Sportpolitik

Hochrangiger Besuch beim Deutschen Schützenbund

25.05.2005 00:00

Der Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen (Foto 2.v.r.), und der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, Hildebrand Diehl (Foto Mitte), waren am heutigen Mittwoch zu Gast beim Deutschen Schützenbund, um sich über die umfangreichen baulichen Vorhaben, die der viertgrößte Spitzenverband im Deutschen Sportbund in der Zukunft am Standort seiner Bundesgeschäftsstelle plant, informieren zu lassen.

 

Der Präsident des Deutschen Schützenbundes, Josef Ambacher (Foto 2.v.l.), empfing die prominenten Gäste zusammen mit Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp (Foto rechts) und führte sie zunächst durch das Bundesleistungszentrum, das in den kommenden Monaten von Grund auf saniert werden muss.

Nach Inspektion der Räumlichkeiten im Wiesbadener Vorort Klarenthal ging es auf den Wurfscheibenstand Rheinblick, der 1966 Austragungsort der Weltmeisterschaften im Sportschießen war, inzwischen aber in die Jahre gekommen ist und einer dringlichen Überholung bedarf.

„Ich will Ihnen mal an einigen Beispielen das ganze Elend hier zeigen“, begann Geschäftsführer Jörg Brokamp den Rundgang und die Teilnehmer bekamen einen Einblick in die baulichen Mängel, die derzeit auf dem ehemaligen Weltmeisterschaftsschießstand herrschen.

Waldemar Schanz, der Olympiasechste von Athen, derzeit bei den Weltmeisterschaften in Lonato, pointierte den Zustand vor wenigen Wochen einmal treffend: „Man traut sich als Schütze nicht mehr, die alten Bunker zu betreten.“ Auch hier, wie im Bundesleistungszentrum, wird eine Bausumme von 2,1 Millionen Euro veranschlagt, um den Stand wieder in einen zeitgemäßen Zustand zu versetzen.

Unter der fachlichen Anleitung von Michael Eck, dem Vorsitzenden des Wurftauben Clubs Wiesbaden, und dem langjährigen Nationalmannschaftsschützen Steffen Däbel griffen die Gäste (Foto) selbst einmal zur Flinte und probierten sich im Zielen und Treffen der orangenen Scheiben.

Dies taten sie sogar für einen guten Zweck, denn die Wiesbadener Volksbank spendete für jeden Treffer, der erzielt wurde, 100 Euro an die Deutsche Sporthilfe. Nach Auszählung aller getroffenen Scheiben kam dabei ein Betrag von 1.500 Euro zusammen (Foto unten).

„Ich kann dem Deutschen Schützenbund nur gratulieren zu diesem Bundesleistungszentrum, denn als zentrale Trainingsstätte liegt es traumhaft schön. Dennoch habe ich mich überzeugen können, dass der Altbau dringend überholungsbedürftig ist, vor allen Dingen dann, wenn diese Trainingsstätte auch von Topsportlern genutzt werden soll. Auf der Wurfscheibenanlage sind gewaltige Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, alleine schon durch den erforderlichen Umweltschutz. Darüber hinaus wollen wir international sportlich erfolgreich sein und das geht nur mit modernen Sportgeräten und modernen Sportanlagen. Ich habe heute größte Hochachtung vor diesen Disziplinen bekommen, nachdem ich nun selbst einmal eine Flinte in der Hand hielt und versucht habe, die schnellen Ziele zu treffen“, so Manfred von Richthofen nach Abschluss des Rundgangs.

Gastgeber Josef Ambacher dankte den Besuchern für ihr Kommen und freute sich, dass der erste Mann des deutschen Sports, sich die Zeit nahm, die beiden Sportstätten in Augenschein zu nehmen: „Präsident Manfred von Richthofen ist ein vielgefragter Ansprechpartner und die derzeit überragende Persönlichkeit im deutschen Sport. Er ist mit vielen politischen Mandatsträgern permanent im Gespräch und darüber hinaus auch im internationalen Bereich anerkannt und geschätzt. Es ist das erste Mal, dass er zu uns nach Wiesbaden auf die Anlagen gekommen ist und er hat mir versichert, dass es absolut notwendig ist, im Sinne einer erfolgreichen Sicherung unseres hohen sportlichen Standards, die dazu notwendigen Trainingsstätten auf einem modernen Stand zu halten.“