International

Frauen gewinnen dreimal Weltmeisterschafts-Bronze

23.10.2008 00:00

Die deutschen Frauen haben bei den Weltmeisterschaften in der seit 2005 nichtolympischen Disziplin Laufende Scheibe im tschechischen Pilsen drei weitere Bronzemedaillen gewonnen. Daniela Faust aus Großenlüder wurde auf zehn Meter im Wettbewerb 30 plus 30 Dritte und gemeinsam mit Silke Abramovic aus Braunschweig und Elena Neff aus Berlin ebenfalls in der Mannschaftswertung Bronze, Neff führte sich glänzend in den neu geschaffenen Wettbewerb Medaillenmatch ein und wurde erneut Dritte.

Das Medaillenmatch wurde eigens bei der erstmals nur in diesem Wettbewerb ausgetragenen WM eingeführt , abgetrennt von den „großen“ ISSF-Weltmeisterschaften, um der Disziplin Laufende Scheibe zu größerer Attraktivität und damit Aufmerksamkeit zu verhelfen, auch um eventuell die Rückkehr ins Olympische Programm zu schaffen. Im Duell Eins gegen Eins geben die Kontrahenten jeweils maximal zehn Schüsse – steht bereits zuvor ein Sieger fest, wird die Begegnung abgebrochen – auf die Laufende Scheibe ab, der jeweils bessere Schuss wird mit einem Punkt belohnt, bei Gleichheit nach Zehntelwertung erhalten beide Sportler einen Zähler.

Bei den Damen gewann Elena Neff Bronze, nachdem sie ihre Kollegin Daniela Faust mit 6:5 im Kampf um Bronze besiegt und auf Rang vier verwiesen hatte. Es siegte die überragende Ukrainerin Galina Awramenko nach einem glatten 6:2 über die Russin Julia Eydenzon, nachdem sie zuvor im Halbfinale Elena Neff mit 6:3 besiegt hatte. Eydenzon setzte sich mit 6:5 aufgrund einer 10,3:10,1 im letzten Schuss gegen Daniela Faust hauchdünn durch.

 

Bei den Männern siegte der Schwede Emil Andersson glatt mit 6:1 gegen den Tschechen Miroslav Janus. Bronze ging durch ein 6:5 über den Schweden Niklas Bergström an den Ukrainer Wladislaw Prianischnikow.

Im klassischen 30 plus 30-Wettbewerb auf zehn Meter hatte Daniela Faust Bronze mit 370 Ringen gewonnen, während Elena Neff mit 368 Ringen auf dem vierten Platz gelandet war. Gemeinsam mit Silke Abramovic, besser unter ihrem Mädchennamen Johannes bekannt, gewann das Team mit 1096 Ringen Bronze hinter der Ukraine mit 1116 und Russland mit 1106 Ringen. Im Einzel gewann einmal mehr die Ukrainerin Awramenko mit 382 Ringen klar vor der Russin Eydenzon mit 377 Ringen. Abramovic kam mit 358 Ringen auf Platz neun.

 

Die deutschen Männer spielten bei der Medaillenvergabe im gleichen Wettbewerb keine Rolle. Beim Sieg des Ukrainers Prianischnikow mit 585 vor dem Tschechen Janus mit 579 und dem Schweden Bergström mit 578 Ringen landeten Marco Angermann (Erfurt) und Jan Busch (Homburg) mit jeweils 563 Ringen einträchtig nacheinander auf den Plätzen 21 und 22. Der dritte Deutsche, Tobias Schönsteiner aus Süßen, wurde mit 551 Ringen 25. In der Teamwertung reichte es damit unter acht Mannschaften nur zu Platz sieben. Die Ukraine gewann mit 1726 Ringen vor der Tschechischen Republik mit 1714 und Russland mit 1711 Ringen.

Bericht: Harald Strier

Fotos: Reinhard Rüger


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