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Manuela Schmermund legt „Sporthilfe-Eid“ ab

03.01.2007 00:00

Die Paralympics-Siegerin mit dem Luftgewehr von Athen 2004, Manuela Schmermund (Niederaula/Foto), hat bei einer Veranstaltung der Deutschen Sporthilfe in Frankfurt heute den „Sporthilfe-Eid“ abgelegt.

 

In einer gemeinsamen Aktion der Stiftung Deutsche Sporthilfe mit dem Bund Deutscher Radfahrer, dem Beirat der Aktiven und dem Olympiastützpunkt Frankfurt/Rhein-Main haben neben der Sportschützin aus Hessen auch Fecht-Weltmeisterin Claudia Bokel, Hochsprung-Junioren-Europameisterin Ariane Friedrich, Hockey-Olympiasiegerin Natascha Keller, Schwimm-Europameister Helge Meeuw, Paralympics-Siegerin Manuela Schmermund, Rad-Olympiasieger René Wolff, Europameisterin Miriam Welte sowie die beiden Junioren-Weltmeister Marcel Kittel und Benjamin Wittmann (alle Radsport) als erste öffentlich den „Sporthilfe-Eid“ unterschrieben.

„Die Stiftung Deutsche Sporthilfe fordert in den ersten Wochen des Jahres 2007 von rund 3.800 geförderten Athleten aus 44 Verbänden das schriftliche Versprechen zum „Sporthilfe-Eid“. Zusammen mit einem Bürgen bekennen sich damit die besten Sportlerinnen und Sportler Deutschlands zum Kampf für die Werte des Sports und gegen Doping. Bei Verstößen heißt das: Rückzahlung der Sporthilfe-Fördergelder der letzten zwei Jahre. Unsere Aktion ist von den Athletinnen und Athleten sehr positiv aufgenommen worden. Denn die große Mehrheit der Leistungssportler ist es leid, pauschal unter Dopingverdacht gestellt zu werden und möchte für den sauberen Sport eintreten“, sagte Michael Ilgner, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Sporthilfe.

„Wir als Sporthilfe-geförderte Athleten stehen 100-prozentig hinter dieser Aktion und hoffen, dass diese Initiative auch von den Profisportlern aufgegriffen und unterstützt wird“, erklärte Claudia Bokel, Vorsitzende des Beirats der Aktiven, der EOC-Athletenkommission und Mitglied im Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbunds. „Das Bekenntnis der Athleten zu den Inhalten des Sporthilfe-Eids ist ein wichtiger Schritt, um die sauberen Sportler in Zukunft besser vor unbegründeten Verdächtigungen schützen zu können.“

Auch der Bundespräsident unterstützt diese Sporthilfe-Initiative. In seinem Grußwort zum „Ball des Sports 2007“ schreibt Schirmherr Horst Köhler. "Die Sporthilfe lässt die von ihr geförderten Sportler seit diesem Jahr einen Eid unterschreiben, in dem sie sich auf die Einhaltung der Werte "Leistung, Fairplay, Miteinander" verpflichten. Bei Verstößen hiergegen, etwa durch Doping, kann die Förderung für bis zu zwei Jahre zurückgefordert werden. Mir gefällt das gut, und ich kann die Sporthilfe nur ermuntern, die Einhaltung dieser Regeln genau zu kontrollieren. Denn als Vorbild für unseren Nachwuchs - nicht nur den sportlichen - taugen allein faire Athleten."

Der „Sporthilfe-Eid“ beinhaltet eine schriftliche Verpflichtung der Athleten, die Prinzipien des Sports zu verteidigen und das feierliche Gelöbnis, „niemals zu dopen“ und gegen jede Art der Leistungsmanipulation aufzustehen. Teil der Vereinbarung, die von einem „Bürgen“ als Vertrauensperson der Sportler mit unterzeichnet werden muss, ist eine Zustimmung zum Recht der Stiftung Deutsche Sporthilfe, bei Doping-Vergehen gezahlte Fördergelder der letzten zwei Jahre zurückzufordern.

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat seit ihrer Gründung im Jahr 1967 über 38.000 Athleten mit rund 350 Millionen Euro unterstützt. Aktuell fördert sie 3.800 Sportler und 600 Internatsschüler in 44 Verbänden. Mit jährlichen Fördergeldern von zehn bis zwölf Millionen Euro leistet sie einen entscheidenden Beitrag zur Vielfalt und Leistungsfähigkeit des deutschen Sports. Sie ist damit die wichtigste private Förderinstitution im Sport in Europa. Etwa 90 Prozent aller bundesdeutschen Medaillen bei Olympischen Spielen werden von Athletinnen und Athleten gewonnen, die von der Sporthilfe gefördert wurden. In diesem Jahr begeht die Stiftung Deutsche Sporthilfe ihr 40-jähriges Jubiläum.

Beitrag: Stiftung Deutsche Sporthilfe