Bundesliga

Gleich drei Spitzenteams messen in Kriftel ihre Kräfte

30.10.2009 10:59

Die Papierform gibt es vor: Drei Spitzenteams treffen in Kriftel aufeinander. Wenn das zweite Wettkampfwochenende in der hessischen Stadt unweit der Metropole Frankfurt (Große Schwarzbachhalle in der Bleichstr. 7-9, 65830 Kriftel) beginnt, reisen mit Bremen-Bassum, Fahrdorf und Braunschweig gleich drei von vier noch ungeschlagenen Teams an. Der Vierte im Bunde, der Sportbund Broistedt, tritt im zweiten Part im sächsischen Löbau beim Gastgeber PSV Neustadt / Sachsen an.

Viele Experten waren nach dem ersten Wochenende der Meinung, dass Fahrdorfer Starterfolge über Dresden und Neustadt nur Strohfeuer waren, dem als leicht angesehenen Startprogramm geschuldet. Am Samstag geht es mit Bremen-Bassum gleich gegen ein „Schwergewicht“ der Liga, da werden die Schleswig-Holsteiner selbst und auch der Rest der Liga wissen, wohin die Reise geht. Klar ist nur: Nach dem Wettkampf wird ein Team die ersten Minuspunkte aufweisen, das andere kann sich schon mal nach Zimmern in Coburg für das Finale umschauen.

Die Bassumer erwartet ohnehin ein hartes Wochenende, denn am Sonntag geht es mit der SG Braunschweig gegen ein Team, das ebenfalls bisher zweimal gewonnen hat und das sehr gefährlich aufgrund seiner Ausgeglichenheit auf gutem Niveau ist, für jeden Gegner. Diese Beständigkeit werden die Niedersachsen schon in die Waagschale werfen, wenn sie am Samstagabend gegen Gastgeber Kriftel antreten. Das Team von Trainer Detlef Glenz ist durch die knappen Niederlagen gegen Broistedt und Bassum unglücklich in die Saison gestartet, besitzt jedoch an jedem Tag das Potenzial, auch mit den Großen der Gruppe mitzuhalten. Mit im Team dürfte auch wieder Christian Reitz (Foto) sein, nachdem er sich Silber mit seiner eigentlichen Waffe, der Olympischen Schnellfeuerpistole, beim Weltcupfinale im chinesischen Wuxi gesichert hatte. Die Krifteler schließen das Wochenende in der heimischen Schwarzbachhalle auch gegen Fahrdorf ab – wenn die Hessen dann weiter punktlos sind, stünden sie bereits mit dem Rücken zur Wand im Kampf um den Klassenerhalt.

Mit Ausnahme von Vizemeister Broistedt wird in Löbau unweit der polnischen Grenze der Abstiegskampf im Vordergrund stehen. Die Gastgeber, als Aufsteiger zum Auftakt zweimal glatt bezwungen, wollen beweisen, dass sie zu Recht in der höchsten Liga angekommen sind. Doch das wird nicht einfach: Erst geht es gegen den fünffachen Meister Berlin, am Sonntag folgt mit Broistedt einer der Titelfavoriten.

Die Niedersachsen wiederum streben wieder Richtung Finale. Das Team um den engagierten Trainer Philip Bernhard hat vier Punkte auf der Kalkulation, denn am Samstag startet das Team um Spitzenschütze Hans-Jörg Meyer (Foto) gegen die PSSG zu Dresden. Gegen die beiden sächsischen Vereine gelten die Broistedter als klarer Favorit, und mit acht Punkten wären sie Richtung Finalteilnahme praktisch „durch“. Aber das ist nur die Rechnung, die Bilanz wird erst am Sonntagmittag gezogen.

Die Berliner fingen sich zum Auftakt zwar zwei Niederlagen ein, doch das Team hat das Potenzial für das Finale. Es muss diesen Anspruch jedoch unter Beweis stellen, und damit will es am Samstag gegen Neustadt beginnen. Ziel für das Wochenende ist, nach der Sonntagsbegegnung mit Dresden wieder ein ausgeglichenes Punktekonto aufzuweisen – da wartet harte Arbeit am Schießstand auf das renommierte Team aus der Hauptstadt. Dresden wiederum ist gegen Broistedt wie Berlin in der Außenseiterrolle – doch dass die Mannschaft in der Lage ist, den Favoriten ein Bein zu stellen, bewies sie zuletzt bei der unglücklichen 2:3-Niederlage gegen Braunschweig.

 

Bericht: Harald Strier

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Deutschen Schützenbundes.