Olympische Spiele

Olympia-Qualifikation Bogen: DSB-Männer verpassen Team-Quotenplatz

19.06.2021 21:04

Es hat nicht sollen sein! Die Recurve-Männer haben beim finalen Olympia-Qualifikationsturnier in Paris/FRA den angestrebten Team-Quotenplatz verpasst. Im Achtelfinale gegen die Ukraine kam für Maximilian Weckmüller, Florian Unruh und Moritz Wieser beim 3:5 (57-57, 58-48, 52-55, 55-58) das Aus. Die USA, Indonesien und Frankreich jubelten am Ende über die drei letzten Team-Tickets.

Foto: World Archery: Bundestrainer Oliver Haidn, Moritz Wieser und Florian Unruh beim Qualifikationsturnier in Paris.
Foto: World Archery: Bundestrainer Oliver Haidn, Moritz Wieser und Florian Unruh beim Qualifikationsturnier in Paris.

„Die Mannschaft hätte einen Start bei den Spielen verdient. Wir haben alle sehr lange und sehr hart dafür gearbeitet. Die Niederlage schmerzt empfindlich. Aber wir sehen gerade in dieser Mannschaft viel Potenzial für die Zukunft“, äußerte sich Bundestrainer Oliver Haidn direkt nach dem Ausscheiden. 

Moritz Wieser, der sich mit starken Leistungen in der internen Qualifikation und mit EM-Bronze in das Team geschossen hatte, sagte: „Wir sind natürlich sehr enttäuscht und haben nicht mit so einem Ende gerechnet. Wir waren wirklich sehr gut drauf, und nach unserem guten Start in den Wettkampf mit neuem Deutschen Rekord hatten wir Mega-Lust auf das Teamevent.“

Die Mannschaft hätte einen Start bei den Spielen verdient!

Bundestrainer Oliver Haidn zur Leistung der Bogen-Männer

Einen Vorwurf konnte sich das deutsche Trio nicht machen. Im Gegenteil: In der Qualifikationsrunde stellten Weckmüller, Unruh und Wieser mit 2028 Ringen einen neuen deutschen Rekord auf, belegten Platz zwei hinter den USA und unterstrichen damit die Aussage von Weckmüller vor dem Turnier: „Ich denke, wir sind alle gut drauf.“ Haidn dazu: „Die Mannschaft hat hier mit Platz zwei und neuem deutschen Rekord von 2028 Ringen eine sehr starke Qualifikationsphase gezeigt.“

Doch manchmal kann der Bogensport gnadenlos sein: Die Ukraine mühte sich in der ersten Ko-Runde zu einem 5:4 nach Stechen gegen Finnland, Deutschland hatte ein Freilos. Nach der 3:1-Führung sah alles positiv aus, doch in der dritten Passe „hatten wir leider zu viele Achter“, so Haidn, sodass lediglich 52 Ringe als Ergebnis herauskamen. Im entscheidenden Durchgang schoss das DSB-Trio mit fünf Neunen und einer Zehn gut, aber nicht gut genug gegen die Ukrainer, die nahezu perfekte 58 Ringe auf die Scheibe brachten.

Damit bleibt es in Tokio bei vier deutschen Bogenschützen, nachdem die DSB-Frauen einen Team-Quotenplatz gewonnen hatten und Florian Unruh bei der EM den Männern einen Einzel-Quotenplatz bescherte. Damit sind die deutschen Bogenschützen in Tokio bei vier von fünf Entscheidungen vertreten (Einzel Frauen und Männer, Team Frauen und Mixed) und so stark vertreten wie noch nie. Den Nominierungsvorschlag zur Besetzung der Tokio-Plätze fällt das Trainerteam nach dem Weltcup in Paris (21.-27. Juni). Um die drei Frauen-Plätze kämpfen Michelle Kroppen, Lisa Unruh, Charline Schwarz und Elisa Tartler. Bei den Männern fällt die Entscheidung zwischen Weckmüller, Unruh, Wieser und Johannes Maier.

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