Weltcup

Gold und Bronze zum Weltcupfinal-Abschluss

11.11.2013 15:00

Das Weltcupfinale für Gewehr und Pistole auf der Olymiaschießanlage in Garching-Hochbrück endete für den Deutschen Schützenbund äußerst erfreulich. Henri Junghänel (Breuberg/Foto Mitte) und Daniel Brodmeier (Niederlauterbach/Foto rechts) gewannen im Liegendschießen mit dem Kleinkalibergewehr Gold und Bronze.

 

Im Vorkampf erzielte Daniel Brodmeier die zweitbeste Leistung, die allerdings nach den neuen Regeln des Internationalen Schießsportverbandes ISSF nicht mehr mit in die Endrunde der besten Acht mitgenommen wird. Alle Finalisten beginnen seit diesem Jahr wieder bei null.

Der Bayer kam auf 627,2 Ringe und musste nur Michael McPhail (USA) den Vortritt lassen, der 629,2 Zähler am Ende der 60 Schuss auf dem Konto hatte. Henri Junghänel zeigte ebenfalls eine sehr gute Leistung in der Qualifikation und beendete seinen Vorkampf mit 625,6 Ringen auf dem vierten Platz.

Im Finale legten beide deutsche Schützen ausgezeichnet los, denn Daniel Brodmeier eröffnete mit einer 10,7, während Henri Junghänel eine 10,5 folgen ließ. Beide DSB-Schützen waren auf den vorderen Plätzen – zwar nur eine Momentaufnahme, aber doch symbolträchtig, denn die Beiden zeigten auch im Verlauf des Finales ihre Stärken eindrucksvoll.

Nach der zweiten Serie lagen beide gleichauf mit 62,8 Ringen auf dem dritten Platz. In die Elimination – nach jeweils zwei Schüssen schied der schlechteste Schütze aus – ging Henri Junghänel mit einer herausragenden 10,8 und dies katapultierte ihn auf Rang eins. Daniel Brodmeiers 10,0 ließ ihn auf Position drei.

Beide verloren kurzzeitig diese Positionen noch einmal, kämpften sich aber jeweils wieder zurück. Am Ende musste sich Daniel Brodmeier noch Thomas Mathis (Österreich) erwehren, der bis auf einen Zehntelring an ihn heran gekommen war, doch der Bayer konnte diesen Angriff erolgreich abwehren und hatte mit 187,5 Ringen die Bronzemedaille gewonnen.

„Ich bin natürlich äußerst zufrieden“, sagte Daniel Brodmeier nach dem Wettkampf, „der Vorkampf lief gut, das Finale war völlig in Ordnung. Es ist für mich ein sehr schöner Saisonabschluss und jetzt kann das nächste Jahr kommen.“

Henri Junghänel war auch vom Olympiadritten von London 2012, Rajmond Debevec (Slowenien/Foto links), nicht mehr zu gefährden und siegte sicher mit 211,2 Zählern vor dem routinierten Slowenen, der aber mit 209,2 Ringen deutlich zurücklag.

„Mit dem Vorkampf war ich unzufrieden“, resümierte der strahlende Sieger anschließend, „da hatte ich ein paar technische Fehler gemacht, die ich aber schnell korrigiert habe. Meine Priorität liegt im Augenblick durch die Bundesliga auf dem Luftgewehr, trotzdem habe ich das Liegendschießen trainiert. Das Finale heute bedeutete für mich noch einmal eine große Anspannung, aber es hat ja hervorragend geklappt.“

Im zweiten Wettbewerb des Abschlusstages, Freie Pistole der Herren, war kein deutscher Starter im Rennen. Zhiwei Wang (China) siegte mit 194,3 Ringen vor Tomoyuki Matsuda (Japan) mit 191,4 Zählern und Jongoh Jin (Südkorea) mit 169,5 Ringen.

Die kompletten Resultate des Weltcupfinales in München finden Sie über diesen Link.