Europameisterschaften

Monika Karsch gewinnt Gold mit der Sportpistole

28.07.2017 12:34

Monika Karsch (Foto) krönte einen überaus erfolgreichen Freitag für die deutschen Sportschützen bei den Europameisterschaften in Baku (Aserbaidschan). Die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Rio gewann mit der Sportpistole diesmal Gold und stellte im Finale mit 39 Treffern auch noch den Welt- und Europarekord ein. Ein zweites Gold gewann sie in der Mannschaft zusammen mit Michelle Skeries und Doreen Vennekamp. „Darauf habe ich hingearbeitet: Ich wollte beim wichtigsten Wettkampf dieser Saison meine beste Leistung erzielen“, sagte die Regensburgerin.

Nachdem Karsch am ersten Tag nach dem Präzisionsschießen noch außerhalb der Finalplätze gelegen hatte, steigerte sie sich in ihrer Spezialdisziplin „Duell“ auf insgesamt 582 Ringe und wurde so Siebte. Michelle Skeries lag nach 580 Ringen als Neunte gerade außerhalb der Finalplätze, Doreen Vennekamp kam mit guten 576 Ringen auf Platz 16, so dass es mit 1738 Ringen zum souverän gewonnenen Mannschaftsgold reichte.

Im Finale war Monika Karsch nicht mehr zu stoppen. „Ich habe vor einer Woche im Finaltraining 43 Treffer erzielt und wusste seitdem, dass ich es kann.“ Mit diesem Selbstbewusstsein schoss sie so stark, dass sie schon vor der letzten Fünferserie Gold sicher hatte vor der jungen Polin Klaudia Bres und der früheren Olympiasiegerin Maria Grozdewa aus Bulgarien, im „Nebenberuf“ Präsidentin des eigenen Schießsportverbandes. Olympiasiegerin Anna Korakaki aus Griechenland schied im Finale früh aus und wurde Sechste.

Die Juniorinnen belegten einen guten fünften Platz als Mannschaft. Cora Dörr qualifizierte sich als Siebte nach 566 Ringen für das Finale, traf dort sieben Mal und wurde auch dort Siebte. Lea Kleesattel schoss als 13. mit 562 Ringen stark, Lisa Schnaidt kam mit 545 Ringen auf Platz 28.

Um eine Scheibe nach 92 Treffern scheiterte das Trapduo Katrin Quooß und Andreas Löw als Neunter am Einzug ins Semifinale des neuen Mixedwettbewerbes, der schon 2020 in Tokio olympisch sein soll. Die zweite deutsche Mannschaft, die Sonja Scheibl und Stefan Veit bildeten, kam auf 88 Treffer und Rang 20.

Nach der ersten von zwei Qualifikationschancen – die zweite ergibt sich bei den Luftdruck-Europameisterschaften in Budapest im kommenden Frühjahr – hat der Deutsche Schützenbund bereits zwei Quotenplätze für die Olympischen Jugendspiele 2018 in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires sicher. Nach Nils Strubel mit der Luftpistole gewann Johanna Tripp (Foto) vor Anna Janshen den Luftgewehrwettbewerb. Tripp drehte dabei das Vorkampfresultat, als sie nach 415,0 Ringen Zweite hinter der dort überragenden Janshen mit 420,6 Ringen geworden war, um und siegte im Finale mit 249,6 Ringen und genau einem Ring vor der Luftdruck-Junioreneuropameisterin. Die dritte Deutsche, Barbara Fricke, scheiterte nach 413,1 Ringen nur um ein Zehntel am Finaleinzug.

Mit der Luftpistole der Juniorinnen erreichte Vanessa Seeger nach 376 Ringen als Zweitbeste das Finale. Die Tochter der früheren Nationalschützen Carmen und Frank Seeger begann Im Endkampf stark, doch in den einzeln aufgerufenen Schüssen ließ sie einige Ringe liegen. Sie wurde mit 150,6 Ringen Sechste. Marieke Lehmann und Dascha Michelle Khalfine kamen nach 369 und 358 Ringen auf die Plätze elf und 26.