Weltcup

Glanzvolles Debüt von Michelle Skeries

26.02.2017 17:15

Sie sollte sich langsam an die Weltspitze der Frauen herantasten, doch gleich meldete sie sich als neues Mitglied der internationalen Spitzenklasse an. Bei ihrem Weltcupdebüt in Neu Delhi (Indien) erreichte Michelle Skeries (Frankfurt/Oder, Foto) mit der Luftpistole gleich das Finale und wurde Sechste.

Die zweimalige Junioren-Europameisterin des Vorjahres zeigte schon in der Qualifikation eine Beständigkeit auf hohem Niveau. Nach hervorragendem Start mit einer 95er- und einer 97er-Serie fiel die 20-Jährige in den letzten Serien etwa ab und kam nach 94 und 93 Ringen auf insgesamt 379 Ringe. Damit lag sie gleichauf mit zwei weiteren Sportlerinnen, doch aufgrund der mit zehn höchsten Anzahl an Innenzehnern qualifizierte sie sich als Siebte für das Finale.

Michelle Skeries erwischte im Finale einen ordentlichen Start und lag nach 96,7 Ringen in den beiden Fünfer-Serien zu Beginn nach 96,7 Ringen auf Platz fünf. Bei den Einzelschüssen gab es zwar keine Fehler, doch es fehlte ihr das Glück, dass die Schüsse in die möglichst hohe Zehn flogen. Doch mit 154,4 Ringen sicherte sie sich den hervorragenden sechsten Rang.

Gold und Silber gingen an China. Yuemei Lin gewann mit 240,8 Ringen im Finale vor Mengxue Zhang mit 237,8 Ringen. Bronze sicherte sich Shun Xie Teo aus Singapur mit 217,4 Ringen.

Ebenfalls eine gute Leistung zeigte Doreen Vennekamp aus Ronneburg, doch es reichte nicht ganz für die Finalteilnahme. Nach Serien mit 96, 95, 90 und 93 Ringen kam die Junioren-WM-Teilnehmerin von 2014 insgesamt auf 374 Ringe. Nur aufgrund des Ausrutschers in Serie drei verfehlte sie das Finale um fünf Ringe und wurde 22.

Ganz knapp am Finaleinzug scheiterte André Link. Der Pforzheimer erreichte mit 1155 Ringen mit dem Freien Gewehr den elften Rang. Der Olympiateilnehmer von Rio ließ gleich in der Kniendposition mit 384 Ringen die Konkurrenz etwas davonziehen, war liegend mit 395 Ringen auf Augenhöhe, musste jedoch im abschließenden Stehendanschlag mit 376 Ringen wieder etwas abreißen lassen. Am Ende fehlten im vier Ringe zur Finalteilnahme.

Erneut gab es einen chinesischen Doppelsieg. Zicheng Hui gewann mit 454,2 vor Jan Sun mit 451,6 Ringen. Bronze sicherte sich der Schweizer Jan Lochbihler mit 440,2 Ringen.