Jugend

Gold, Silber und Bronze für deutsche Gewehr-Junioren

24.07.2004 00:00

1 x Gold, 1 x Silber und 1 x Bronze erzielten die deutschen Juniorinnen und Junioren heute bei den Europameisterschaften der besten kontinentalen Nachwuchsschützen in den Kleinkaliber-Disziplinen auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück.

 

Im nichtolympischen Liegendwettbewerb setzte sich das Team des DSB in der Besetzung Eva Friedel (Mudau/Foto), Claudia Keck (Grünbach) und Jenny Müller (Bad Herrenalb) mit insgesamt 1761 Ringen gegen die gesamte Konkurrenz durch und gewann den Europameistertitel vor Israel (1759 Ringe) und der Ukraine (1759 Ringe).
 
Nach ihrem gestrigen Gold im Sportgewehr belegte Eva Friedel heute mit 593 Ringen in der Einzelwertung den zweiten Rang und gewann damit die Silbermedaille. Auch die Siegerin in diesem Wettbewerb, Darya Shytko (Ukraine), hatte 593 Ringe auf ihrem Konto, doch war sie durch die bessere letzte Serie (99:98) gegenüber der Baden-Württembergerin im Vorteil. Ein Finale gibt es in dieser Disziplin nicht. Malin Gustavsson (Schweden) wurde mit 591 Ringen Dritte.
 
Jenny Müller kam mit 587 Ringen auf den 11. Platz und für Claudia Keck wurde mit 581 Ringen der 38. Rang notiert.
 
Das Juniorenteam des Deutschen Schützenbundes in der Freien Waffe hat hinter Russland (3464 Ringe) und Schweden (3440 Ringe) mit 3439 Ringen die Bronzemedaille gewonnen. Nur knapp hinter den Skandinaviern verwiesen Damian Kontny (Baunatal/1155 Ringe), Steffen Hillenbrand (Kronau/1145 Ringe) und Christian Butz (Bad Schönborn/1139 Ringe/Foto) die Nachwuchsschützen aus Ungarn (3433 Ringe) auf Platz vier.
 
Im Einzelwettbewerb erreichte Damian Kontny als Fünfter das Finale. In einer Endrunde, in der der spätere Europameister Ivan Gorkovets (1259,0 Ringe) und der spätere Zweitplatzierte Alexander Sokolow (beide Russland/1255,4 Ringe) schon weit vor den anderen Konkurrenten lagen, ging es eigentlich nur um die weiteren Platzierungen.
 
Der junge Schütze aus Hessen war zunächst auf Rang sechs zurückgefallen, kämpfte sich vor dem letzten Finalschuss jedoch wieder auf den fünften Platz nach vorne und profitierte in der Schlussrunde durch eine 7,2, die Rene Kristiansen (Dänemark) den Bronzerang kostete.
 
Der Däne fiel auf Rang sieben zurück und Damian Kontny rückte im Endergebnis nach 95,6 Ringen im Finale mit einem Gesamtresultat von 1250,6 Ringen auf Platz vier vor. Die Bronzemedaille ging an Christofer Olofsson (Schweden/1252,6 Ringe). Steffen Hillenbrand wurde mit seinen 1145 Ringen 13. und Christian Butz kam mit 1139 Ringen auf Platz 24.
 
Sandra Hornung (Döhlitz/Tamperlitz/Foto) hat ihre gute Leistung in der Sportpistole vom gestrigen Tag bestätigt und heute Mittag als einzige Juniorin des Deutschen Schützenbundes mit 570 Ringen als Achte das Finale erreicht. Nach ihren 284 Ringen im ersten Halbprogramm ließ sie heute morgen noch einmal 286 Ringe im zweiten Halbprogramm, in dem die Schützin ihr Ziel nur drei Sekunden sieht, folgen.
 
Im Finale zeigte die 19-jährige Auszubildende eine starke erste Serie, schoss mit 51,0 Ringen das zweitbeste Resultat aller acht Konkurrentinnen und schob sich zur Hälfte des Finales auf Rang fünf nach vorne. In der zweiten Serie konnte Sandra Hornung ihre Position mit 50,0 Ringen ausbauen und so blieb sie am Ende mit insgesamt 671,0 Zählern auf Rang fünf.
 
Lenka Hykova (Tschechische Republik/678,0 Ringe) war heute in der Finalhalle auf der Olympiaschießanlage nicht zu bezwingen und gewann die Goldmedaille vor Nadezda Abramowa (Russland/675,2 Ringe), die zunächst mit 577 aus dem Vorkampf als Führende in diese Endrunde gegangen war. Dritte wurde Tatjana Pukowa (Russland/672,8 Ringe), die mit 101,8 das beste Finale schoss.
 
Jana Henschel (Heldrungen) beendete den Wettkampf mit 561 Ringen auf Platz 15, Martina Peter (Pötzmes) kam mit 555 Zählern auf den 21. Rang. Hinter Russland (1710 Ringe), Polen (1710 Ringe) und Bulgarien (1704 Ringe) kam das Team von Bundestrainerin Bärbel Georgi mit 1686 Ringen auf den vierten Platz.
 
Bärbel Georgi nach Wettkampfende zum Abschneiden von Sandra Hornung: „In beiden Halbprogrammen des Vorkampfs hätte sie noch zwei bis drei Ringe mehr schießen können. Das Finale war dagegen sehr gut. Sandra ist eine ausgeglichene Schützin, die beide Programme sowohl das Präzisionsschießen als auch das Duellschießen beherrscht. Bei diesem Wettkampf hat die Spitze jedoch gerade in der Präzision so hoch geschossen, dass Sandra vor dem Finale leider einen zu großen Rückstand auf die vordersten Plätze hatte.“
 
Rang vier auch für das deutsche Juniorenteam in der Laufenden Scheibe über 50 Meter. Die 1703 Ringe, die Martin Jahn (Erfurt/Foto), Nils Poltermann (Kuhnhausen) und Peter Willert (Elxleben) erzielten, reichten nicht, um die Mannschaft aus Polen (1726 Ringe) vom Bronzeplatz zu verdrängen. Europameister 2004 in der Mannschaftswertung wurde die Tschechische Republik (1731 Ringe) knapp vor Russland (1730 Ringe).
 
In der Einzelwertung war Martin Jahn mit 578 Ringen als bester deutscher Schütze auf Rang acht zu finden. Nils Poltermann zeigte einen ausgeglichenen Wettkampf, erzielte sowohl im Langsamlauf wie auch im heutigen Schnelllauf 282 Ringe und belegte mit insgesamt 564 Zählern Rang 15, knapp gefolgt von Peter Willert, der mit 561 Ringen auf dem 18. Platz notiert wurde.
 
Die Goldmedaille ging in dieser nichtolympischen Disziplin, in der kein Finale ausgetragen wird, an Dmitri Romanow (Russland/587 Ringe) vor Tarmo Koskela (584 Ringe) und Staffan Holmström (beide Finnland/582 Ringe).
 
In der nichtolympischen Sportpistole der Junioren waren keine Schützen des DSB am Start. Leonid Ekimow (Russland/586 Ringe) siegte mit einem neuen Weltrekord vor Christophe Rebuffat (Frankreich/575 Ringe), der das Shoot-off gegen Martin Flury (Schweiz/575 Ringe) gewann. Die Teamwertung ging an Russland (1717 Ringe) vor Frankreich (1716 Ringe) und der Schweiz (1705 Ringe).
 
Im Masters-Cup 2004, den die Deutsche Schützenjugend zeitgleich zu den Europameisterschaften auf der Olympiaschießanlage ausrichtet und in dem jeweils drei Bogen-, drei Pistolen- und drei Gewehrschützenan den Start gehen, gewann das Team der bayerischen Sportschützenjugend mit insgesamt 2706 Punkten vor der Nordwestdeutschen Schützenjugend mit 2696 Punkten und der Mannschaft der Westfälischen Schützenjugend, die auf insgesamt 2687 Punkten in diesem Wettbewerb kam.