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Gesamtvorstand: Positive (Zukunfts-)Nachrichten aus Coburg
Einen Tag nach der Protektoratsübernahme durch Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha fand am 14. März in der Hochschule Coburg die DSB-Gesamtvorstandssitzung statt. Auf dieser gab es positive Nachrichten in den Bereichen Mitgliederentwicklung und Infrastruktur, zudem herrschte große Einigkeit bei den Themen Entwicklung der Sport-Software und der umfassenden Überprüfung der Verbandsstrukturen/-satzung.

DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels startete die Gesamtvorstandssitzung mit einem Blick zurück: „Die Ernennung von Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha zu unserem neuen Protektor des Deutschen Schützenbundes war wieder ein wichtiges Signal für uns, aber auch für die Öffentlichkeit, dass wir uns unserer Vergangenheit bewusst sind und gleichzeitig die Zukunft im Blick haben.“ Und um die Zukunft drehte sich in der Folge die weitere Sitzung. So vermeldete von Schönfels einen Mitgliederzuwachs um 0,55 Prozent – es war zum vierten Mal in Folge ein Aufwuchs – mit der Hoffnung, dass sich dieser Trend auch in den nächsten Jahren fortsetze. Eine äußerst positive Nachricht gab es zum Thema Sportinfrastruktur: „Die schon lange geplante 70m Bogensport-Halle in Berlin wird gebaut und das nun sehr zeitnah. Die Kosten werden komplett von Bund und Land getragen“, so der Präsident. Zusätzlich profitierten auch die Bundestützpunkte in München mit dem Neubau einer Multifunktionshalle und Suhl mit einem umfassenden Sanierungskonzept von der Infrastruktur-Offensive der Bundesregierung.
Im Sportbereich erläuterten Volker Kächele, DSB-Vizepräsident Sport, und Stefan Kiesewetter, Präsident des Niedersächsischen Sportschützenverbandes, den aktuellen Stand bei der Entwicklung einer Sport-Software für den DSB, die Landesverbände sowie deren Untergliederungen und Vereine. Bislang wurden drei Workshops zu den Themen Wettkampfvorbereitung, Wettkampfdurchführung und Wettkampfnachbereitung durchgeführt, zwei weitere folgen noch: „Die Arbeit ist sehr zielführend und produktiv, aber auch sehr komplex“, gab Kiesewetter Einblicke zum Wirken der eingesetzten Arbeitsgruppe. Nach den weiteren Workshops folgen das Erstellen des Pflichtenhefts und die Ausschreibung, ehe mit der Erstellung der Software begonnen werden kann.
Kächele erläuterte zudem Änderungen in der Sportordnung – z.B. die Aufnahme des Bogenlaufs und eine Klarstellung für Gewehr-Auflageschützen – und machte die Ankündigung, dass die Sportordnung ab 2027 auch als herunterladbare PDF-Version zur Verfügung gestellt werde.
Eine längere Diskussion entstand zum Thema „Installation einer Satzungs-Kommission“. Dazu hatten sich im Vorfeld Landesverbände und DSB-Präsidium bereits ausgetauscht, nun wurde das Ganze in Form gebracht mit dem Ziel einer umfassenden Überprüfung und inhaltlichen Weiterentwicklung der Satzung des DSB. Die Kommission besteht aus acht Personen – paritätisch mit von den Landesverbänden und vom DSB-Präsidium gewählten Vertretern besetzt. Eine Beschlussfassung der zu erarbeitenden Satzungsänderungen soll dann auf der Delegiertenversammlung im Rahmen des Deutschen Schützentages 2029 in Gotha erfolgen.
Vor dem Deutschen Schützentag an der DSB-Gründungsstätte in Gotha folgt im nächsten Jahr zunächst der 65. Deutsche Schützentag in Schwerin (29. April bis 2. Mai). Gerd Hamm, Präsident des Landesschützenverbandes Mecklenburg-Vorpommern machte mit seinen Informationen und einem Video Lust auf die Tage in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns.
