Europameisterschaften

Nina-Laura Kreutzer nur knapp am EM-Finale vorbei

16.02.2012 10:00

Bei den Europameisterschaften für Druckluftwaffen in Vierumäki (Finnland) hat Nina-Laura Kreutzer (Bad Berneck/Foto) mit dem Luftgewehr bei den Juniorinnen mit dem 12. Platz für das beste Ergebnis aus deutscher Sicht am ersten Tag der Veranstaltung gesorgt.

 

Die Bayerin zeigte einen guten Wettkampf, schoss sehr schnell und musste dann mit einem Vorkampfergebnis von 394 Ringen auf die Konkurrenz warten, die sich in der Qualifikation länger Zeit ließ. Als die 75 Minuten beendet waren, stand fest, dass sich die Schützin des DSB zusammen mit sechs anderen Teilnehmerinnen um einen Platz im Finale streiten musste.

Mit 51,2 schoss sie ein gutes Stechen, doch es reichte nicht, denn mit 52,2 Zählern zog Olga Glubchenko (Ukraine) als Achte in das Finale ein. Selina Gschwandtner (Reischach) belegte mit 393 Ringen Platz 15, Monika Dummer (Riekofen) kam bei ihrem ersten großen internationalen Einsatz mit 392 Zählern auf den 28. Rang.

Gold gewann Mira Biatovszki (Ungarn) mit 498,3 Ringen (Vorkampf 396/Finale 102,3) vor Nikola Mazurova (Tschechien), die mit 497,2 Zählern (Vorkampf 395/Finale 102,2) den zweiten Platz belegte. Die Bronzemedaille ging mit 497,1 Ringen (Vorkampf 396/Finale 101,1) an Sandra Pettersson (Schweden).

Das Team des Deutschen Schützenbundes verpasste die Medaillen in der Mannschaftswertung nur knapp. Die DSB-Auswahl wurde mit 1179 Ringen Vierter hinter der Schweiz (1183 Ringe), Tschechien (1182 Ringe) und der Ukraine (1180 Ringe).

Die Europameisterschaften wurden mit dem Wettbewerb Luftpistole Junioren eröffnet. Die drei Teilnehmer des Deutschen Schützenbundes verfehlten jedoch eine Finalteilnahme. Bester DSB-Schütze war Michael Schwald (Lörrach-Hauingen/Foto) mit 567 Ringen auf dem 13. Platz.

Schon während des Wettkampfs war Bundestrainerin Bärbel Georgi skeptisch: "Die 92er-Serie am Anfang gestehe ich einem jungen Schützen bei einem so großen internationalen Einsatz zu, aber der dritte Durchgang mit 93 Ringen hat ihn schon entscheidend zurückgeworfen. Dies aufzuholen kostet dann doch sehr viel Kraft.“

Im fünften Durchgang kamen noch einmal 93 Ringe dazu und das reichte am Ende nicht mehr, um unter die besten Acht zu kommen. 571 Ringe hätten es für das Finale sein müssen. Armin Böss (Ehningen) kam mit 562 Ringen auf Platz 19, Marian Lutz (Bondorf) belegte mit 551 Ringen den 37. Platz.

Es siegte  Kamil Gersten (Polen) mit 675,8 Ringen (Vorkampf 576/Finale 99,8) vor Ante Cristo (Kroatien) mit 674,9 Zählern (Vorkampf 576/Finale 98,9) und Vincent Jeanningros (Frankreich), der mit 673,5 Ringen (Vorkampf 576/Finale 97,5) Dritter wurde.

Es war ein interessantes Finale mit vielen Wechseln zwischen den drei Medaillengewinner. Lange sah es so aus, als würde der junge Kroate den Titel gewinnen, doch eine 8,3 im letzten Schuss ließ ihn noch auf Rang zwei abrutschen.

Die Mannschaftswertung gewann die Schweiz (1700 Ringe) vor Russland (1697 Ringe) und Tschechien (1696 Ringe). Das Team des Deutschen Schützenbundes wurde mit 1680 Ringen Sechster.

Alle Ergebnisse der EM in Vierumäki finden Sie nach Ablauf der Wettbewerbe über diesen Link.