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Grünes Licht für neues olympisches und paralympisches Bundesleistungszentrum in Wiesbaden

28.04.2014 14:57

Im Beisein hochkarätiger Vertreter aus Politik und Sport – darunter auch Oberbürgermeister Sven Gerich (Foto 2.v.l.) und der Ministarialrat des Bundesinnenministeriums, Bernhard Flümann (Foto links) – übergab Hessens Innenminister Peter Beuth (Foto rechts) in einer kleinen Feierstunde den Förderbescheid des Landes Hessen zum Bau des neuen Bundesleistungszentrums in Wiesbaden an den Präsidenten des Deutschen Schützenbundes, Heinz-Helmut Fischer (Foto 2.v.r.).

Mit der Übergabe sind alle förderrechtlichen Voraussetzungen für den Neubau im Stadtteil Klarenthal der hessischen Landeshauptstadt erfüllt und die Ausschreibungen seitens des viertgrößten deutschen Spitzensportverbandes können nun in die Wege geleitet werden.

Innenminister Peter Beuth: „Wir investieren hier in die Zukunft des Spitzensports. In diesem Bundesleistungszentrum werden die Leistungsträger von morgen trainiert und für internationale Wettkämpfe wie die olympischen und paralympischen Spiele fit gemacht. Das Thema Inklusion ist dabei beim Deutschen Schützenbund sehr gut aufgehoben. Allen, die das angeschoben haben, meinen herzlichen Dank.“

Oberbürgermeister Sven Gerich: „Ich möchte Ihnen zurufen: Was lange währt, wird endlich gut. Es war anfangs nicht ganz einfach und auch die Stadtverwaltung in Wiesbaden hatte im Verlaufe des Projekts eine Entwicklung durchzuleben. Waren es anfangs nur Kleinigkeiten, die die Kommune beisteuern wollte, war es am Ende doch ein erheblicher Betrag, den wir im Haushalt beschlossen haben. Wiesbaden und Sport ist zum Glück kein politisches Streitthema in der Stadt. Wir brauchen in der Stadt bei allen breitensportlichen Aktivitäten auch Leuchttürme des Spitzensports und ich glaube, dieses neue Bundesleistungszentrum wird ein solcher Leuchtturm werden.“

In seiner Ansprache umriss DSB-Präsident Heinz-Helmut Fischer die konkrete Zielsetzung des Neubaus: „Nur ein komplett neu gebautes, modernisiertes DSB-Bundesleistungszentrum wird – nicht zuletzt aufgrund der enormen leistungssportlichen und trainingswissenschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren und Jahrzehnten – das Training und die spitzensportliche Anwendungsforschung für alle olympischen Schieß- und Bogensportdisziplinen an einem zentralen Standort in der Mitte Deutschlands sicherstellen.

Das neue Bundesleistungszentrumsoll ein Pilotprojekt für den olympischen und paralympischen Schieß- und Bogensport werden. Es soll eine herausragende Bedeutung in der leistungssportlichen Entwicklung unserer Schützinnen und Schützen haben, im besten Falle internationale Erfolge garantieren und olympische wie paralympische Medaillen sicherstellen.

Wiesbaden soll wieder ein Dreh- und Angelpunkt des nationalen und internationalen Schieß- und Bogensports werden. Allen, die mitgeholfen haben, dieses Projekt nun beginnen zu lassen, möchte ich nochmals meinen herzlichen Dank aussprechen.“

Die Kosten für den Neubau sind mit rund 12,5 Millionen Euro geplant, die Arbeiten sollen nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Ende 2016 abgeschlossen sein.

Das neue Gebäude wird, dem Inklusionsgedanken verpflichtet, komplett in allen Trainingsstätten und Sportlerunterkünften unter Berücksichtigung der aktuellen Energiestandards behindertengerecht eingerichtet.

Für das Training der paralympischen Schützinnen und Schützen soll der Weg in die hessische Landeshauptstadt in wenigen Jahren genauso selbstverständlich werden wie für die Sportler der deutschen Olympiamannschaft.