International

Glänzende Ergebnisse beim IWK in Barcelona

19.07.2004 00:00

Ausgezeichnete Ergebnisse erzielten die deutschen Schützinnen und Schützen beim Internationalen Wettkampf in Barcelona, der vier Wochen vor den Olympischen Spielen in Athen der letzte offizielle Wettbewerb für die deutschen Starter in den Disziplinen Gewehr und Pistole war.

 

Das herausragende Ergebnis in der Olympiastadt 1992 kam durch die amtierende Weltmeisterin Munkhbayar Dorjsuren (Moosach/Foto) in der Sportpistole zustande. Mit 592 Ringen im Vorkampf, der Weltrekord liegt nur zwei Zähler höher, zeigte sich die 35-jährige an dem Ort, wo sie vor 12 Jahren bei den Spielen in der katalanischen Metropole die Bronzemedaille erringen konnte, in bestechender Form.
 
Auch im Finale erzielte sie mit 102,0 Ringen das beste Ergebnis aller acht Konkurrentinnen und siegte am Ende ganz souverän mit insgesamt 694,0 Ringen vor Lenka Hykova (Tschechische Republik), die mit 684,2 Ringen den zweiten Platz belegen konnte und fast zehn Ringe Differenz auf Munkhbayar Dorjsuren aufwies. Auf Rang drei kam Pilar Fernandez Julian (Spanien) mit 683,8 Ringen.
 
Claudia Verdicchio (Freiburg), die als zweite deutsche Starterin im Aufgebot für diesen Wettkampf in Barcelona stand, wurde ebenso wie Doppelolympiasieger Ralf Schumann (Stockheim) für den Wettbewerb in der Schnellfeuerpistole geschont. Beide traten die Reise auf die iberische Halbinsel gar nicht erst an.
 
Nach ihrem zweiten Platz im Luftgewehr war Sonja Pfeilschifter (Eching) im Sportgewehr der Damen nicht zu bezwingen und siegte mit über einem Ring Vorsprung in diesem hochklassig besetzten Wettbewerb. 592 Ringe hieß das Vorkampfresultat für die Olympiavierte von Sydney und nach 96,7 Ringen im Finale stand Sonja Pfeilschifter mit insgesamt 688,7 Ringen auf dem obersten Treppchen.
 
Hinter Ljubow Galkina (Russland), die mit 687,6 Ringen auf den zweiten Platz kam und Agnieszka Staron (Polen), die für 681,3 Ringe mit der Bronzemedaille belohnt wurde, schlug sich Barbara Lechner (Triftern) auf Rang vier mit 678,5 Ringen ausgezeichnet und bestätigte die Leistungsstärke der deutschen Damen in dieser Disziplin.
 
Auch Maik Eckhardt (Dortmund/Foto links) hatte in Barcelona schon den Sieg vor Augen. Nach 1173 Ringen im Vorkampf und 100,3 Ringen im Finale wies er mit 1273,3 Ringen das gleiche Gesamtresultat auf wie der Silbermedaillengewinner im Luftgewehr von Sydney 2000, Artem Kadschibekow (Russland). Im Stechen hatte der in Deutschland gut bekannte Russe, er startet in der Bundesliga für den amtierenden Deutschen Meister SV Affalterbach, die Nase vorn. 10,3:9,2 hieß es nach dem Stechschuss für Artem Kadschibekow und dies bedeutete den hauchdünnen Sieg vor Maik Eckhardt, der sich jedoch ganz hervorragend geschlagen hatte.
 
Dritter wurde mit 1269,4 Ringen der Routinier Juha Hirvi (Finnland), Christian Lusch (Bühl-Eisental) erreichte ebenso das Finale der besten Acht und reihte sich mit 1261,2 Ringen (Vorkampf 1163 Ringe/Finale 98,2 Ringe) auf dem sechsten Rang ein.
 
Maik Eckhardt stand auch im Finale des 60-Schuss liegend Wettbewerbs und wurde hier mit 698,2 Ringen Achter, während Christian Lusch mit 594 Ringen Platz 11 belegen konnte. Sieger von Barcelona wurde Marco De Nicolo (Italien/702,4 Ringe) vor Artem Kadschibekow (701,8 Ringe) und Wolfram Waibel (Österreich/700,9 Ringe).
 
Abdullah Ustaoglu (Riegel) war bester Teilnehmer des Deutschen Schützenbundes in der Freien Pistole. Der Südbadener erzielte mit 562 Ringen im Vorkampf und 95,8 Ringen im Finale den siebten Rang bei einem Gesamtergebnis von 657,8 Zählern. Frank Seeger (Wolfsburg) wurde mit 551 Ringen 13. und Artur Gevorgjan (Bremen-Bassum) folgte mit 544 Ringen auf dem 15. Platz. Michail Nestrujew (Russland/667,9 Ringe) gewann diesen Wettkampf vor Francesco Bruno (Italien/667,3 Ringe) und Martin Tenk (Tschechische Republik/661,0 Ringe).
 
Weltmeister Marco Spangenberg (Oberwallmenach) konnte als einziger deutscher Teilnehmer nicht das Finale der besten Sechs in Barcelona erreichen und belegte zum Abschluss des Wettbewerbs im Gesamtergebnis mit 583 Ringen den achten Platz. Der Silbermedaillengewinner von Atlanta 1996, Emil Milev (Bulgarien/694,8 Ringe), siegte mit deutlichem Vorsprung vor Nik Marty (689,7 Ringe) und Toni Suter (beide Schweiz/688,8 Ringe).
 
Alle Ergebnisse vom Internationalen Wettkampf in Barcelona finden Sie hier.