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Niklas Heyser schafft Hattrick

03.07.2012 10:30

Zum dritten Mal in Folge gewann Niklas Heyser (SVF Heiligenrode/Foto) den Supersprint beim Sommerbiathlon-DSB-Cup, diesmal am Sonnenberg im Oberharz. Wie bei der Premiere von Borken 2010 und in Frankenhain/Thüringen 2011 diktierte der Kasseler Maschinenbaustudent auch im Harzer Biathlonzentrum auf der 3000 Meter langen Cross-Strecke mit vier Schießeinlagen das Lauftempo von Anfang an und gewann in 12:36,3 Minuten.

 

Auch zwei Nachlader brachten ihn nicht in Bedrängnis, die letzte der fünf 600-Meter-Runden konnte er entspannt absolvieren. Auf den Medaillenrängen liefen der Bayer Hans Wurmer (Hausen) und Ex-Nationalmannschaftsläufer Alexander Röder vom PSV Hannover ein.

Bei den Damen gab es bei der dritten Auflage die dritte Siegerin: Nach Thordis Arnold (Meinerzhagen) und Steffi Graf (Grombühl) überraschte diesmal mit Ivana Kruiff (SV Bliesmengen-Bolchen/Foto) aus dem Saarland ein neuer Name mit einer Nullfehler-Einlage nach der anderen und konstantem Lauftempo. Hier hätte allenfalls noch Juniorinnensiegerin Rieka Saucke aus Gifhorn mithalten können.

Im Ziel „outete“ sich die überglückliche Dozentin der Uni Saarbrücken und erzählte von Ihrer Sommerbiathlonvergangenheit als tschechische Auswahlläuferin. Seit 2009 lebt und arbeitet sie in Saarbrücken. Schon vormittags beim DSB-Cup Einzelwettkampf war sie als AK III-Siegerin als einzige der 30 gestarteten Damen unter 30 Minuten geblieben.

Supersprint-Juniorensieger Hendrik Berner (Gifhorn) brauchte lange beim ersten Schießen, wurde dann jedoch immer sicherer und konnte ähnlich wie Niklas Heyser ungefährdet ins Ziel „joggen“. Ihn hätte man gerne in Konkurrenz mit der Herrenspitzengruppe gesehen, dann hätten Zuschauer, Experten und Speaker noch mehr Begeisterung als ohnehin schon vorhanden für die neue Wettkampfform entwickeln können, die viel Spannung zu bieten hat.

„Supersprint“ ist die synonyme Bezeichnung für den „Run & Shoot"-Wettbewerb, wie er vor zwei Wochen beim IWK der Junioren in Suhl vorgestellt wurde. Anders als beim herkömmlichen Biathlon müssen bei diesem neuen Wettbewerb bei jeder Schießeinlage alle fünf Klappscheiben „abgeräumt“ werden. Wem das mit dem üblichen Fünfer-Magazin nicht gelingt, muss so lange einzeln nachladen, bis auch die letzte der fünf Klappscheiben gefallen ist. Strafrunden gibt es keine.

Text: S. Litzenbauer/G. Heyser
Fotos: U. Osterhorn