Finale Luftpistole

HSG München – die Wundertüte

22.01.2015 15:17

Die Bundesliga Süd Luftpistole war in dieser Saison extrem knapp und spannend, vor dem letzten Wettkampfwochenende hatten noch sechs Mannschaft Chancen ins Finale einzuziehen. Die HSG München war eine davon, obwohl man das nach den ersten Duellen nicht glauben konnte. Nach dem dritten Wettkampf hatte die Mannschaft von Trainer Detlef Polter nicht ein einziges Mal gewonnen und damit nur noch geringe Aussichten auf einen Finaleinzug. Vor den letzten zwei Begegnungen lagen die Landeshauptstädter mit 4:6 Punkten abgeschlagen auf Rang sechs. Doch für die HSG scheint nichts unmöglich zu sein, denn am Ende konnte sich das Team mit 8:6 Punkten den dritten Platz sichern.

Die Begegnungen der HSG waren nichts für schwache Nerven, wer als Zuschauer die Wettkämpfe der Münchener besucht hat, kam voll auf seine Kosten. Drei Mal wurde in spannenden Duellen 2:3 verloren, aber auch drei Mal konnte der Wettstreit genauso knapp gewonnen werden. Lediglich gegen Weil am Rhein konnte die Mannschaft souverän mit 4:1 den Sieg einfahren.

Im Finale wird dann alles wieder auf null gesetzt und die Hauptschützengesellschaft trifft auf die SB Broistedt. „Wir sind mindestens gleichstark und wollen gewinnen“, ist Polter von seiner Mannschaft überzeugt. Auch wenn der Start in der Bundesliga etwas holprig verlief, das Luftpistolenteam der HSG München ist die personifizierte Qualität. Mit Andreija Zlatic und Arben Kucana gehören zwei Olympiateilnehmer zum Kader, außerdem schießen für den international aufgestellte Verein aus München Benjamin Munkhart, Antoaneta Boneva, Aleksandar Todorov, Johann Walser, Tobias Heider und Rene Potteck. Die Bayern haben darüber hinaus mit Munkhbayar Dorjsuren, Bronzemedaillengewinnerin mit der Sportpistole bei den Olympischen Spielen von 1992 und 2008, den prominentesten Neuzugang in ihren Reihen.

Insgesamt ist die HSG breit aufgestellt, neben dem Bundesligateam sind noch Mannschaften in der zweiten und dritten Liga vertreten. Dadurch verfügt München über viele hochklassige Athleten in seinen Reihen und kann flexibel die Positionen besetzen. Vielleicht liegt es daran, dass die Hauptschützengesellschaft so unberechenbar ist.
Sollte das Halbfinale erreicht werden, ist das Ziel für Polter klar: „Wir wollen die Favoriten ärgern. Dann kann dann alles passieren.“ Eins ist sicher: bei der HSG München kann tatsächlich alles passieren.