Weltcup

Olympiasieger Reitz gewinnt auch Weltcupfinale

07.10.2016 22:34

Olympiasieger Christian Reitz (Foto) hat zum Abschluss der Saison noch einmal abgeräumt. Erst gewann er den letzten Saisonweltcup in Gabala (Aserbeidschan), dann Olympia-Gold in Rio und jetzt zum Saisonabschluss das Weltcup-Finale in Bologna (Italien) mit der Schnellfeuerpistole. Der WM-Zweite von 2014, Oliver Geis aus Mengerskirchen, erreichte mit 579 Ringen Platz zehn und verpasste das Finale um vier Ringe.

Reitz zeigte sich unbeirrt von dem Trubel um seine Person nach dem größten Triumph seiner Karriere. Der Polizeikommissar führte nach dem ersten Halbprogramm mit 295 Ringen, fiel dann mit 291 und insgesamt 586 Ringen auf Rang zwei hinter dem Chinesen Fusheng Zhang zurück. Doch im Finale wurden die Karten neu gemischt.

Fusheng Zhang schied als Dritter mit 22 Treffern aus und wurde Vierter. Da lag Reitz nur um einen Treffer vor seinen letzten beiden verbliebenen Kontrahenten Alexei Klimow aus Russland und Yuehong Li aus China. Dann jedoch drehte Reitz auf, schaffte fünf Treffer, während Klimow ausschied, Li aber vier Mal traf. Doch Reitz ließ sich auf dem Weg zum erfolg nicht beirren, setzte noch einmal fünf Treffer und siegte schließlich mit 34 gegenüber 31 Treffern von Li.

In der zweiten Entscheidung gab es neue Regeln, aber eine altbekannte Siegerin. Olympiasiegerin Anna Korakaki aus Griechenland siegte mit der Sportpistole, während ihre Rio-Finalkonkurrentin Monika Karsch (Regensburg) Platz vier belegte. Korakaki war im Finale mit 39 Treffern nicht zu schlagen.

In diesem Finale wurde schon der ab 2017 gültige Modus geschossen. Nach vier  Serien zu je fünf Schuss scheidet die Achte und Letzte aus, nach jeder weiteren Fünferserie muss wieder die jeweils Letzte den Finalstand verlassen. Semifinale, Kleines Finale und Finale, wie noch in Rio die Besten ermittelt wurde, ist ersetzt worden.

Korakaki sicherte sich extrem souverän den Titel, schon nach der vorletzten Serie stand sie als Siegerin fest. Silber ging an Jangmi Kim aus Südkorea mit 32 vor Olena Kostewitsch (Ukraine) mit 30 Treffern. Monika Karsch fehlte mit ihren 25 Treffern ein Hit, um eine Medaille zu gewinnen.