Bundesliga

HSG München und Weil am Rhein erste Sieger im Viertelfinale

10.02.2007 00:00

Spannender konnte der Auftakt beim Bundesligafinale für Luftgewehr und Luftpistole in Paderborn nicht sein. Erst in den letzten Schüssen wurden beide Partien entschieden. Die HSG München bezwang den Gastgeber und Titelverteidiger Hubertus Elsen mit 3:2 und mit dem gleichen Resultat setzte sich auch der ESV Weil am Rhein gegen die SSGI Bremen-Bassum durch. Beide Sieger stehen nun im Halbfinale heute Nachmittag.

 

Rebecca Frank (HSG München/Foto links) war als erste Schützin mit ihrem Wettkampf fertig. Die bekannt schnell schießende Münchnerin erzielte 393 Ringe und dies war dann der Maßstab für ihren Gegner Dirk Leiwen (Elsen/Foto rechts), der sich etwas mehr Zeit nahm, aber am Ende mit 395 Ringen die Nase vorne hatte.

Auch Catrin Reh konnte mit 389:387 gegen Ferdinand Stipberger für die Westfalen punkten, während es an den Positionen zwei zwischen Thomas Farnik (München) und Damian Kontny (Elsen) und an Position vier zwischen Michael Winter (München) und Eva Schmitz (Elsen) ganz knapp wurde. An der Spitzenposition konnte sich Sonja Pfeilschifter (München) in der dritten Serie etwas von Dick Boschmann (Elsen) absetzen und sie verteidigte ihren kleinen Vorsprung mit 394:392 Ringen bis ins Ziel.

Mit den letzten Schüssen entschied sich dann das Duell zwischen Thomas Farnik und Damian Kontny zugunsten des erfahrenen Österreichers in Diensten den HSG. Mit 391:390 hatte Thomas Farnik das bessere Ende für sich und nun lastete die ganze Verantwortung auf Eva Schmitz, die es in der Hand hatte, dem amtierenden Deutschen Meister ins Halbfinale zu verhelfen.

Die junge Schützin kam aber unter Zeitdruck, denn beim Kommando der letzten zehn Minuten musste sie noch zwölf Schüsse absolvieren. An diesem Zeitdruck scheiterte sie letztendlich. Mit zwei Neunern schloss sie ihren Wettkampf ab und damit hatte sie mit 390:392 die Begegnung verloren.

„Es wurde einfach immer knapper mit der Zeit und dies hat mich zu stark unter Druck gesetzt. Ich wusste, dass ich nicht nur schnell, sondern auch noch gut schießen musste, um uns im Rennen zu halten. Trotz der Anfeuerung der Zuschauer hat es dann leider für mich nicht mehr gereicht. Das ist unheimlich schade“, so Eva Schmitz kurz nach dem verlorenen Match.

Trainer Heinz Reinkemeier gewann der Partie trotzdem positive Aspekte ab: „Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit den Leistungen meiner Mannschaft. Wir haben das gezeigt, was wir nach den Vorbereitungen auf diesen Wettkampf erwarten konnten. Natürlich wollten wir bei diesem engen Matchverlauf unbedingt gewinnen und sind jetzt ein wenig traurig, aber das wird sich legen und das Team hat für seine Verhältnisse eine gute Vorstellung geboten.“

In der Luftpistole zeigten die Hochrechnungen in der Sporthalle Maspernplatz vor rund 500 Zuschauern schnell auf den möglichen Sieger ESV Weil am Rhein. Der Süderste ging die Partie konzentriert an und nach der ersten Serie zeigten die Zwischenergebnisse eine klare Führung der Südbadener. Vor allem an den Positionen zwei und vier war der Vorsprung der Weiler während der gesamten Begegnung beständig.

In der Spitzenbegegnung zwischen Abdullah Ustaoglu (Weil/Foto links) und Artur Gevorgjan (Bremen-Bassum/Foto rechts) – beides erfahrene Nationalmannschaftsschützen – sah zunächst alles nach einem Sieg der Weilers aus, doch in der letzten Serie steigerte sich der Bremer noch einmal gewaltig und zog mit einer 97-er-Serie mit Abdullah Ustaoglu gleich. Beide hatten 378 Ringe auf ihrem Konto.

Dies bedeutete gleich in der ersten Runde der Luftpistole ein Stechen und auch auf Position fünf mussten Christian Schebesta (Weil) und Albert Grieskamp (Bremen-Bassum), der heute Morgen kurz nach neun Uhr den ersten Schuss überhaupt in diesem Bundesligafinale abgegeben hatte, nach 371:371-Gleichstand in ein solches Shoot-off.

Da der ESV Weil jedoch die Partien an den Positionen zwei bis vier für sich entscheiden konnte, ging es in den beiden Stechen nur noch um Ergebniskosmetik. Artur Gevorgjan gewann gegen Abdullah Ustaoglu schließlich mit 10:9 und auch Albert Grieskamp war gegen Christian Schebesta mit 9:8 erfolgreich, somit hieß es am Ende 3:2 für den ESV Weil am Rhein.

 

Die kompletten Einzel- und Mannschaftsergebnisse des Bundesligafinales finden Sie hier.

 

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