International

Gold, Silber und Bronze beim Weltcupfinale in Bangkok

04.11.2008 00:00

Beim Weltcupfinale Gewehr und Pistole des Internationalen Schießsportverbandes (ISSF) in Bangkok hat Sonja Pfeilschifter (Ismaning/Foto) mit dem Sportgewehr die Goldmedaille gewonnen und nach Munkhbayar Dorjsuren (München) den zweiten Titel für die Auswahl des Deutschen Schützenbundes gesichert. Mit der Schnellfeuerpistole errang Christian Reitz (Kriftel) die Silbermedaille, Ralf Schumann (Stockheim) belegte den Bronzerang.

 

Sonja Pfeilschifter lag schon nach dem Vorkampf mit 590 Ringen auf dem Spitzenplatz. Die Olympiasiebzehnte von Peking in dieser Disziplin hatte nach 199 Ringen im Liegend-, 195 Zählern im Stehend- und 196 Ringen im Kniendschießen einen Ring Vorsprung vor Olga Dovgun (Kasachstan), die mit 589 Zählern als Zweite in das Finale ging. Dahinter betrug die Differenz drei Ringe auf Ljubow Galkina (Russland) und Wen Yin (China), die mit 586 Ringen aus der Qualifikation kamen.

Die Sportsoldatin aus Bayern erzielte in der Endrunde 98,8 Ringe und rettete mit insgesamt 688,8 Zählern ihren Vorsprung aus dem Vorkampf ins Ziel, denn Olga Dovgun schoss zwar mit 99,3 Ringen das etwas bessere Finale, konnte Sonja Pfeilschifter aber nicht mehr vom ersten Platz verdrängen.

Um die Bronzemedaille gab es ein Stechen, denn Ljubow Galkina und Wen Yin erzielten nicht nur die gleiche Ringzahl im Vorkampf, sondern lagen nach den zehn Finalschüssen mit jeweils 97,5 Ringen und einem Gesamtergebnis von 683,5 Ringen gleichauf. Mit 10,4:9,8 hatte die Russin, die in der Bundesliga für den SV Affalterbach an den Start geht, das bessere Ende für sich und gewann die Bronzemedaille.

Nach zwei hervorragenden Halbprogrammen von jeweils 295 Ringen ging der Olympiadritte von Peking, Christian Reitz, mit fünf Ringen Vorsprung in das Finale mit der Schnellfeuerpistole. Mit 590 Zählern verfehlte er damit seinen eigenen Weltrekord nur um einen Ring. Dahinter folgten Alexei Klimow (Russland) mit 585 Zählern und der dreimalige Olympiasieger und zweifache Silbermedaillengewinner Ralf Schumann, der nach 290 Ringen im ersten und 292 Ringen im zweiten Halbprogramm mit insgesamt 582 Zählern nach der Qualifikation auf Rang drei lag.

Alexei Klimow zeigte mit 204,7 Ringen jedoch ein überragendes Finale und konnte sich damit an dem jungen Deutschen noch vorbeischieben. Lediglich drei Mal stand bei dem Russen in dieser Endrunde eine Neun vor dem Komma und dies bedeutete am Ende die Goldmedaille.

Christian Reitz schoss mit 197,9 Ringen das zweitbeste Finale und gewann mit 787,9 Ringen die Silbermedaille vor Ralf Schumann, der nach 195,0 Ringen im Finale mit einem Gesamtresultat von 777,0 Ringen Platz drei belegte. Für die beiden deutschen Schützen ging damit eine überaus erfolgreiche Saison 2008 zu Ende.

Nach 397 Ringen im Liegendschießen, 378 Zählern im Stehend- und 392 Ringen im Kniendanschlag lag Maik Eckhardt (Dortmund) in der Disziplin Freie Waffe nach dem Vorkampf mit 1167 Ringen zusammen mit Zhanbo Jia (China) auf dem dritten Platz.

Im Finale konnte der routinierte Westfale jedoch diesen Rang nicht halten und wurde nach 95,1 Ringen in dieser Endrunde am Ende mit insgesamt 1262,1 Ringen auf dem sechsten Platz notiert. Weltcupfinalsieger wurde in diesem Wettbewerb Matthew Emmons (USA) mit 1269,0 Ringen (Vorkampf 1171/Finale 98,0) vor Artur Aivazian (Ukraine), der mit 1265,7 Ringen (Vorkampf 1166/Finale 99,7) die Silbermedaille gewann. Dritter wurde Zhanbo Jia mit 1264,6 Ringen (Vorkampf 1167/Finale 97,6)

Die kompletten Ergebnisse vom Weltcupfinale in Bangkok finden Sie nach Ablauf der Wettbewerbe hier.