International

Schnellfeuerpistole: Reitz übertrifft eigenen Weltrekord

02.04.2019 09:06

Es war ein Auftakt ganz nach dem Geschmack von Schnellfeuer-Bundestrainer Detlef Glenz: Mit vier Finalteilnahmen, je zwei Team- und Einzelmedaillen und einer unglaublichen Leistung von Christian Reitz im Gepäck trat das Team die Heimreise vom Grand Prix in Breslau/POL (26. bis 31. März) an.

Eine erste Standortbestimmung sollte es werden, denn seit Jahren nutzen die deutschen Schnellfeuerschützen den Grand Prix in Breslau, um sich auf die internationale Wettkampfsaison vorzubereiten. „Dieser Wettkampf ist inzwischen fester Bestandteil unserer Wettkampfplanung, denn während ein paar Schützen bereits beim Weltcup in Neu Delhi/IND am Start waren, war es für die Hälfte des Kaders der Auftakt in die Wettkampfsaison“, so Bundestrainer Glenz. Gleich im ersten Wettkampf legte das Team ordentlich los. Allen voran Christian Reitz, der mit 591 Ringen als Führender des Vorkampfes ins Finale ging. Dort musste er sich anschließend nur dem Franzosen Jean Quiquampoix geschlagen geben und sicherte sich Silber. Christian Freckmann (Platz 12), Aaron Sauter (Platz 13) und Mathias Putzmann (Platz 19) mussten sich mit Plätzen in den Top 20 vorerst zufrieden geben. Bronze sprang zusätzlich noch für das Team Reitz/Sauter/Putzmann heraus.

Reitz überragt in der Qualifikation, Sauter im Finale stark

Dass noch mehr drin war, zeigte Sauter im zweiten Wettkampf. Mit 582 Ringen katapultierte er sich, genau wie Teamkollege Oliver Geis, ins Finale der besten Sechs. Aber noch nicht genug des Glanzes, denn da war ja auch noch Christian Reitz, der sich in Topform präsentierte und noch einen drauflegte. 594 Ringe – und damit einen Ring über seinem eigenen Weltrekord – standen für ihn in der Qualifikation zu Buche. Mit zwei perfekten 100-er Serien zu Beginn, legte er den Grundstein für seine Ausnahmeleistung, die im Anschluss von allen Anwesenden mit Standing Ovations minutenlang gefeiert wurde. Im Finale glänzten jedoch andere. Aaron Sauter hatte dieses Mal die besten Nerven und sicherte sich wie tags zuvor Reitz Platz zwei hinter dem französischen Überflieger Quiquampoix. Platz vier und fünf für Reitz und Sauter komplettierten das starke Ergebnis des deutschen Teams. Und auch die weiteren Teamkollegen Putzmann, Meixner, Schenk und Freckmann zeigten mit den Plätzen 14, 15, 17 und 19, dass sie auf Tuchfühlung mit der Spitze sind. Emanuel Müller konnte sich ebenfalls steigern und belegte am Ende Platz 29. Eine logische Konsequenz, dass die Teamwertung dieses Mal auf Seiten der Deutschen war und somit Team-Gold an die Schützen Christian Reitz, Aaron Sauter und Christian Freckmann vergeben wurde. Für Detlef Glenz ein Auftakt nach Maß: „Dieser gelungene Start in die Wettkampfsaison zeigt, dass wir wohl auf dem richtigen Weg sind und stimmt optimistisch für den weiteren Saisonverlauf.“

Pistolenkader zieht nach

Dass Breslau ein gutes Pflaster für die deutschen Schützen ist, hat der Schnellfeuerpistolen-Kader bewiesen, dies wollen nun die Luftpistolen- und Sportpistolenschützen nutzen, denn auch sie statten der polnischen Stadt einen Besuch ab. Von 4.-7. April kämpfen zwölf deutsche Sportler erneut um Medaillen.

Die DSB-Delegation in Polen

Sportler: Christian Reitz, Oliver Geis, Aaron Sauter, Christian Freckmann, Andreas Meixner, Emanuel Müller, Mathias Putzmann, Maximilian Schenk

Trainer: Detlef Glenz, Norbert Klaar