Landesverband

Norddeutscher Schützenbund: „Früher ein Zinnteller, heute ein top-modernes Sportgerät!“

16.05.2024 09:18

Auf dem 71. Landesschützentag des Norddeutschen Schützenbundes in Brunsbüttel standen zwei Vizepräsidentenwahlen an. Der 1. Vizepräsident musste nach dem plötzlichen Tod von dem bis dahin amtierenden 1. Vizepräsident Alfred Koitzsch gewählt werden.

Foto: Margrit Kunde / DSB-Vizepräsident Wilfried Ritzke überreichte Landesjugendleiter Andreas Seibt und der stellvertretenden Landesjugendsprecherin Aileen Rühmann das LG 400.
Foto: Margrit Kunde / DSB-Vizepräsident Wilfried Ritzke überreichte Landesjugendleiter Andreas Seibt und der stellvertretenden Landesjugendsprecherin Aileen Rühmann das LG 400.

Von Seiten des Präsidiums wurden Dr. Ronald Horn, und aus der Versammlung Nikolaus Träuptmann vorgeschlagen. Nach der Vorstellung von Dr. Ronald Horn zog Nikolaus Träuptmann seine Kandidatur zurück. Mit überwältigter Mehrheit wurde Dr. Ronald Horn in geheimer Wahl gewählt. Für den zweiten Vizepräsidenten, der satzungsgemäß anstand, wurden zwei Vorschläge gemacht. Inge Lindahl-Koitzsch empfahl das Präsidium, und aus der Versammlung wurde erneut Nikolaus Träuptmann vorgeschlagen. Beide stellten sich kurz vor. Inge Lindahl-Koitzsch setzte sich in geheimer Wahl mit deutlichem Votum gegen Nikolaus Träuptmann durch.

Auf der Liste der Ehrengäste standen unter anderem der Bürgermeister der Stadt Brunsbüttel Martin Schmedtje, der Vizepräsident Schützentradition/Brauchtum des DSB Wilfried Ritzke, der Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes Frank Pingel, der Vizepräsident des Schützenverbandes Hamburg und Umgegend Dr. Eckhard Mißfeld, der Vizepräsident des LSV Dr. Thomas Liebsch-Dörschner, der Ehrenpräsident des NDSB Günther Kaste, die Ehrenmitglieder des NDSB Lore Bausch und Niko Schwiemann.

Auf dem Landesschützentag in Brunsbüttel im Elbeforum wurde vom DSB-Vizepräsidenten Schützentradition/Brauchtum und Präsidenten des Niedersächsischen Sportschützenverbandes  Wilfried Ritzke ein Luftgewehr 400 an die Landesjugendleitung überreicht. „Hat man früher Zinnteller oder ein DSB-Bierkrug als Gastgeschenk zu Landesschützentagen überreicht, bringen wir jetzt ein top-modernes Sportgerät der Firma Carl Walther mit. „Dazu gibt es noch die passende Munition des Partners des DSB, 5.000 Schuss RWS R 10“, so Wilfried Ritzke. “Welchem Verein ihr das Luftgewehr 400 übergebt, liegt in euren Händen. Es kann ein Verein mit der besten Nachwuchsarbeit sein oder ein Nachwuchs-Trainingsstützpunkt, ein „Talentnest“, oder der Verein mit dem größten jugendlichen Mitgliederzuwachs”, umschrieb der DSB-Vizepräsident die Möglichkeiten.

Landesjugendleiter Andreas Seibt und die stellvertretenden Landesjugendsprecherin Aileen Rühmann bedankten sich ganz herzlich. Andreas Seibt betonte, dass es viele Vereine im Lande gebe, die sehr engagierte Jugendarbeit betrieben. “Wir werden alle Kriterien berücksichtigen, wie sportliche Erfolge, die Größe der Jugendabteilung, die Anzahl der Trainer und Übungsleitenden, die Trainingszeiten und die Öffentlichkeitsarbeit, sowie die Teilnahme der Schützinnen und Schützen an Wettbewerben und Meisterschaften. Wir werden sicherlich einen Verein finden, dem wir das Luftgewehr 400 überreichen werden.” Die Übergabe des Luftgewehrs 400 und die 5.000 Schuss RWS R 10 wird auf dem nächsten Landesjugendtag erfolgen.

Wie positiv die Nachwuchskampagne ist, zeigt sich darin, dass beim Endkampf der NDSB-Jugendrangliste ein Teilnehmer vom SchV Tarp, der mit dem Walther-Aktionsgewehr geschossen hatte, den fünften Platz von insgesamt 21 Teilnehmern errungen hat.

Der nächste Landesschützentag findet am 27. April 2025 in Eckernförde statt.

(Margrit Kunde)

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