Jugend

RWS Verbandsrunde 2021: Gute Leistungen und strahlende Gesichter bei Ersatzwettkampf in Suhl

04.08.2021 15:49

Nach knapp eineinhalb Jahren fand am 31. Juli mit dem Ersatzwettkampf zum RWS Verbandsrunden-Endkampf endlich wieder ein bundesweiter Nachwuchswettbewerb der Deutschen Schützenjugend statt. Neben guten Ergebnissen fand man vor allem eins: fröhliche Gesichter!

Foto: DSJ / Die jungen Athleten zeigten tolle Leistungen in Suhl.
Foto: DSJ / Die jungen Athleten zeigten tolle Leistungen in Suhl.

Es liegen knapp 18 Monate ohne Wettkämpfe hinter uns. Pandemie-bedingt mussten alle Wettkämpfe und Meisterschaften im vergangenen Jahr abgesagt werden, so auch die RWS Verbandsrunde 2020. Umso schöner war daher der Moment, als am Samstag die ersten Busse mit den Mannschaften der Landesverbände auf die Anlage des Suhler Schießsportzentrums fuhren.

Da im Vorfeld keine Vorkämpfe in den Landesverbandsgruppen möglich waren um sich für den Endkampf der Verbandsrunde zu qualifizieren, hat die Deutsche SchützenJugend einen alternativen Ersatzwettkampf erarbeitet, zu dem alle Verbände ihre Teilnehmenden meldeten. Durch ein verringertes Angebot an Disziplinen konnte das Teilnehmerfeld deutlich kleiner gehalten werden und der Wettkampf unter strengen Hygienemaßnahmen durchgeführt werden.

Großer Abräumer des Ersatzwettkampfes ist erwartungsgemäß, wie auch in den Vorjahren, die Mannschaft des Bayerischen Sportschützenbundes. In den sechs Disziplinen Luftgewehr (2x20), Luftpistole (2x20), KK 3x20, KK 3x40, sowie Sportpistole und Recurve Bogen konnten sie 6 der insgesamt 15 Goldmedaillen abräumen und sichern sich damit den ersten Platz (6x Gold, 4x Silber= im Medaillenspiegel vor den Württembergern und (3x Gold, 4x Silber) und der Mannschaft aus Südbaden (2x Gold, 1x Silber, 1x Bronze).

Foto: DSJ / Der Recurvebogen war eine von insgesamt sechs ausgetragenen Disziplinen in Suhl.
Foto: DSJ / Der Recurvebogen war eine von insgesamt sechs ausgetragenen Disziplinen in Suhl.

In diesem Jahr waren die Luftdruckdisziplinen ausschließlich der Schülerklasse vorbehalten, was sie allerdings nicht minder spannend machten. Absolviert wurden Doppelwettkämpfe bestehend aus jeweils 20 Schuss. Mit dem Luftgewehr gelang es Magdalena Bauer aus Bayern bereits im ersten Wettkampf sich mit starken 206.5 Ringen (103.3, 103.2) einen komfortablen Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Theresa Schnell, welche 202.5 Ringe schoss, zu erarbeiten. Im zweiten Wettkampf war es Magdalena sogar möglich ihr gutes erstes Ergebnis sogar noch um 0.1 Ring toppen und sicherte sich so souverän mit 413.1 Ringen den ersten Platz. Silber holte sich Theresa Schnell gefolgt von Mayra Püschel, die sich mit einer hervorragenden Aufholjagd und 204.3 Ringen schlussendlich bis auf den Bronze-Rang vorarbeitete.

Deutlich knapper ging es hingegen bei der Luftpistole zu. Nach dem ersten Wettkampf trennten die Top 5 lediglich drei Ringe, angeführt von den beiden Württembergern Finja Bischofsberger und Michael Dreher jeweils mit 183 Ringen. Zwischen diesen Beiden sollte sich dann auch die Goldmedaille entscheiden. Denkbar knapp mit nur einem Ring Vorsprung setzte sich Finja vor Michael durch und gewann mit 368 Ringen die Goldmedaille. Dritter wurde Leon Kabisch aus Brandenburg mit 364 Ringen.

Ein Spitzenergebnis lieferte auch die badische Gewehrschützin Lara Engler im Dreistellungskampf (3x20) ab. Bereits im Knieend-Anschlag setzte sich Lara mit 195 Ringen an die Spitze des Starterfeldes und baute im liegenden Anschlag ihren Vorsprung mit weiteren 195 Ringen sogar noch aus. Im letzten und schwersten Anschlag, dem stehenden, lieferte sie mit 191 Ringen die Tagesbestleistung ab und erreichte unglaubliche 581 Ringen. Sichtlich zufrieden verließ Lara den Stand mit einem Lächeln im Gesicht, ohne zu wissen, was dieses Ergebnis wert war. Am Ende bedeutete dieses Ergebnis Gold für die Mannheimerin und einen Vorsprung von 11 Ringen vor der Zweitplatzierten Letizia Fuchs aus Bayern. Dritter wurde der Hesse Hans-Laurin von Schönfels.

Die Stimmung unter allen Teilnehmern war grandios!

Dominic Merz, Landesjugendleiter Baden, zur RWS-Verbandsrunde

Am Ende des Tages war die Freude über den ersten Wettkampf seit langer Zeit bei allen Sportlern und Betreuenden deutlich zu spüren. Dominic Merz, Landesjugendleiter aus Baden äußerte sich durchweg positiv über den Wettkampf: „Für uns als Verbandskader Baden war es nach fast 15 Monaten, mit kurzen Unterbrechungen, sehr erfreulich, endlich wieder an einem Bundeswettkampf antreten zu können. Vor diesem Hintergrund sind wir als Landesjugendleitung mit 5 Medaillenplatzierungen stolz auf die Leistungen unserer Athleten. Die Stimmung unter allen Teilnehmern war grandios.“

Wir danken allen Teilnehmenden und Betreuenden für ihr unermüdliches Engagement auch in Zeiten der Pandemie. Ein besonderer Dank gilt unseren Unterstützern RUAG Ammotec sowie BogenSportWelt für die freundliche und großzügige Bereitstellung der Sachpreise bei der Verbandsrunde.

Weiterführende Links