Europameisterschaften
Junioren-EM Burgas: Gold und Silber für Luftgewehr-Junioren
Glänzender Auftritt der deutschen U21 Luftgewehr-Junioren bei der U21 Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (11. bis 15. Februar): Das Trio Benedikt Ascher, Luis Eichenseer und Luca Preisinger gewann in der Teamwertung den EM-Titel, kurze Zeit später sicherte sich Ascher mit einer hervorragenden Leistung die Silbermedaille im Finale.

Luftgewehr: Erst Gold im Team, dann Silber für Ascher
Nach den guten Leistungen in den Wochen zuvor hatten sich die deutschen Gewehrjunioren auch bei der EM etwas ausgerechnet. Und diese Rechnung ging gleich auf: Benedikt Ascher (629,2), Luis Eichenseer (626,9) und Luca Preisinger (624,9) gewannen in der Addition der Qualifikations-Ergebnisse die Goldmedaille im Teamwettbewerb. Ascher als Sechster zog zudem in das Einzelfinale ein (Ascher: „Der Vorkampf war genauso spannend wie das Finale, nachdem ich einige Startprobleme hatte. Und der Vorkampf war ziemlich anstrengend, weil ich mich so fokussieren musste und nicht so ins Rollen kam. Aber es hat sich ausgezahlt!“), Eichenseer (16. Platz) und Preisinger (24. Platz) durften sich ebenfalls neben ihrer guten Leistung über die wertvollste Medaille freuen.
Im Finale bestätigte Ascher seine zuletzt herausragende Form – beim H&N Cup gewann er beide Wettbewerbe – und war vom ersten Schuss an vorne dabei: 3. Platz nach fünf Schüssen, 3. Platz nach zehn Schüssen, 1. Platz nach zwölf Schüssen (10,6 & 10,9), dann 2., 3., 2., 2., 2. nach 22 Schüssen – dabei war es hochspannend, da drei bis vier Schützen z.T. nur um ein Zehntel getrennt waren. Am Ende standen nur noch er und der Ungar Balint Kalman am Stand, am Ende setzte sich der Ungar mit 1,6 Ringen Vorsprung (251,1:249,5) durch, weil Ascher im letzten Schuss ein schwächstes Finalergebnis (9,7) erzielte. „Das Finale habe ich relativ entspannt gesehen, weil wir schon Europameister waren. Das war dann on top. Aber insgesamt war es ein spannender Tag, und ich bin sehr stolz auf die anderen Beiden, dass sie es auch so umgesetzt haben.“
Dagegen lief es für die Juniorinnen nicht wie gewünscht: Kathrin Grabowski war mit 625,7 Ringen als 34. beste DSB-Schützin, Theresa Schnell folgte auf Platz 37 (625,2). Hannah Wehren kam nur ganz schwer in den Wettkampf und musste sich am Ende mit 619,0 Ringen (71. Platz) begnügen – damit reichte es für das Trio auch in der Teamwertung nur zu Rang zehn.
Luftpistole: Solide Leistungen reichen nicht
Im Mixed-Wettbewerb mit der Luftpistole gingen für den DSB Aileen Pitschke & David Obenaus sowie Charlotte Laube & Leon Kabisch an den Start. Beide Duos schossen solide Ergebnisse, doch die 561 Ringe (Laube & Kabisch) bzw. 557 Ringe (Pitschke & Obenaus) reichten nur zu den Plätzen 21 und 30. Für das Bronzematch wären 571 Ringe notwendig gewesen. "Die Mädels konnten an die Leistung aus dem Einzel anschließen, die Jungs haben sich einigermaßen gefangen. Es war okay von den Leistungen und klar, dass es anspruchsvoll wird, an die Medaillenmatches heranzukommen", bilanzierte Bundestrainerin Jördis Grabe.

Am Freitag, 13. Februar, folgen die Trio-Wettbewerbe Luftpistole sowie die Solo-Wettbewerbe Luftgewehr.
Die Finals der Wettkämpfe überträgt die europäische Schießsportkonföderation ESC auf ihrem YouTube-Kanal.
Das deutsche Team in Bulgarien
U16 Luftpistole: Eva Greimel (Hofgiebing), Lina Karsch (Regensburg)
U18 Luftpistole: Lucy Wernecke (Dresden), Darius Dann (Neuried), Theodor Findeisen (Illmenau), Anakin Sarrach (Booßen)
U21 Luftgewehr: Benedikt Ascher (Waldkirchen), Luis Eichenseer (Neumarkt), Luca Preisinger (Mähring), Katrin Grabowski (Niedernhausen-Engenhahn), Theresa Schnell (Thalmässing), Hannah Wehren (Freising)
U21 Luftpistole: Lea Hadeler (Wehrbleck), Charlotte Laube (Moosthenning), Aileen Pitschke (Erfurt), Franziska Thürmer (Witzenhausen), Leon Kabisch (Treplin), David Obenaus (Plessa OT Kahla), Lucas Struck (Frankfurt/Oder)
Betreuer: Claudia Kulla, Jördis Grabe, Rainer Bauer, Theo Hadrath, Heiko Dörr, Paul Kretschmann, Manuela Mernberger
