Olympische Spiele

Munkhbayar Dorjsuren Olympiafünfte in der Sportpistole

18.08.2004 00:00

Munkhbayar Dorjsuren (Moosach/Foto), die amtierende Weltmeisterin von Lahti 2002, ist mit einer Gesamtleistung von 684,6 Ringen (Vorkampf 583/Finale 101,6) Fünfte in der Sportpistole bei den Olympischen Spielen in Athen geworden. Nach ihrem sechsten Rang in der Luftpistole vom vergangenen Sonntag ein zweites hervorragendes Resultat für die gebürtige Mogolin, die seit zwei Jahren für den Deutschen Schützenbund starten darf.

 

Die 35-jährige Olympiadritte von Barcelona 1992 war als Fünfte in das Finale der besten Acht gegangen. Nach 51,0 Ringen in der ersten Fünf-Schuss-Serie ließ sie noch einmal 50,6 Ringe in der zweiten Serie folgen und behauptete in einem absoluten Klassefeld den Platz, den sie schon nach dem Vorkampf innehatte.

 

Die Olympiasiegerin von Sydney 2000, Maria Grozdewa (Bulgarien), zeigte wieder einmal, dass sie die herausragende Pistolenschützin der letzten Jahre ist. Als Dritte mit drei Ringen Rückstand in diese Endrunde gegangen, konnte sie durch eine Serie von 51,0 und anschließend einer 52,5-Serie sich noch an allen Konkurrentinnen vorbeischieben, mit 688,2 Ringen (Vorkampf 585/Finale 103,5) den Titel verteidigen und die Goldmedaille in dieser Disziplin gewinnen.

 

Die Silbermedaille ging an Lenka Hykova mit 687,8 Ringen (Vorkampf 588/Finale 99,8) und Bronze gewann Irada Aschumowa (Aserbaidschan), die nach der ersten Finalserie noch als Führende über zwei Ringe Vorsprung aufweisen konnte, dann aber in der zweiten Serie mit einer 7,9 begann, nur 48,3 Ringe erzielte und mit einer Gesamtleistung von 687,3 Ringen (Vorkampf 588/Finale 99,3) auf Rang drei zurückfiel.

 

Claudia Verdicchio (Freiburg), die zweite deutsche Starterin in diesem Wettbewerb, belegte mit insgesamt 572 Zählern den 23. Platz.

 

Susanne Kiermayer (Kirchberg) hat im Doppeltrap, der zweiten Medaillenentscheidung des heutigen Tages im Sportschießen, am Morgen die Finalteilnahme verpasst. Nachdem die Silbermedaillengewinnerin in dieser Disziplin von Atlanta 1996 nach zwei Serien noch gut im Rennen lag und mit 34 und 36 Treffern dicht an der Endrunde dran war, machte eine abschließende 31-er-Runde alle Chancen auf das Finale zunichte. Mit insgesamt 101 Treffern belegte sie am Ende der Qualifikation Platz 11. 107 getroffene Scheiben hätten es zu Platz sechs sein müssen.

 

Olympiasiegerin im Doppeltrap der Damen, einem Wettbewerb, der zum letzten Mal im olympischen Programm steht, wurde Kimberly Rhode (USA) mit 146 Treffern (Vorkampf 110/Finale 36) vor Bo Na Lee (Südkorea), die 145 Treffer (Vorkampf 110/Finale 35) erzielte und E Gao, die mit 142 Treffern (Vorkampf 107/Finale 35) in ein Stechen gegen ihre treffergleiche Nationalmannschaftskollegin Qingnian Li (beide China) musste und sich dort mit 2:1 Stechscheiben durchsetzen konnte..

 

Nach dem ersten Tag des Wettbewerbs Laufende Scheibe liegen Manfred Kurzer (Frankfurt/Oder/Foto) und Michael Jakosits (Homburg) an der Spitze des Feldes bei den Olympischen Spiele in Athen 2004. Im Langsamlauf erzielte der Brandenburger mit 296 Ringen das beste Ergebnis aller Konkurrenten, während der Olympiasieger von Barcelona 1992 sich mit Adam Saathoff (USA) treffergleich mit 294 Ringen Platz zwei teilt.

 

Dahinter mit 293 Ringen die Mitfavoriten Alexander Blinow und Dimitri Lykin (beide Russland) sowie Wladislaw Prianischnikow (Ukraine), sodass morgen beim abschließenden Schnelllauf ein spannendes zweites Halbprogramm zu erwarten ist.

 

Olympiasiegerin im Bogenschießen der Damen wurde in einem innerkoreanischen Duell Sung Hyun Park, die ihre Nationalmannschaftskollegin Sung Jin Lee (beide Südkorea) mit 110:108 bezwingen konnte. Die Bronzemedaille gewann Alison Williamson (Großbritannien) durch einen knappen 105:104-Erfolg über Shu Chi Yuan (Taiwan).