Deutsche Meisterschaften

Horst Bär im Einzel und Bayern als Landesverband am erfolgreichsten

21.07.2014 16:30

Die Deutschen Meisterschaften im Vorderladerschießen am Wochenende in Pforzheim bildeten für die Mitglieder der Nationalmannschaft die ideale Generalprobe für die Weltmeisterschaften Ende September im spanischen Granada. Starke Konkurrenz und Temperaturen bis zu 36 Grad – beides Faktoren, um sich schon an die Verhältnisse in Andalusien zu gewöhnen.

 

 

1133 Starter sorgten in 29 Entscheidungen für äußerst spannende Wettbewerbe. Besonders eng wurde es bei der Mannschaftsentscheidung mit dem Perkussionsgewehr. Bei Ringgleichheit mit Vorjahresmeister Tell Haßloch holte sich die FSG Schongau mit Leonhard Brader, Johann Oberpriller und Christian Trumpf den Titel aufgrund eines mehr erzielten Zehners. Erstmals gewann Johann Oberpriller Einzelgold bei den Senioren mit 149 Ringen.

Insgesamt stellte Bayern mit acht Titelträgern den erfolgreichsten Landesverband. Als einziger Aktiver in den Gewehrwettbewerben gewann Horst Bär von der ASG der Stadt Euskirchen zwei Einzeltitel und erzielte dabei mit dem Steinschlossgewehr liegend auf 100 Meter eine hervorragende Leistung mit 139 Ringen, ein Ring unter dem Deutschen Rekord. Eine Weltklasseleistung gelang Walter Massing von Tell Haßloch: In der Herren-Altersklasse erzielte er als einziger Aktiver das Optimalergebnis von 150 Ringen.

Im Kurzwaffenbereich gelang dem Nationalschützen Martin Kolke vom SSV Hemsbach die erfolgreiche Titelverteidigung mit der Perkussionspistole. Bei den Wurfscheibenwettbewerben wurde einmal mehr Nationalschütze Franz Lotspeich seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht und gewann beide Einzeltitel. Mit der Perkussionsflinte verfehlt er keine Scheibe und stellt seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2010 mit optimalen 50 Treffern ein. Mit der Steinschlossflinte schaffte er seinen vierten DM-Sieg in Folge.

  

Text: Harald Strier