Weltcup

Gold und Bronze für Nachwuchs im Bogenbiathlon

10.02.2004 00:00

Beim dritten Weltcup der Bogenbiathleten dieser Saison in Forni Avoltri (Italien) hatte die deutsche Mannschaft allen Grund zur Freude. Evi Martlbauer (Raubling) gewann den Sprint der Juniorinnen und sorgte damit für die erste Medaille einer deutschen Schützin im Bogenbiathlon seit der Teilnahme des DSB an dieser Disziplin. Die junge Bayerin kam am Ende des Wettkampfes mit über vier Minuten Vorsprung ins Ziel vor Monica Ghigo und Monica Brunet (beide Italien).

 

Krankheitsbedingt konnte Evi Martlbauer nicht mehr in der Verfolgung antreten, doch steht ihrem Start bei den Weltmeisterschaften, die in zwei Wochen in Pokljuka (Slowenien) stattfinden werden, nichts im Wege.

Michael Kuffer (Mittenwald/Foto) zeigte im Sprint seine Stärken am Schießstand, als er in beiden Durchgängen fehlerfrei blieb und damit den Grundstein für seine Bronzemedaille legen konnte. Hinter Kiril Maltsew (Russland) und Vid Voncina (Slowakei) fand sich der 18-jährige auf dem dritten Rang ein und konnte den starken Maxim Chadrin (Russland) auf den vierten Platz verweisen. Drei Schussfehler in der Verfolgung waren jedoch zuviel, um Chadrin auf Distanz zu halten und so verlor Michael Kuffer hier den Platz auf dem Medaillentreppchen und tauschte mit dem Russen die Plätze.

Bei den Herren zeigte der amtierende Weltmeister Andrej Markow (Russland), das der Weg zum WM-Gold nur über ihn führen wird. Jeweils einen Schießfehler in Sprint und Verfolgung leistete sich der Russe, gewann damit nach dem Sprint auch die Verfolgung und wiederholte sein Ergebnis vom Weltcup in Krün.

Der überragende Langläufer auf dieser Weltcup-Tournee, Yamada Takuya (Japan), kam im Sprint über 7,5 Kilometer, trotz seiner drei Schießfehler auf den zweiten Rang vor Maxim Menschikow (Russland) und blieb dabei nur 27 Sekunden hinter dem Sieger. In der Verfolgung jedoch unterliefen dem Bogenbiathleten aus Fernost gleich acht Fehler in den drei Schießeinlagen und damit fiel er auf den fünften Rang zurück.

Hinter Markow kletterte sein Mannschaftskollege Menschikow auf Rang zwei und Andrej Zupan (Slowenien), der schon vergangene Woche in Krün zweimal Silber gewinnen konnte, wurde in der Verfolgung auf Platz drei notiert.

Edmund Martin (Rückholz), der als einziger deutscher Starter diesmal ins Rennen ging, schlug sich achtbar. Nach einem 16. Rang im Sprint, startete der 21-jährige Bayer in der Verfolgung eine starke Aufholjagd, blieb in den drei Schießeinlagen völlig fehlerfrei, was nur noch einem weiteren Schützen gelang, und konnte sich nach guter Laufleistung auf den siebten Platz steigern. „Das Ergebnis des Verfolgungsrennens mit null Fehlern und einer Verbesserung von gleich neun Rängen hat mich für den Ausrutscher im Sprint mehr als entschädigt,“ zog ein sichtlich erleichterter Edmund Martin das Fazit unter seine Leistung.