Weltcup

Knapp vor dem Finale gescheitert

15.04.2008 00:00

Abdullah Ustaoglu (Karlsruhe/Foto) mit der Freien Pistole sowie die beiden Doppeltrapper Michael Goldbrunner (Geretsried) und Waldemar Schanz (Wiesbaden) sind in ihren Wettbewerben beim vorolympischen Weltcup in Peking (China) nur hauchdünn an der Finalrunde gescheitert. Jeweils nur ein Ring oder – wie in den Wurfscheibendisziplinen richtiger – nur ein Treffer verhinderte den Endrundeneintritt der deutschen Schützen.

 

Der 37-jährige Diplom-Ingenieur aus dem Badischen begann seinen Wettkampf auf die 50-Meter-Distanz stark und eröffnete mit Serien von 94, 95 und 97 Ringen. Damit war er im Feld der 58 Starter weit vorne dabei, auf Finalkurs und bestätigte seine ansteigende Form der letzten Wochen.

91 Zähler im vierten Durchgang und jeweils 92 Ringe in den beiden Abschlussserien ließen Abdulla Ustaoglu dann aber mit 561 Ringen im Gesamtergebnis auf Platz 12 zurückfallen. 562 Ringe reichten dagegen zum Beispiel Joao Costa (Portugal) und Leonid Ekimow (Russland) zum Sprung in das Finale der besten Acht.

Mit 667,2 Ringen (Vorkampf 571/Finale 96,2) siegte Zhongzai Lin (China). Zweiter wurde Rashid Yunusmetov (Kasachstan) mit insgesamt 666,0 Zählern (Vorkampf 565/Finale 101,0) vor dem aus der Bundesliga bekannten Daryl Szarenski (USA), der für den TSV Ötlingen startete und diesmal mit 663,4 Ringen (Vorkampf 570/Finale 93,4) die Bronzemedaille gewann.

Pech hatten auch die beiden Teilnehmer des Deutschen Schützenbundes in der Disziplin Doppeltrap, wo beide Starter nach den drei Serien der Vorrunde 138 Treffer auf dem Konto hatten, die am Ende die Plätze neun für den jungen Bayern und zehn für den zweimaligen Vizeweltmeister aus Hessen bedeuteten.

Michael Goldbrunner (Foto) begann mit einer 44er-Serie, steigerte sich dann aber auf 48 und 46 Treffer in den beiden letzten Durchgängen. Waldemar Schanz startete stark mit 48 getroffenen Scheiben in der ersten Runde und traf anschließend zwei Mal 45 Ziele. Dies reichte nicht, denn 139 Treffer hätten es sein müssen. Mit diesem Ergebnis erreichte Joshua Richmond die Endrunde der besten Sechs.

Wasili Mosin (Russland) gewann den Doppeltrapwettbewerb mit 191 Treffern (Vorkampf 145/Finale 46) vor Walton Eller (USA), der mit 188 getroffenen Zielen (Vorkampf 140/Finale 48) Zweiter wurde. Um Rang drei kam es zu einem Stechen, in dem sich nach 185:185-Gleichstand Saif Alshamsy (Vereinigte Arabische Emirate) schließlich mit 2:1 gegen Richard Faulds (Großbritannien) durchsetzte.

Zur Hälfte des Weltcups zog DSB-Sportdirektor Heiner Gabelmann eine positive Zwischenbilanz: „Dass wir so dicht an der Weltspitze dran sind, wie heute in den Disziplinen Freie Pistole und Doppeltrap gesehen, damit konnte man nicht rechnen. Dass hat mich genauso gefreut, wie der glänzende Start am Samstag im Luftgewehrwettbewerb der Frauen, wo wir mit Sonja Pfeilschifter Silber gewannen und auch Eva Friedel im Finale der besten Acht vertreten war. Starke Disziplinen kommen ja auch noch in den nächsten Tagen, wenn ich an die Schnellfeuerpistole, Skeet und auch das Sportgewehr denke.

Die Bedingungen hier auf der Olympiaschießanlage sind gut, die Stände sind technisch einwandfrei, das Wetter hat bisher auch gut mitgespielt. Das einzige Problem sind die manchmal zu langen Entscheidungswege bei den chinesischen Organisatoren. Das besteht bis August zu den Olympischen Spielen sich noch Potential zur Optimierung.“

Alle bisherigen Resultate vom Weltcup auf der Olympiaschießanlage in Peking finden Sie hier.