International

„Mit Manfred Kurzer hätten wir Gold gewonnen“

29.07.2006 00:00

Die deutschen Herren zeigten im Wettbewerb Laufende Scheibe ansprechende Leistungen. Das junge Team konnte bei den Weltmeisterschaften der Sportschützen in Zagreb (Kroatien) mit der internationalen Konkurrenz mithalten und hätte mit dem Olympiasieger von Athen 2004, Manfred Kurzer (Frankfurt/Oder), der wegen seiner Berufsausbildung nicht an dieser WM teilnimmt, sogar Chancen auf den Titel gehabt.

 

Bester deutscher Schütze im Einzelwettbewerb war Tobias Schönsteiner (Süßen) auf dem 13. Rang mit 571 Zählern, ringgleich dahinter auf Platz 14 kam Peter Willert (Elxleben) ins Ziel. Erich Liebau (Salomonsborn/Foto) komplettierte das DSB-Trio mit 547 Ringen und dem 29. Platz.

Weltmeister 2006 wurde der Olympiadritte von Sydney 2000, Zhiyuan Niu (China/584 Ringe), vor dem Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2004 in Athen, Alexander Blinow (Russland) und Miroslav Janus (Tschechische Republik/beide 581 Ringe). Blinow setzte sich in einem Stechen mit 19:15 im Kampf um Silber durch.

Russland (1722 Ringe) gewann den Mannschaftswettbewerb vor China (1716 Ringe) und dem Team aus Schweden (1715 Ringe). Das Team des Deutschen Schützenbundes wurde Sechster mit 1689 Ringen.

Bundestrainer Reinhard Rüger hatte lobende Worte für seine Mannschaft: „Das ist ja eine ganz neue Mannschaft, die wir hier in Zagreb am Start haben. Ein Team, das in dieser Zusammensetzung noch nie einen so großen internationalen Wettkampf bestritten hat. Am besten sieht man das an Eric Liebau, der im Langsamlauf noch recht ordentlich geschossen hatte, im Schnelllauf aber dann Nerven gezeigt hat.

Die anderen Zwei haben mich sehr positiv überrascht. Sie haben sich prächtig geschlagen, beide mit persönlicher Bestleistung. Wenn man jetzt Manfred Kurzer noch dazu rechnen würde, hätten wir heute die Goldmedaille und den Weltmeistertitel geholt. Manfred hätte nicht einmal 580 Ringe schießen müssen und das kann er jederzeit.

Wir wissen aber, dass wir eine gute Mannschaft haben und wenn Manfred Kurzer wieder mit von der Partie ist, werden wir sicherlich unser Ziel, ganz vorne mitzumischen, erreichen können.“

Bei den Junioren siegte Dmitri Romanow (Russland/573 Ringe) vor Myong Won Pak (Nordkorea/572 Ringe) und Tomas Caknakis (Tschechische Republik/569 Ringe). Benjamin Risse (Braunschweig) belegte mit 563 Zählern als bester deutscher Junior Platz sieben, Jan Busch (Homburg) kam mit 556 Ringen auf den 16. Platz und Stefan Nitzsche (Süptitz) wurde mit 552 Ringen auf Rang 19 notiert.

Die Mannschaftswertung gewann Russland (1686 Ringe) vor der Tschechischen Republik (1683 Ringe) und Nordkorea (1681 Ringe). Das deutsche Team wurde Fünfter mit 1671 Ringen.

Die kompletten Resultate der Weltmeisterschaften 2006 in Zagreb finden Sie nach Abschluss der jeweiligen Wettkämpfe hier.