Weltcup

Ralf Schumann Fünfter mit der Schnellfeuerpistole

01.06.2007 00:00

Der dreimalige Olympiasieger Ralf Schumann (Stockheim/Foto) belegte beim Weltcup für Gewehr und Pistole auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück mit der Schnellfeuerpistole und insgesamt 779,5 Ringen den fünften Platz. Es siegte Penghui Zhang (China/783,9 Ringe) vor Sergei Poliakow (Russland/782,2 Ringe) und Keith Sanderson (USA/780,1 Ringe).

 

Der Seriensieger der letzten anderthalb Jahrzehnte in dieser Disziplin musste sich heute Morgen erheblich steigern, denn nach 288 Ringen gestern im ersten Halbprogramm lag Ralf Schumann nur im vorderen Mittelfeld. Mit 292 Ringen konnte er das zweite Halbprogramm durchziehen. 580 Ringe bedeuteten dann jedoch ein Stechen, weil mit Sergei Poliakow und Teruyoshi Akiyama (Japan) sich noch zwei weitere Konkurrenten um die zwei verbliebenen Plätze im Finale bewarben.

Der vielfache Welt- und Europameister aus Deutschland gewann dieses Stechen klar mit 48 Ringen gegenüber 47 Zähler von Sergei Poliakow und der Schütze aus Japan musste sich mit nur 43 Ringen vom Traum einer Finalteilnahme verabschieden.

Ralf Schumann eröffnete das Finale mit einer 50,8, musste aber seinen direkten Gegner, Sergei Poliakow ziehen lassen, denn der Russe kam in der ersten Serie auf 51,3 Ringe. Er baute seinen Vorsprung immer weiter aus und lag am Ende mit 2,7 Ringen vor Ralf Schumann.

Als nächstes kamen Alexei Klimow (Russland) und Martin Podhrasky (Tschechische Republik) an den Stand. Der Russe fiel in der dritten Serie etwas zurück, konnte seinen Vorsprung von zwei Ringen nach dem Vorkampf knapp verteidigen und wurde mit 779,9 Ringen Vierter. Der Schütze aus Tschechien leistete sich in der zweiten Serie einen Fehlschuss und fiel mit 763,8 Ringen auf Platz sechs zurück.

Penghui Zhang und Keith Sanderson waren als Vorkampfbeste die letzten beiden Schützen im Finale. Der Chinese zeigte konstante Leistungen und brachte seinen Vorsprung von zwei Ringen nach dem Vorkampf sicher ins Ziel. Keith Sanderson hatte einen verunglückten Start mit einer Serie von 44,3, konnte sich dann aber noch steigern und am Ende die Bronzemedaille knapp vor Alexei Klimow behaupten.

„Ich habe einige schwerwiegende technische Fehler gemacht, die wir demnächst abstellen müssen“, analysierte Ralf Schumann nach dem Finale seinen Wettkampf, „insgesamt gesehen bin ich aber mit dem Erreichen des Finales und mit dem Ergebnis letztendlich zufrieden.“

Der Weltmeister von 2002, Marco Spangenberg (Oberwallmenach), kam mit 575 Ringen auf den 19. Platz. Torsten Moses (Bad Sobernheim), ein Weltcup-Debütant bei den Erwachsenen, schlug sich tapfer und belegte bei seiner Premiere auf diesem Niveau den 26. Rang mit 571 Zählern.

In der ersten Entscheidung des dritten Tages, der Disziplin Freie Pistole, konnten sich Gold- und Silbermedaillengewinner auf der Siegerpodest in der gleichen Sprache unterhalten. Joao Costa (Portugal/Foto Mitte) siegte mit 666,9 Ringen vor Stenio Yamamoto (Brasilien/Foto links), der mit 660,8 Zählern Rang zwei belegte. Dritter wurde Iwan Ribowalow (Ukraine/Foto rechts) knapp dahinter mit 660,7 Ringen.

Die deutschen Schützen konnten in die Entscheidung um die Medaillen nicht eingreifen. Abdullah Ustaoglu (Karlsruhe) kam mit 554 Ringen auf den 27. Platz und war damit bester Teilnehmer des DSB. Der erst 21-jährige Florian Schmidt (Frankfurt/Oder), der hier in Garching-Hochbrück sein Weltcupdebut bei den Erwachsenen absolviert, wurde mit 553 Ringen auf dem 40. Platz notiert, während Patrik Lengerer (Lichtenstein) mit 546 Zählern Rang 54 belegte.

Alle Ergebnisse des Weltcups auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück finden Sie nach Abschluss der Wettbewerbe hier.

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