Allgemeines

Gefährliche Kartuschen mit hoher Verletzungsgefahr im Umlauf

01.02.2008 00:00

Bereits im September des Jahres 2006 hatte der Deutsche Schützenbund auf Bitte des Unternehmens Anschütz eine Rückrufaktion zu definierten Fertigungslosen von Druckluftkartuschen gestartet. Diese Rückrufaktion wurde notwendig, da es zum Zerknall einer Druckluftkartusche im Waffenschrank eines Sportschützen gekommen war.

 

Seit dieser Zeit hat die Firma jedoch nur rund 60 Prozent der betroffenen Kartuschen aus dem Markt zurückerhalten. Dies bedeutet, dass noch rund 2.000 Stück im Besitz von Schützen sind, und eine erhebliche Gefährdung durch eine unzulässige Weiternutzung besteht. In der vergangenen Zeit sind auch weitere Kartuschen zerknallt und mittlerweile hat es in vier Fällen Personenschäden gegeben.

Im Rahmen der Produktbeobachtung und Qualitätssicherungsmaßnahmen hatte die J.G. Anschütz damals festgestellt, dass in einem bestimmten Fertigungslos materialbedingte Fehler an Druckluftkartuschen für Sportwaffen vorhanden sein können.

Diese Fehler können zu einem plötzlichen Ausfall der Aluminiumkartusche führen. Dabei können sich Manometer oder Füllventil aus der Kartusche lösen. Ernsthafte Verletzungen sind nicht auszuschließen und bereits erfolgt.

Aus Sicherheitsgründen ist eine Überprüfung und ggf. der Austausch der betroffenen Kartuschen durch den Hersteller dringend erforderlich. Die nachfolgend aufgeführten Kartuschenserien – ausschließlich bis zum Herstellungsjahr Dezember 2005 – können von diesem Mangel betroffen sein:

Die Aluminiumkartuschen sind fortlaufend nummeriert:

  • Kartusche, silber eloxiert, 430 mm lang: von 012947 bis 016846, Art.-Nr. 711.3415
  • Kartusche, rot eloxiert, 430 mm lang: von 002444 bis 002527, Art.-Nr. 711.3414
  • Kartusche, schwarz eloxiert, 430 mm lang: von 000006 bis 000053, Art.-Nr. 711.3413
  • Kartusche, Junior, 290 mm lang: von 001632 bis 002225, Art.-Nr. 711.3412

Die genannten Kartuschen dürfen ohne Überprüfung nicht mehr benutzt werden und sind sofort zu entleeren.

Bitte senden Sie die betroffene, drucklose Kartusche zur Überprüfung direkt an die Firma J.G. ANSCHÜTZ GmbH & Co. KG, Abt. Kartuschenüberprüfung, Daimlerstraße 12, 89079 Ulm, ein.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.