Weltmeisterschaften

Recurvemannschaft der Damen ausgeschieden

09.07.2007 00:00

Die deutschen Schützinnen mit dem Recurvebogen haben sich in der Mannschaftswertung bei den 44. Weltmeisterschaften der Bogenschützen in Leipzig nicht für den Einzug in die Direktausscheidung der besten 16 Mannschaften qualifizieren können. Das Team des Deutschen Schützenbundes in der Besetzung Christina Schäfer (Düren/Foto), Anja Hitzler (Berlin) und Veronika Haidn-Tschalova (Deggendorf) belegte mit 3861 Ringen den 18. Platz.

 

Schon von Anbeginn lag das deutsche Team mit weiteren Mannschaften immer im Bereich zwischen Rang 15 und Platz 19. Für die deutschen Anhänger war es ein permanenter Gemütszustand zwischen Hoffen und Bangen, denn viele Zuschauer drückten der deutschen Auswahl die Daumen. Nach der 60-Meter-Distanz zur Hälfte des Wettkampfs lag die DSB-Equipe auf Rang 17.

Vor der abschließenden 30-Meter-Distanz hatte sich der Abstand auf den 16. Rang, der zum Einzug in die Elimination am Freitag berechtigt, schon auf 25 Ringe vergrößert und auf der kürzesten Distanz des Wettbewerbs war dieser Rückstand auf Kolumbien nicht mehr zu verkürzen. 14 Ringe fehlten den deutschen Damen zum Weiterkommen.

Die großen Favoriten aus Südkorea hatten am Ende die Qualifikation mit 4092 Ringe und einem deutlichen Vorsprung gewonnen. Zweiter wurde China mit 4013 Zähler und auf den dritten Rang der heutigen Ausscheidung kam Polen mit 4003 Ringe.

In der Einzelwertung kam Christina Schäfer mit 1292 Ringen als beste deutsche Schützin auf den 52. Platz und wird in der ersten Runde der Direktausscheidung am kommenden Donnerstag auf Martina Mackova (Tschechische Republik) treffen.

„Jeder von uns wollte Topergebnisse heute schießen, um für die Mannschaft eine gute Ausgangsposition zu schaffen“, so Christina Schäfer in der Pressekonferenz, „das hat leider nicht geklappt. Es war hoher Druck für alle drei Schützinnen da. Wir wollten in die Direktausscheidung, um die olympischen Quotenplätze zu gewinnen, doch vor den vielen deutschen Zuschauern und auch Vereinsmitgliedern, die hier nach Leipzig angereist sind, war es doch ein ganz anderer Wettkampf als sonstige große Turniere im Ausland, wo man unbekannt ist und dementsprechend befreit schießen kann.“

Veronika Haidn-Tschalova (Foto) folgt mit 1290 Zählern auf Rang 55. Ihre erste Gegnerin in der KO-Runde heißt Nathalie Dielen (Schweiz) und Anja Hitzler komplettiert das DSB-Trio mit Platz 63 und 1279 Ringen, womit sie zum Auftakt der Elimination auf Najmeh Abtin (Iran) treffen wird.

In Führung liegt nach den 144 Pfeilen mit 1385 Ringen Sung-Hyun Park (Südkorea) vor Natalia Valeeva (Italien), die auf 1369 Zähler kam und Eun Young Choi (Südkorea), die mit 1365 Ringen als Vorkampfdritte ins Rennen gehen wird.

Bundestrainer Martin Frederick mit seinem Fazit der heutigen Wettkämpfe: „Wir haben das Tagesziel nicht erreicht. Wir hatten uns natürlich vorgenommen, unter die besten 16 Mannschaften zu kommen. Auf der 70-Meter-Distanz und vor heimischen Publikum sind wir nur schwer in den Wettkampf gekommen.

Die Schützinnen waren doch ein wenig aufgeregt, was sich dann auf der 60-Meter-Distanz stabilisiert hat. Verloren haben wir den Wettkampf heute auf der 50-Meter-Distanz, wo zwei Schützinnen klar unter möglichen ihren Leistungen blieben. Da konnten wir bis zum Schluss keinen Boden mehr gutmachen. Jetzt müssen wir in der Einzelelimination versuchen, so weit wie möglich zu kommen, um die Chance auf die olympischen Quotenplätze zu erhalten.“

Alle bisherigen Ergebnisse der 44. Weltmeisterschaften im Bogenschießen finden Sie hier.

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