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Heinz Habbe verstorben

12.12.2018 08:56

Der Deutsche Schützenbund trauert um den Mühlheimer Sportschützen und Mäzen Heinz Habbe, der nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Seit 2009 gehörte Habbe dem Beirat der Stiftung Deutscher Schützenbund an.

1927 in Osnabrück geboren wuchs Heinz Habbe als Vollwaise in ärmlichen Verhältnissen auf, kam als junger Mann und Autodidakt zum Stuckateurhandwerk, wo er sich schnell einen Namen machte. Ohne Schulabschluss und Gesellenprüfung schaffte er den Meisterbrief und arbeitete als einer der gefragtesten Stuckateure Deutschlands, bevor die Handwerkskammer Düsseldorf den Innungsobermeister mit der überbetrieblichen Ausbildung betraute. Seit 1985 im Ruhestand widmete sich Habbe – durch die eigene trostlose Kindheit nachhaltig geprägt – intensiv der Förderung von Jugendarbeit in verschiedenen Sport- und Brauchtumsvereinen. Darüber kam er Mitte der 1990er Jahre als „Spätzünder“, wie er sich selbst bezeichnete, zum Sportschießen. Als Mitglied in mehreren Schützenvereinen trainierte er täglich und wurde 2007 im Alter von 80 Jahren in München Deutscher Meister mit dem Zimmerstutzen in der Versehrtenklasse. Im Jahr 1988 besuchte Heinz Habbe erstmals die Olympischen Sommerspiele, 1996 in Atlanta erwarb er seine erste Olympiafackel. Nach und nach baute er eine kleine aber erlesene Olympiasammlung auf, die er im Jahr 2009 dem Deutschen Schützenmuseum auf Schloss Callenberg in Coburg übereignete. Die sieben originalen Fackeln der Olympischen Sommerspiele, darunter die erste aus von den Spielen in Berlin 1936, eine Demonstrationsfackel, sowie Maskottchen und Memorabilien bildeten den Grundstock der Olympiaabteilung im Schützenmuseum.

„Heinz Habbe hatte ein großes Herz - vor allem für die Jugend und für die Anliegen des Deutschen Schützenbundes“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Deutscher Schützenbund, DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels. „Wann immer eine helfende Hand in der Stiftungsarbeit oder im Deutschen Schützenmuseum gebraucht wurde, ließ er sich nicht zweimal bitten. Wir verlieren einen großzügigen Förderer und vor allem einen lieben Freund. Der Deutsche Schützenbund wird Heinz Habbe ein ehrendes Andenken bewahren.“