Bundesliga

Meister Waldenburg marschiert schon wieder an der Spitze

17.10.2010 16:56

Understatement ist Teamchef Günter Wüstemeyer immer nur vor den Wettkämpfen zuzuschreiben. Wenn seine Sgi Waldenburg jedoch am Schießstand agiert, wird so richtig aufgetrumpft. Der Meister setzte am ersten Wettkampfwochenende der 14. Saison in der Bundesliga Luftpistole Gruppe Süd zwei deutliche Zeichen und übernahm nach zwei 5:0-Siegen sofort die Tabellenspitze.

Die schlechteste Nachricht für die Konkurrenz lautet jedoch: Die beiden Erfolge gegen die SG Ulrichshögl und die SGi Ludwigsburg fielen auch in den Einzelresultaten so klar aus, wie sie nach dem nackten Resultat den Anschein erwecken. 1915 und 1913 Ringe trafen die Schwaben. Die Mischung aus Jung und Alt erwies sich als ideale Mixtur. Die Heise-Zwillinge Andreas und Michael, Junior Philipp Käfer am Samstag, an beiden Tagen dazu der Russe Vladimir Gontscharow, Deutschlands WM-Teilnehmer Abdullah Ustaoglu und am Sonntag für Käfer Dauerbrenner Wolfgang Renner – sie alle punkteten. Die Konkurrenz wird sich strecken müssen, das steht spätestens nach diesem Auftakt fest, um Waldenburg den Gruppensieg streitig zu machen.

Wie Waldenburg blieb in Ludwigsburg auch der SV Kelheim-Gmünd ohne Punktverlust. Die Regensburger taten sich bei ihren 3:2-Siegen gegen die gleichen Gegner allerdings weitaus schwerer als die Waldenburger. Olympiasiegerin Jasna Sekaric war der Auftakterfolg gegen Ludwigsburg zu verdanken. Die Serbin sicherte den dritten Punkt nach 373:373-Remis gegen Florian Brunner erst im Stechen mit 10:9. Munkhbayar Dorjsuren und Junior Tobias Piechaczeck hatten die anderen beiden Zähler gewonnen. Gegen Ulrichshögl am Sonntag gewannen erneut Sekaric und Piechaczeck sowie Christoph Schultheiß, diesmal allesamt klar, während die Olympiadritte Dorjsuren erst im Stechen mit 9:10 nach 380:380-Remis an Regina Altbauer scheiterte.

Auch Vizemeister Ötlingen wurde im Heimkampf in Kirchheim/Teck seiner Favoritenrolle gerecht und hielt sich wie Waldenburg und Kelheim-Gmünd schadlos. Die Sportschützen des TSV mussten allerdings beim Auftakt gegen die SSG Dynamit Fürth kämpfen, um mit 3:2 zu siegen. Die Erfolge des Italieners Mauro Badaracchi mit überragenden 391 Ringen sowie von Leo Braun und Achim Rieger jedoch glatt aus. Beim 5:0 gegen den ESV Weil am Rhein mussten Badaracchi und Braun allerdings kämpfen, um Arben Kucana und Markus Abt mit 382:380 und 382: 381 niederzuringen. Doch auch hier schafften die Ötlinger an den anderen drei Positionen glatte Siege.
Die Südbadener aus Weil hatten am Vortag den aus ihrer Sicht im Kampf um den Klassenerhalt wichtigeren Wettkampf erfolgreich bestanden. Aufsteiger Singoldschützen Großaitingen wehrte sich bei seiner 2:3-Niederlage, punktete an den Positionen zwei und drei auch durch Wilhelm Hämmerle und Sebastian Kugelmann. Doch Weils Arben Kucana, Jan Brunner und Mustafa Ustaoglu gaben sich bei ihren glatten Erfolgen keine Blöße.

Auch die Fürther sicherten sich einen Tag später gegen Großaitingen beim 5:0 ihre ersten Zähler in dieser Saison. Dabei bot der Aufsteiger eine sehr schwache Vorstellung, Leonhard Zieglmeir erzielte mit 368 Ringen noch das beste Ergebnis des Quintetts. Einzig Peter Zerle an Position durfte beim 364:365 gegen Gordon Krause Hoffnungen auf einen Einzelpunkt hegen. Gemeinsam mit Ulrichshögl und Ludwigsburg stehen die Großaitinger am Tabellenende.

 

Bericht: Harald Strier