International

Indische Schützen dominieren im Luftgewehr - Tino Mohaupt holt Bronze

05.05.2008 00:00

Gegen die Teilnehmer aus Indien im Wettkampf mit dem Luftgewehr hatte Deutschlands Nationalkader Schütze Tino Mohaupt bei 593 Ring im Vorkampf keine wirkliche Chance.

Dennoch hielt er im Finale mit 103,0 Ring seinen dritten Platz und gewann die verdiente Bronzemedaille.

Gold ging an Sanjeev Rajput, mit dem sagenhaften Ergebnis von 700,8 Gesamtring (598 +102,8) und Silber an Abhinav Bindra (594 +103,1) und damit, wie bereits erwähnt, an die Schützen Indiens.
Ebenfalls ihre Finalplätze fünf und sechs konnten die deutschen Schützen Henrik Borchers und Armin Rothmund halten.
In der Mannschaftswertung reichte das Ergebnis von 1772 Gesamtring der Schützen des Deutschen Schützenbundes für die Silbermedaille. Auch hier lag Indien mit 1785 Ring uneinholbar an der Spitze. Platz drei und Bronze für die Schweiz mit 1767 Ring.

Deutsche Junioren ungeschlagen an der Luftgewehr-Spitze

Von acht Finalplätzen der Disziplin Luftgewehr Junioren gehörten sieben den jungen deutschen Schützen. Spitzenreiter und Goldmedaillengewinner wurde Julian Baehnisch (Oberpfalz) mit 588 Ring im Vorkampf und 98,5 im Finale.
Trotz eines Finales mit 101,7 Ring (584 Vorkampf) kam Tim Willenberg (Rheinlandpfalz) nicht an den Konkurrenten heran und erhielt die Silbermedaille. Bronze ging an Matthias Beck (Sachsen-Anhalt), mit 583 und 99,3 Ring.
Treppchenplätze auch in der Mannschaftswertung, mit Gold für die Oberpfalz und Bronze für den Schützenbund Niedersachsen. Die Silbermedaille sicherte sich das Team aus Frankreich.

Schweizer Finalsieg ohne Probe

Da hatte Annik Marguet (Schweiz) nicht mehr mit gerechnet! Mit 588 Ring im Vorkampf der Disziplin Kleinkaliber 3 x 20 erreichte sie das Finale an Position zwei – kam aber leider zu spät. „Augen zu drücken“, „Hannover-Bonus“ oder einfach nur „Sonnensonntagslaune“ – jedenfalls durfte das Finale trotzdem stattfinden. Ohne Probe wurde dann Marguets erster Schuß auch nur eine 8,9. Die Spannung in den Zuschauerreihen wuchs – am Ende hieß es für die „verspätete“ Schweizerin 99,2 im Finale und 687,2 Gesamtring. Ganz klar sicherte sie sich damit die Goldmedaille, vor Olga Dovgun (Kasachstan) und Irene Beyeler (Schweiz).
Beste deutsche Vertreterin war Jessica Kregel (Schützenbund Niedersachsen), die im Finale ihren vierten Platz verteidigte. 583 Ring im Vorkampf und glatte 100 im Finale, so das Ergebnis der Kaderschützin. Die Finalplätze sieben und acht wurden von Stephanie Schwarz (Nordrhein Westfalen) und Tatjana Poseiner (Baden Württemberg) gehalten.
Die Silbermedaille gab es für das Team des Schützenbundes Niedersachsen mit 1724 Gesamtring, gefolgt von Bronze für Frankreich mit 1719 Ring. Unschlagbar hier die Schweizer Damen, die mit 1724 Gesamtring auf den goldenen Treppchenplatz kletterten.

Tanja Scior erzielt persönliche Bestleitung

Allen Grund zum Strahlen hatte die 16-jährige Tanja Scior (Hessen) in der Disziplin KK 3 x 20 der Juniorinnen, denn mit 580 Ring und dem „Position eins Finalplatz“ hatte sie ihr persönliches Erfolgserlebnis. Zwar hieß es nach dem Finale dann doch Silber, denn 97,6 Finalring reichten nicht ganz – aber der Applaus war ihr sicher. Die Goldmedaille ging an Alexandra Malinovskaya (Kasachstan), mit 577 + 101,0 Ring. Bronze gab es für Anika Schroedter, die es im Finale mit 98,3 Ring schaffte, sich von Position sechs auf Platz drei zu verbessern.
Die Mannschaftsmedaillen der Juniorinnen blieben allesamt in Deutschland. Gold für den Hessischen Schützenbund (1721 Gesamtring), Silber für den Oberpfälzer Schützenbund (1707 Gesamtring) und Bronze für den Rheinischen Schützenbund (1698 Gesamtring).

Bericht: Eva Dohmeyer


Die Ergebnisse des Wettkampfes finden Sie hier.