl konnte die großen Fußstapfen mehr als ausfüllen, mit 393 und 395 Ringen schoss er zwei famose Durchgänge. Nicht weniger überzeugend der erst dieses Jahr zur Armbrust gestoßene 23-jährige Kilian Fichtl an Position 2 mit 388 und 396 Ringen. Kilian kommt vom Vorderlader-Schießen, wo er bereits Weltmeister war.
„Das Bessere schlägt das Gute“, gratulierte sportlich fair der Teamchef der Schützen Niedererlbach, Thomas Aumann. Er selbst war mit 389 und 390 Ringen gut, ebenso wie Jolanda Prinz mit 390 und 392 Ringen, aber es gilt das Gesagte. Dem konnten sich die Teams vom Bund München und SC Neuenkirchen nur anschließen.

Tagesbester Schütze war der Münchner Simon Eiglsperger mit 394 und 396 Ringen. Bei Neuenkirchen überzeugten Marius Klöckers mit 390 und 391 Ringen sowie Moritz Blumtritt mit 389 und 393 Ringen.
Weil sich die Armbrust 10m Auflage immer größerer Beliebtheit erfreut, wurde auch in dieser Disziplin ein Final-Wettbewerb durchgeführt. „Spannend war´s! Und am Ende hatten wir das notwendige Quäntchen Glück“, fasste Helmut Rapp, der Teamchef der siegreichen SG Tittmoning das Geschehen treffend zusammen. Erst auf den letzten Schüssen konnte man das Team des Zweitplatzierten SSV Oberzwehren noch abfangen. Drittplatzierter ist die FSG Weilheim.
Der Leiter der Armbrustliga, Dr. Jochen Michaelis, war sichtlich zufrieden: „Die Organisation durch den Bund München war glänzend, der sportliche Niveau war herausragend.“ Wie bereits nach der Rangliste konstatiert – die EM kann kommen.
Bericht: Uni.-Prof. Dr. Jochen Michaelis
