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Schützen aus Bhutan zu Gast im „Ländle“

30.06.2006 00:00

Ein einzigartiges Ereignis in der langen Verbandsgeschichte steht dem Württembergischen Schützenverband bevor: Vom 01. bis 15. Juli 2006 ist eine Delegation der Bhutan Shooting Federation zu einem Trainingslager zu Gast. Der Aufenthalt wird finanziell gefördert vom Auswärtigen Amt in Berlin sowie von der Sportregion Stuttgart.

 

Zwölf Bhutaner aus dem Himalaja-Königreich, darunter der Präsident und Vizepräsident des Schießsportverbandes, ein Trainer sowie der Auswahlkader Bhutan mit neun Schützinnen und Schützen, nutzen auf Einladung des WSV die Möglichkeit, ihren im Aufbau befindlichen Schießsport weiterzuentwickeln.

Ausgangspunkt des vielseitigen Programms wird die Sportschule Ruit sein. Von dort aus erwartet die Schützen verschiedene Trainingsmöglichkeiten in Schießanlagen württembergischer Schützenvereine, die von Landestrainern des WSV begleitet werden. Highlights werden dabei ein Aufenthalt im Landesleistungszentrum in Pforzheim als auch ein Vergleichskampf mit einer Landesauswahl des WSV sein.

Schießsport war in Bhutan bis vor kurzer Zeit eigentlich gleichzusetzen mit Bogenschießen (Foto), das in diesem Land eine lange historische Tradition hat. Seit ungefähr einem Jahr jedoch wird auch das Schießen mit Luftgewehren und Luftpistolen in den bhutanischen Schießsport integriert.

Unterstützt wird der Aufenthalt in Baden-Württemberg auch von zahlreichen Firmen und Institutionen. Die Traditionsfirma Walther in Ulm bietet der Delegation eine Produktionsbesichtigung und Schießen auf dem hauseigenen Schießstand an. Das vor kurzem eröffnete Daimler-Chrysler-Museum erwartet die Delegation zu einer englischsprachigen Führung. Spannende Aufenthalte erwartet die Bhutaner sicherlich in Tripsdrill, dem Sealife in Konstanz sowie bei einer Kanadier-Fahrt bei LaCanoa (ebenfalls Konstanz), die mit einem Abendessen im Landgasthof Traube einen stimmungsvollen Abschluss finden wird.

Aber auch die offiziellen Empfänge sind natürlich wichtiger Bestandteil des Aufenthalts. Angefangen mit einer Einladung der Stadt Stuttgart, vertreten durch ihre Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann, über den Landessportverband Baden-Württemberg bis hin zum Empfang beim Staatsministerium ist das Interesse auch von offizieller Seite an diesem Besuch zu spüren.

Der Delegation stehen während des Besuchs in Baden-Württemberg ereignisreiche Tage bevor, bevor sie in ihr Land, in dem der König das Bruttonationalglück wichtiger als das Bruttoinlandsprodukt ansieht, zurückkehren wird.

Bericht: Günter Schray